Forum: Karriere
Arbeitswelt: Rette sich, wer kann: Mitarbeitergespräch!
Getty Images

Worauf können sich Mitarbeiter und Chefs sofort einigen? Richtig - beide hassen Mitarbeitergespräche. Karriereberater Martin Wehrle hat die schlimmsten Begegnungen gesammelt.

Seite 5 von 5
jo125 17.09.2018, 16:23
40. Nee, das wüsste ich

Zitat von kat0101
Wer weiß, vielleicht bin ich bei euch unterwegs :) Und an deinem Post sehe ich, dass du erst einmal die Pflichtlektüre lesen solltest, um angemessen diskutieren zu können. "Reinventing organizations" Ist jedoch nichts für Menschen, die Chef sein wollen und in oldschool-Manier davon sprechen, dass ja jemand dafür sorgen muss, dass es läuft und die Gehälter gezahlt werden müssen und - ganz schlecht - etwas von Selbstfindungsgedöhns schwadroniert etc., also eigentlich nix für Dich, Jo-i.
Pflichtlektüre? Wer bestimmt denn das? Und was das Schwadronieren angeht: Basiert bei mir auf einem fundierten BWL Studium mit nachfolgend jahrzehntelanger Führungserfahrung, mein jetziges (eigenes) Unternehmen führe ich seit 2005 erfolgreich, mit einer sehr geringen Fluktuationsrate. Was ist bitteschön oldschool-Manier am pünktlichen Zahlen von Gehältern? Und meine Mitarbeiter erwarten von mir, dass ich den Laden auf Erfolgskurs halte. "Reinventing organizations" - was meinen Sie, wieviel "Lektüre" dieser Art mir im Berufsleben schon begegnet ist, meist ganz tolle Ideen aus USA, die bald wieder weg waren (da kam dann schon der nächste "Berater" mit einer neuen Idee...). Tut mir leid, wir leben hier in der realen (IT-) Welt und müssen unseren Job vernünftig in time und Budget abliefern. Da ist wenig Zeit und Raum für Experimente soziologischer Natur. Und Lust haben wir dazu auch nicht wirklich.

Beitrag melden
odenkirchener 17.09.2018, 20:22
41. Mitarbeitergespräch

War in den letzten 42 Jahren noch nie ein Thema. Ich denke, da hat mein Chef Muffen vor. Dabei darf sich auch der Chef Unterstützung vom Betriebsrat holen. . .

Beitrag melden
blödbacke 18.09.2018, 08:25
42.

Zitat von jo125
Wenn es einen Unternehmenszweck gibt, gibt es auch Aufgaben. Diese müssen benannt und zugeteilt werden. Wir sind ja nicht in einer Selbstfindungsgruppe, sondern müssen Geld erwirtschaften, um unsere Gehälter zu zahlen. (...) In einem erwerbswirtschaftlichen Unternehmen mit Mitarbeitern, die eine gewisse Struktur zu Recht erwarten, muss es Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten geben. Das muss jemand steuern - nämlich der Chef. Wer sonst?
Bei uns machen das die Prozess- und Qualitätsmanager in enger Kooperation mit allen Mitarbeitern. Der Chef ist da auch nur ein Mitarbeiter, überhaupt nicht beratungsresistent und froh, mit vielen Dingen nicht behelligt zu werden. Ganz, wie es die Normen 9001 bzw. 13485) vorschlagen. Läuft super.

Beitrag melden
kat0101 20.09.2018, 00:07
43. Jo 125. noch ein letztes Mal

Pfilchtlektüre, wenn man etwas zu führungslosen UN sagen will und nicht über das oldschool-Zeug über Gehälter, Sicherheit und die Mitarbeiter sind dankbar und ich weiß wo´s langgeht. Hierarchie ist out. Und wenn ich mir deine MA ansehen würde, wär klar, dass sie eben nicht selbstverantwortlich sind, weil sie es nicht sein können. Das verbietet die Hierarchie.
Reinventing o. ist nicht ein Buch mit irgendeinem bescheuerten amerikanisierten Beratungsansatz. Sondern eine Analyse von bereits existierenden UN, die führungslos arbeiten. Und dass schon seit - zum Teil - Jahrzehnten.
Aber wie gesagt, das ist die nächste Entwicklungsstufe. Bis dahin füllen Chefs den Mitarbeitern die Gehaltszettel aus und die Mitarbeiter sind dankbar. Weil es ja nun mal so ist ...

Beitrag melden
saskia.sanchez 21.09.2018, 17:04
44. Wie wahr, wie wahr

Man sollte glauben, dass in Zeiten von Führungskraftseminaren die o.g. Taktiken obsolet werden. Aber nicht doch! Es ist halt bequemer sich Themen wie Mitarbeitermotivation und wertschätzende Kommunikation in Seminaren nur anzuhören, anstatt sie umzusetzen. Warum auch? Die Ebene drüber macht es ja nicht besser, also hat man keine Kritiker über sich - aber auch keine Vorbilder.

Beitrag melden
unaufgeregter 23.09.2018, 13:10
45. Leistungsniveau

Mitarbeitergespräche sind überflüssig. Ich leiste das, was ich leisten kann. Wenn mein Vorgesetzter meint, dass das zu wenig ist, kläre ich ihn darüber auf, dass es immer einen Ersten und einen Letzten im Team gibt. Außerdem habe ich einen Arbeitsvertrag und keinen Werkvertrag.

Beitrag melden
ManuelaLanger 24.10.2018, 14:07
46. Nicht alle sind schlecht, aber viele überflüssig

Ich hatte auf meiner letzten Stelle in den letzten Jahren dort Mitarbeitergespräche. Das erste noch mit dem alten Vorgesetzten, der mir (Frau) als Mann sofort unterstellte, daß mein Selbstbewußtsein nur aufgesetzt sei. Diese Erfahrung habe ich mit mehreren Männern als Vorgesetzte gemacht - und nur mit Männern.
In den beiden folgenden Jahren gab es ebenfalls Mitarbeitergespräche, erst mit der neuen Bereichsleiterin, das letzte mit meiner Teamleiterin. Bei beiden waren Bögen zur Selbstbeurteilung auszufüllen - ich bin sehr selbstkritisch, meine eigene Beurteilung fiel etwas schlechter aus als die durch die Vorgesetzten. Das schönste an allen Gesprächen waren die Worte, mit denen meine Teamleiterin eröffnete: "Endlich mal ein Gespräch, auf daß ich mich freuen kann!"
Ein gutes Mitarbeitergespräch hat ehrliches Feedback vom Vorgesetzten - was ist gut, was ist zu verbessern, konstruktive Kritik (wie kann der Mitarbeiter sich verbessern), Ehrlichkeit auch beim Mitarbeiter (wo bin ich stark, wo habe ich Schwächen, wie kann ich meine Schwachstellen verbessern und was brauche ich dafür).
Zuviele Vorgesetzte sparen mit Lob, setzen unerreichbare Ziele, und zuviele Mitarbeiter gehen in eine Verteidigungshaltung. Wenn man nicht auf Augenhöhe miteinander redet, der Vorgesetzte nur seine Vorstellungen abspult und der Mitarbeiter keine Kritik annehmen kann, ist das Gespräch sinnlos.

Beitrag melden
Seite 5 von 5
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!