Forum: Karriere
Arbeitswahn: "Bleibst du auf der Strecke, liegt es nur an dir!"
Corbis

Mails um Mitternacht, Berge von Überstunden: Für immer mehr Menschen hört die Arbeit nie auf, hat Karrierecoach beobachtet. Der Frühkapitalismus kehrt zurück, und die Globalisierung ist die perfekte Ausrede.

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blaustift 10.10.2013, 11:44
10. Frueh- Spaet- ... Immer Kapitalismus

Der Kapitalismus wird nicht mehr gezaehmt. Die Zeiten (70er) sind schon lange vorbei. Er schafft eine Elite ... aber auch die ist nicht sicher. Da Kapitalismus auf Pump (Staatsverschuldung) bald am Ende ist ... sollten wir langsam wieder ueber ein neues System nachdenken ...
aber vorerst muss ich meine emails checken ...

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Alfkolitaries 10.10.2013, 11:46
11. Weniger Arbeit ist mehr

Man sollte sein Leben nicht mit Arbeit und Konsum zumüllen. Die wirklichenen Wichtigen dinge im Leben kann man nicht mit Geld Kaufen.

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depiedn 10.10.2013, 11:52
12.

haben wir nicht freie Berufswahl in diesem Land? Freitag ab eins macht jeder seins......so ist das jedenfals bei mir. Meine letzten Überstunden habe ich vor 4Jahren gemacht....einfach mal den Job wechseln und im Bewerbungsgespäch mal den Mund aufmachen. Sowas wird im Studium natürlich nicht gelehrt.

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timepiece123 10.10.2013, 11:53
13. So ist es !

Das ist der beste Beitrag, den ich in Spiegel-Online je gelesen habe. Jeden Satz kann ich aus eigener Erfahrung in einer Großbank unterschreiben.
Jeder hat mittlerweile ein Arbeitspensum, dass früher von zwei oder drei Kollegen erledigt wurde. Die Burn-Out-Quote liegt in unserem Bereich bei 30 %, alles lang gediente belastbare Kollegen, keine Faulenzer (dieser Hinweis gilt den Lesern, die die Krankheit Burn-Out als Erschöpfungsdepression schlichtweg, warum auch immer, leugnen). Mit den Gehältern liegen wir gemessen an der Inflation auch exorbitant im Minus. Das Management ist an Unfähigkeit kaum zu überbieten, lässt sich vom Aufsichtsrat immerhin noch hohe Gehälter absegnen.
Die Arbeitswelt ist krank und in weiten Teilen eine einzige Psychiatrie.

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futtermeister 10.10.2013, 11:59
14. Gewerkschaften???!!!

Früher war ich strikt gegen Gewerkschaften, weil ich in meiner Berufspraxis oft erleben musste, das dort immer nur die faulsten Produktionsbremsen agierten. Aber angesichts der beschiebenen Verhältnisse, die ich auch in meiner Firma wiederfinde, muss ich und müssen auch andere da wohl umdenken. Wir brauchen wieder eine starke Arbeitnehmervertretung. Und da sind wir nunmal alle gefragt.

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weizenspreu 10.10.2013, 12:01
15.

Zitat von Alfkolitaries
Man sollte sein Leben nicht mit Arbeit und Konsum zumüllen. Die wirklichenen Wichtigen dinge im Leben kann man nicht mit Geld Kaufen.
Richtig. Einfach mal das Leben etwas entschleunigen. Die Stunden reduzieren oder sich eine Halbtagsstelle suchen. Zwar muss man dann auf die ein oder andere Annehmlichkeit verzichten, aber die gewonnene Zeit wiegt dies mehr als nur auf.

Allerdings muss man auch dazu sagen, dass sich dies sicherlich nicht jeder finanziell erlauben kann. Leider werden es ja immer mehr, welche sich trotz Vollzeitstelle gerade so über Wasser halten können.

Aber wenn man mal darüber nachdenkt, so lässt sich auf vieles verzichten. Ich muss nicht jedes Jahr in den Urlaub fahren. Ich benötige auch nicht unbedingt einen 55Zoll-LCD oder einen Wagen mit 200PS.

Die Gesundheit dankt es einem. Seither hat sich mein Blutdruck wieder verbessert. Zucker- und Cortisolwerte sind ebenfalls wieder besser geworden. Jeden Tag von 8 - 18Uhr? Und am besten am Abend noch Home-Office bis 21Uhr. Am Wochenende hat man natürlich auch erreichbar zu sein, sonst gibts spätestens Montag früh so richtig Ärger? Nein! Nicht mehr mit mir.

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mbraun09 10.10.2013, 12:03
16. Globalisierung

Globalisierung ist das Beste, was Chefs passieren konnte, u Tarife, Gewerkschaften und Umweltschutz zu umgehen. Globalisierung "Wir müssen uns da ja an den Mitbewerbern orientieren" entschuldigt da einfach alles.

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henryboehm 10.10.2013, 12:09
17. alternativ leben

ich habe in den achtigern der leistungsgesellschaft ade gesagt und bin landkommunarde geworden. alle meine kinder sind akademiker, hochbezahlte elite und wieder ins hamsterrad eingestigen. tendenzil links aber eher "gruene bourgeoisie". ich als "altenativer" mit durchaus "alternativem erfolg" bin kein rollenmodell. der verzicht auf ausbeutung ist altbacken. wir hofften schon damals auf den "zusammenbruch des systems". stattdessen haben wir heute das internet, smartphones und die globalisierung. es gibt zu wenige aussteiger die bereit sind an glaubwuerdigen alternativen zu arbeiten (sarah wagenknecht ist ja auch nur eine besserverdienende). auch wenn ich ich stolz auf meinen konsequenten ausstieg bin bedeutet das aber auch das ich "draussen bin". und wenn ich die aussenwirkung eines alternativen lebens betrachte. wie gesagt fuer die kinder ist man der "kauzige altkommunarde". man bringt freunde mit wie ins museum und zieht dann wieder in die grosse weite welt! konsum und kapitalismus ist nunmal verdammt attraktiv.

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makozero 10.10.2013, 12:14
18. Der Blick muss sich verschieben.

Die Bosse sollten als das angesehen was sie sind. Melkkühe die mir mein Privatleben finanzieren. Ich arbeite um zu leben. Basta.

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KarlFaktor48 10.10.2013, 12:15
19.

Immer dieses polemische Gejammer und Gemecker, meine Großeltern haben noch täglich 12 Std von Montag bis Samstag in der Fabrik gestanden, bei Dreck, Lärm und schwerer körperlicher Arbeit. Da ist so ein paar Emails nach Feierabend beantworten die reinste Kur dagegen. Man kann sich ja selbstständig machen und dann arbeitnehmerkuschliger Chef werden.

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