Forum: Karriere
Arbeitswahn: "Bleibst du auf der Strecke, liegt es nur an dir!"
Corbis

Mails um Mitternacht, Berge von Überstunden: Für immer mehr Menschen hört die Arbeit nie auf, hat Karrierecoach beobachtet. Der Frühkapitalismus kehrt zurück, und die Globalisierung ist die perfekte Ausrede.

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wschira 11.10.2013, 14:38
150. Späte Erkenntnis

Ich wundere mich, dass diese Erkenntnis, die eigentlich schon seit Jahren relevant ist, erst jetzt bei SPON ankommt.

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margarete52 11.10.2013, 15:44
151. Bleibst du auf der Strecke, liegt es an Dir

Viele (nicht alle) Gehaelter und Loehne in Deutschland sind gut bzw. hoch. Wo gibt es sonst auf der Welt Handwerker die BMW fahren. Fakt ist jedoch, dass auch ein vergleichsweise moderater Lohn ein guter Lohn sein koennte, wenn der Staat endlich die Steuern und Sozialabgaben auf breiter Basis senken wuerde statt sie staendig weiter zu erhoehen.Der Staat sollte sich auf die wichtigsten Aufgaben (Bildung, Infrastruktur, Sicherheit und soziale Basisabsicherung) beschraenken und den Menschen ihren wohlverdienten Lohn lassen, statt bis zu 50% zu vereinnahmen, was andere erarbeiten muessen.

Wo kommen Sie denn her?
Sie fordern hier allen Ernstes eine Gehalts-/Lohnkürzung für die Arbeitnehmer ein? Die Arbeitnehmer haben seit der Jahrtausendwende genug Lohn-/Gehaltseinbusen hingenommen, während die Gewinne und die Spitzengehälter unserer Manager explodierten. Die Sozialabgaben sind ein Bestandteil der Löhne und Gehälter und zur sozialen Absicherung der Menschen gedacht, wenn diese ihren Lebensunterhalt nicht mehr selbst erarbeiten können.
Wenn ein Handwerker einen BMW fährt, dann hat er sich diesen erarbeitet, oder er hat geerbt oder ähnliches. Es sei ihm jedenfalls gegönnt. Wenn aber ein Finanzjongleur (Bankster), der nichts anderes tut, als unser aller Geld zu verzocken, monatlich Millionen nach Hause trägt, dann ist das sittenwidrig.
Wenn der Staat keine Einnahmen mehr hat, weil er den Reichen und Schönen ständig Steuererleichterungen gewährt und nichts gegen die in diesen Kreisen weit verbreitete Steurhinterziehung tut, dann fehlen natürlich die Mittel um unsere Infrastruktur zu erhalten. Denn von den Niedriglöhnern und Teilzeitbeschäftigten ist nichts zu holen.
Wenn Du selber nicht bereit bist für den Unterhalt unserer Gesellschaft einzustehen, warum sollten es dann die anderen tun?
Du solltest Dein Weltbild mal überdenken!

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margarete52 11.10.2013, 15:57
152. Einfach mal das Leben etwas entschleunigen

schön, wenn Sie sich das erlauben können.
Wer weniger arbeitet, der verdient auch weniger. Ich kann mir das nicht erlauben.

Und wer weniger verdient, der bekommt noch weniger Rente. Sie empfehlen also, sich für eine Armutsrente zu entscheiden!

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margarete52 11.10.2013, 16:05
153. Ich verdiene circa 700 Euro netto monatlich

Ich verdiene circa 700 Euro netto monatlich und bekomme noch 270 Euro vom Arbeitsamt hinzu, macht also insgesamt 970 Euro.

Es sei Ihnen gegönnt, aber denken Sie daran:
Die 270 € vom Arbeitsamt müssen andere für Sie erwirtschaften!

Ihr Modell ist also auch nicht die Lösung!

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trebbien 11.10.2013, 22:15
154. Die Sklaverei?

