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Arbeitsrecht: Wie Chefs Teilzeit ausnutzen - und wie Sie sich wehren
Corbis

Wer Teilzeit arbeitet, verdient zwar weniger, ist dafür aber flexibler. Das hat auch mancher Chef erkannt - und setzt seine Teilzeitkräfte spontan auf Abruf ein. Doch die müssen sich nicht alles gefallen lassen.

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Checkker 05.08.2014, 13:11
1. Sicher,

sie müssen sich nicht alles gefallen lassen. Aber sie könten auch gekündigt werden. Und dann lassen sich die meisten alles gefallen. Arbeitsrecht, Gewerkschaften, Mitbestimmung, dass sind alles schöne Worthülsen. Im wirklichen Leben ist der Arbeitnehmer immer mehr der Dumme und mehr Sklave als Arbeiter. Den Reformen der letzten paar Jahre sei Dank, SPD.

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Leser161 05.08.2014, 13:44
2. Recht haben/kriegen

All die schönen Vorschriften nützen nichts, wenn man sie erst gegen einen Partner einklagen muss, der am wesentlich längeren Hebel sitzt.

Hier sehe ich Handlungsbedarf. Wenn ich mich nicht an die Strassenverkehrsregeln halte und das den enstprechenden Kontrollorganen auffällt: Schwupps bin ich ein paar Euro oder mehr los. Warum geht das nicht bei Firmen?
Und kommen Sie mir nicht mit dem Kontrollaufwand: Je nach Rechtsform muss eine Firma ihre Finanzen darlegen. Und eine Steuerprüfung ist das Damoklesschwert eines jeden Buchhalters. Warum geht das nicht auch bei den Human Ressources?

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QPDO 05.08.2014, 14:17
3. Da gibt es nur eine Lösung

Das Ausnutzen der Vormachtstellung als Arbeitgeber durch unseriöse Verträge, "Zeitkonten" (siehe Leiharbeiter) oder den ganzen anderen Schmarrn ist als Straftatbestand ähnlich dem Missbrauch Schutzbefohlener zu bewerten. Es ist nämlich nichts anderes einem von der Arbeit abhängigen Menschen zu missbrauchen, als einen von einem abhängigen Menschen wie Kind oder Pflegefall.

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abby_thur 05.08.2014, 14:22
4. Teilzeittrick

Das kenne ich noch vom "Restaurant zum goldenen M" .
War Teilzeit eingestellt (30h/ Woche) habe aber fast nur 40- 50 h/Woche gearbeitet.
Ausser in ein paar Monaten, wo der 30 h/ Woche Satz immer unterboten wurde (meist Feb/März und Okt/Nov), da ist man gehaltstechnisch auf dem Zahnfleisch gekrochen, weil natürlich auch die guten Monate bei einem Verdienst von damals 6,14€/brutto/h nicht viel eingebracht haben.
Im Arbeitsvertrag war, wie bei den meisten anderen Teilzeitkräften in anderen Branchen etwas von "durchschnittlicher Jahresarbeitszeit" geschrieben.

Wenn nichts los war ist man einfach nach hause geschickt worden.

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nana22 05.08.2014, 14:22
5. Bedingungsloses Grundeinkommen

dann können Arbeitnehmer ihre Verträge frei verhandeln ohne Angst um ihre Existenz.

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kika2012 05.08.2014, 14:27
6. @Checkker

Nein, man sollte sich das nicht gefallen lassen. Wenn man einen guten Chef hat, umso besser! Wenn nicht, sollte man sich einen anderen Job suchen!

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sternfalke77 05.08.2014, 14:47
7. Und das macht " Spaß " ?

Zitat von abby_thur
Das kenne ich noch vom "Restaurant zum goldenen M" . War Teilzeit eingestellt (30h/ Woche) habe aber fast nur 40- 50 h/Woche gearbeitet. [....] Im Arbeitsvertrag war, wie bei den meisten anderen Teilzeitkräften in anderen Branchen etwas von "durchschnittlicher Jahresarbeitszeit" geschrieben. Wenn nichts los war ist man einfach nach hause geschickt worden.
Ich zitiere Sie:
Zitat von abby_thur
Warum können Sie sich nicht vorstellen, das ein Job im Einzelhandel auch Spaß machen kann?

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abby_thur 05.08.2014, 15:44
8. .

Ist Mc Donald's denn Einzelhandel?
Das wäre mir neu. ich dachte immer das wäre Gastronomie. Aber jetzt können Sie sich bestimmt besser vorstellen, warum der Einzelhandel soviel mehr Spass macht.

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Seraphan 05.08.2014, 16:36
9.

Zitat von sysop
Wer Teilzeit arbeitet, verdient zwar weniger, ist dafür aber flexibler. Das hat auch mancher Chef erkannt - und setzt seine Teilzeitkräfte spontan auf Abruf ein. Doch die müssen sich nicht alles gefallen lassen.
Das ist ja alles schön und gut. Der Arbeitgeber sitzt am längeren Hebel. So lange Arbeitgeber sich nicht auf Ihre soziale Verantwortung und auf einen respektvollen Umgang mit ihren Arbeitskräften rückbesinnen, wird es auch keine Änderung geben. Für kurzfristig abrufbare Mitarbeiter sollte ein Bonus gezahlt werden, wie auch für Leiharbeiter.

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