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Arbeitswelt: Rette sich, wer kann: Mitarbeitergespräch!
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Worauf können sich Mitarbeiter und Chefs sofort einigen? Richtig - beide hassen Mitarbeitergespräche. Karriereberater Martin Wehrle hat die schlimmsten Begegnungen gesammelt.

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!!!Fovea!!! 17.09.2018, 08:00
1. Mitarbeitergespräche sind wie Supervisionen....

völliger Quatsch....

Dieser Blödsinn von Zielvereinbarungen u.a.

Es soll nur dazu dienen, dass beide (Chef und Untergebener) sich in einem Rahmen gegenseitig sagen können, was sie voneinander halten, was allerdings keiner tut. Sinnlose Zeitverschwendung, aber Hauptsache man mal "darüber geredet"......

Kein Chef wird sich herablassen und seine wirkliche Meinung gegenüber seines Mitarbeiters sagen, dafür gibt es zu viele Diskriminierungs-, Gender-, Gleichstellungs-, Betriebs/Personalrat u.v.a.m. Einrichtungen.

Der Mitarbeiter wird nie die Wahrheit sagen, da er Angst hat seinen Job zu verlieren.

Daher sind diese Mitarbeiterjahresgespräche ein Witz!

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besonnener 17.09.2018, 08:42
2. Abschaffen

Diese Form der Mitarbeitergespräche sind nur dazu da, das Geschwür der Selbsttäuschung in grossen Unternehmen weiter zu nähren.
Ich habe meine Mitarbeitergespräche gerade selbst auf Druck von oben führen müssen, obwohl wir uns im Team (8 Personen) mindestens alle 2 Wochen sehen und wir uns offen untereinander Feedback geben.
Die Mitarbeiter witzeln jedes Jahr und haben Mitleid mit mir, wenn die „Zeugnisse“ anstehen.

Wir machen es uns so angenehm wie möglich und führen das Gespräch beim Kaffee in einer Lounge. Nach 15 Min ist der Bogen ausgefüllt und wir sprechen 2 Stunden über wirklich wichtige Themen aus dem letzten Jahr und was auf uns zukommen könnte.
Das machen wir aber auch ohne Termin mindestens noch zweimal pro Jahr.
Sieht und merkt nur keiner und kann man nicht in Schulnoten packen.
Aber deshalb ist es auch so suspekt für die Konzernmaschine, weil es Kontrollverlust bedeutet....

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unpolit 17.09.2018, 08:42
3. Wie wollen denn Mitarbeiter geführt werden?

Bevor jetzt wieder das übliche Bashing einsetzt: nur weil ein Werkzeug schlecht genutzt wird ist es nicht automatisch schlecht.
Die Hauptkritik richtet sich doch an die "Einmaligkeit" im Jahr. Aber es gibt heute Möglichkeiten, Feedback situationsbezogen und nach Bedarf einfordern und abgeben zu können. So dass es aktuell ist und nicht nur die Selbstdarsteller gehört werden.

Und wenn neue Ziele vorgegeben werden stelle ich immer die Frage: Was hat sich an den Rahmenbedingungen geändert, dass dieses Ziel realistisch ist? Welchen Beitrag leistet das Unternehmen, welcher wird von mir erwartet? Und: Wie teilen wir den wirtschaftlichen Erfolg auf?
Führungskräfte und Mitarbeiter sollten System einfordern, die permanentes Feedback ermöglichen. Nur das bringt weiter.

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trolland_dump 17.09.2018, 08:46
4. Fovea

So ist es,Sie haben völlig Recht.Unnütze Zeitverschwendung.Mein Vorgesetzter zieht es imho auch nur deshalb durch um seinerseits Schleimpunkte von oben einzufahren und um im Gespräch seinen ( nicht vorhandenen sozialen ) Duktus auszuleben.

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glissando 17.09.2018, 08:49
5. Kultur und Fuhrunhskraft sind entscheidend

Tja, so unterschiedlich können die Erfahrungen sein. Ich habe sehr häufig positive Erfahrungen gemacht: Mit Führungskräften, die sich Zeit und mich ernst nahmen. Die realistisches Feedback und vernünftige Ziele nannten. Ich kenne aber auch Desinteresse und Zieldiktate. Dann sind solche Gespräche natürlich sinnlos. Es hangt an der Kultur im Unternehmen und vor allem an der Führungskraft.

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peter-11 17.09.2018, 09:34
6. leider nur Negatives

... aber das ist ja leider in den Medien sehr verbreitet. Wahrscheinlich in Mitarbeitergesprächen "angeordnet". :-) Für erfahrene Chefs liegt das Wohlbefinden der Mitarbeiter im eigenen Interesse. Es ist keine neue Erkenntnis, dass Mitarbeiter die sich wohlfühlen, bessere Leistungen erbringen und eine positive Stimmung ins Team bringen. Der Führungskraft sollte bewusst sein, dass er oder sie Teil des Teams sind. Daher sind regelmäßige Gespräche mit der entsprechenden Zeit wichtig. Dieser Zeitaufwand wird locker aufgefangen, weil sich aufreibende Problem- und Stresssituationen erheblich reduzieren. Das bedeutet aber auch, dass sich solche Gespräche nicht auf Ziele reduzieren, sondern sich eine ernst gemeinte und trotzdem lockere Unterhaltung entwickelt. So dürfte jedes Mitarbeitergespräch individuell anders verlaufen und auch eine gegenseitige, durchaus erfolgreiche Wertschätzung, zur Folge haben.

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joppop 17.09.2018, 09:56
7. Keinen

Die meisten chefs haben keinen blassen schimmer wie man solchegesprache angeht.

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3daniel 17.09.2018, 09:57
8. Ich habe viele Jahre kleinere Teams geführt

Bis ca. 10 Leute. Das Schlimmste auch diese kleine Truppe sollte zwingend der Gauß Kurve folgen, Unterperformer, Normale und Spitzenperformer sollten so verteilt sein. Blöd nur wenn man ein Team aus hochmotivierten Talenten hat die alle aber wirklich ALLE an einem Strang ziehen und den Karren voranbringen. Ich schlage mittlerweile drei Kreuze jeden Morgen, dass ich jetzt mein eigener Herr bin und keine MA mehr "führen" muss. Im mittleren Management ist das einfach eine Katastrophe, man wird aufgerieben zwischen "oben" und "unten".

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chrisms78 17.09.2018, 10:04
9. Als Arbeitgeber...

Ich bin noch nicht allzu lange Arbeitgeber und mußte mich in die Thematik Mitarbeiterführung erstmal reinarbeiten. Für das MA Gespräch zählt: Fragt man 3 Experten, bekommt man 5 Meinugen. Ich rede zwar kontinuierlich mit meinen MA (positives wie negatives), aber das MA Gespräch hilft mir dennoch mal zu schauen was gut ist und was schlecht ist. Auch gibt es da dann einen Termin für Gehaltsgespräche und hat dieses Thema nicht ständig im Alltagsgeschäft vor den Füßen. Die Fragebögen füllen vorher beide aus und man hat eine sachliche Grundlage um zu erläutern was man erwartet oder warum man hier oder dort noch Bedarf sieht. Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass einige Kollegen auch einfach eine gewisse Führung benötigen. Ständig HomeOffice oder zuviel Selbstständigkeit zu verlangen funktioniert da leider nicht immer.
Fazit: Das Jahresgespräch sollte nicht das einzige Mal sein wo Vorgesetzter und Mitarbeiter miteinander reden, aber für nicht alltägliche Themen oder als Review werde ich es weiterhin führen.

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