Zitat von Atheist_Crusader
Eher: Die Sklaverei kehrt zurück.
Sie hat nie aufgehört! Allen Revolutionen und Umstürzen zum Trotz. Das waren im Verlauf der Geschichte nur kurze Verschnaufpausen - man durfte mal aufatmen. Dann etablierte sich wieder die alte Struktur. Doch anders, als das Hollywood-Klischee uns glauben machen will, war der Rechtsstatus des Sklaven nicht allzu grausam - von Auswüchsen abgesehen. Größtenteils präsentierte er sich so, wir wir unser Dasein heute auch empfinden. Der einzige Unterschied zu den verfassten Sklavengesellschaften der Vergangenheit: Damals gab es auch Herren. Heute gibt es nur noch Sklaven.

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margarete52 11.10.2013, 23:14
155.

der Herr Wehrle hat einen sehr guten Artikel geschrieben, dem die meisten Menschen, die in unserem Land noch Arbeit haben, zustimmen können.
Nur bei der Lösung des Problems liegt er komplett daneben, denn er schiebt die Verantwortung an der Misere den Arbeitnehmern in die Schuhe. Diese können an den Verhältnissen aber gar nichts ändern. Sie können den Anregungen des Herrn Wehrle folgen und versuchen sich aus dem Hamsterrad auszuklinken. Falls dem einen oder anderen das gelingen sollte, was sehr unwahrscheinlich ist, dann funktioniert das nur auf Kosten der eigenen Kollegen und Kolleginnen. Denn diesen wird die Arbeit zusätzlich aufgebürdet, die dann liegen bleibt.
Herr Wehrle zeigt also keine Lösung des Problems auf, sondern er verschärft dieses noch, indem er die Konkurenz unter den KollegenInnen verstärkt. Was im Endeffekt nur noch mehr Druck auf den Einzelnen erzeugt. Wodurch unsere Gesellschaft immer mehr auseinander getrieben und geschädigt wird, weil dadurch der Zusammenhalt der Menschen zerüttet wird. Einem Herrn Wehrle ist das anscheinend egal, oder es ist sogar erwünscht. Denn Herrr Wehrle verbreitet auf diese Art die neoliberale Ideologie unter demm Deckmäntechen, den Menschen helfen zu wollen.
Wenn er das tatsächlich wollen würde, warum sagt er nicht, wer die wahren Übeltäter sind? Warum sagt Herr Wehrle nicht, wie diese Zustände wirklich bekämpft werden können? Warum sagt Herr Wehrle nicht, wie diese Misere innerhalb kürzester Zeit entstehen konnte? Denn sie fiel nicht vom Himmel und sie kam auch nicht überraschend aus der Hölle empor gekrochen. Nein, unsere "Volksvertreter" haben Gesetze und Vorschriften zum Nachteil der Mehrheit der Menschen verändert. Die jetzigen Zustände sind das erwünschte Ergebnis. Und weil es uns in unserem Land so gut geht, haben wir auch unsere allseits überaus beliebte Kanzlerin wiedergewählt :-)

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urban4fun 12.10.2013, 21:42
156.

Zitat von curiosus_
. Macht 189/365 = 51,8% Das liegt wohl näher bei 60% als bei 30% bis 40%. Wer kann hier nicht rechnen?
51,8-47 =

60-51,8 =

Und nun rechnen Sie mal schön...

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donatellab 13.10.2013, 17:02
157. Vom Mitarbeiter zum Gegenarbeiter

Margarete52.
Der Autor ist lediglich realistisch. Teile und herrsche. So läuft es heute in den Firmen. Sich mit Kollegen zu solidarisieren, hört sich ja gut an, ist aber das Dümmste, was man machen kann.

Wer sich gegen die permanent zunehmenen Übergriffe des Arbeitgebers wehrt und z. B. keine Überstunden mehr macht, wird als "Kollegenschwein" diffamiert. Was solls, dafür hat erst ein Leben.

Mein Chef ist perfekt darin, seine Mitarbeiter gegeneinander auszuspielen. Letztlich hat seine kranke Art dazu geführt, dass viele am Arbeitsplatz nur noch das Nötigste leisten.

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Respektspezialistin 15.10.2013, 11:02
158. Shareholder Value - Mammon motiviert mächtige Menschen

Es geht ums Geld. Nur ums Geld. Menschen steht im Dienste des Geldes und opfern dem Gott Mammon Zeit, Familie und (zu) oft auch das eigene Leben. Denn Geld regiert die Welt und der Mensch hat ein natürliches Macht- und Mittelpunktstreben. Und weil in unserer Zeit das "Haben" so viel mehr zählt, als das "Sein", rennen die meisten von uns eben genau diesem Dämon hinterher - anstatt uns für einen anderen Weg zu entscheiden: Freiwilligen Verzicht auf das ständige "Mehr".

Was habe ich von einem Auto, für welches ich mir den Buckel krumm arbeite? Wie viel Erholung bringen kreditfinanzierte Urlaubstage - für die ich im Nachgang noch viel mehr arbeiten muss? Warum kaufe ich etwas, um andere zu beeindrucken?

Alles das habe ich nicht nötig, wenn ich mich dafür entscheide, meinem Leben mehr Lebensqualität zu geben. Durch mehr Zeit für Menschen, Beziehungen und die Dinge, die meinem Leben einen Sinn geben. Ich muss in dieser Tretmühle nur soweit mitmachen, als es für meinen Lebensanspruch reicht - und das ist, wenn wir ehrlich sind, meist weit weniger, als wir immer wieder anstreben. Denn wir lassen uns brav zum Sklaven des Geldes machen. Indem wir auf Firmen hereinfallen, die uns einreden, dass wir nur dann coole Leute sind, wenn wir spätestens alle zwei Jahre ein neues Smartphone kaufen, alle vier Jahre ein neues Auto. Ohne die Klamotten hipper Anbieter sind wir eh gesellschaftlich "unten durch".

Doch ist das wirklich so? Nein. Denn es gibt auch eine bewusste Gesellschaft, die sich stetig vergrößert. Menschen, die dieses "Spiel" einiger Global Player zunehmend verweigern. Sie nehmen diesen Unternehmen mehr und mehr die Macht über ihr Leben. Indem sie konsumieren, was sie wirklich brauchen - statt sich ständig einreden zu lassen, was sie alles haben müssen, um gesellschaftlich geachtet zu sein.

Es sind Menschen, die in sich ruhen und die es daher schaffen, Grenzen zu setzen. Da wächst gerade eine junge Generation heran, die den Arbeitgebern ganz neue Aufgaben stellen wird: Geld ist Mittel zum Zweck - aber oft eben kein Motivationsfaktor mehr. "Sein" und "Lebenszufriedenheit" zählen mehr, als Kontostand und Zweitwagen. Lebensqualität und das Aufwachsen der eigenen Kinder zu begleiten sind wichtiger, als Karriere. Der Mensch rückt wieder in den Mittelpunkt und eine vollkommen andere Unternehmerschaft wird sich entwickeln (müssen). Einige haben das heute erfreulicherweise schon begriffen....und es werden täglich mehr. Je schneller das passiert, umso besser für die Menschen...

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mercadante 16.10.2013, 16:23
159. Die Welt ist eine Pyramide

Wir leben in einer Pyramide , leider weißt jeder nicht in welche Etage er sich befindet , aber jeder weiß die Luft da Oben ist irgendwie reicher an " Sauerstoff" und das kann man förmlich riechen , einmal gerochen kann man auf den Geruch nicht mehr verzichten , man wird regelrecht süchtig In einer Pyramide die Spitze wird von Stufe zu Stufe enger , dadurch der Kampf immer Brutaler , aussteigen will keiner und nach unten schauen will auch keiner ,wer glaubt die Position halten zu können hat sich geschnitten , gnadenlos wird er oder sie überrollt , und am ende landet ohne nichts tun dort wo nicht grade sein wollte . Wenn der Kampf in den letzten Etagen zu doll wird ,dann kriegt die Pyramide Schnupfen und muss niesen , da entsteht eine Explosion , die sämtliche Kletterer zum Stürzen bringen , die Stürzenden landen wieder unter den Sterblichen und dort ist sowieso wenig Platz , daher bleibt entweder wieder den Weg nach oben oder sein Platz erkämpfen .

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