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Arbeitszeit: Wirtschaftsboss warnt vor zu viel Arbeit
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Wer 80 Stunden pro Woche arbeitet, imponiere ihm nicht, sagt Thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger. Der Topmanager rät bei der Arbeitszeit zum "Haushalten" - aus eigener, leidvoller Erfahrung.

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roborob 10.02.2017, 16:07
1. Ehrlichkeit

Wenn der Herr DAX Vorstand ganz ehrlich zu sich und den Zuhörern gewesen wäre, dann hätte er aber erwähnen müssen, dass er ohne seinen früheren Arbeitseifer nicht in seiner jetzigen Position wäre.

Gewisse Arbeitsstunden werden - ob sinnvoll oder nicht - in Führungspositionen gefordert.

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Referendumm 10.02.2017, 16:23
2.

Ich hatte mal einen Chef gehabt, der in seiner rund 40 Stundenwoche (sehr viel mehr hat er nicht gearbeitet) mehr geleistet hat und bessere Entscheidungen traf als andere leitende Angestellte in diesem Unternehmen, die quasi rund um die Uhr anwesend waren.

Auch hier gilt: Qualität geht eben vor Quantität. Leider lassen sich wiederum viel zu viele Chefs allein von einer reinen Anwesenheit ihrer Mitarbeiter blenden. Das, was bei den in einer 60 oder gar 80 Stundenwoche herum kommt, spielt kaum ne Rolle.

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nuramnoergeln 10.02.2017, 17:23
3. Wenn das seine Manager wüßten

Die Einsicht vom höchsten Boß hat sich aber bis jetzt noch nicht in seinem Konzern rumgesprochen. Siehe die letzte Mitarbeiterbefragung, wo es immer noch einen hohen Prozentsatz gibt, die auch Krank zur Arbeit kommen.

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mimija 10.02.2017, 17:31
4. Grundsätzlich

ist es richtig was er zum Thema Belastung sagt. Allerdings sind es doch gerade die Führungsriegen, die die oft übermäßigen Ziele festlegen, und dadurch dies Mitarbeiter zwingen, sich völlig zu verausgaben! Insofern ist die Aufgabe der Führungskräfte ihre Mitarbeiter vor einer Überlastung zu schützen!

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Newspeak 10.02.2017, 17:34
5. ...

Leistung ist Arbeit pro Zeit. In Deutschland wird aber Arbeit bewertet, nicht Leistung. Praesenz ist wichtig, nicht das Ergebnis. Und nebenbei, einen Mitarbeiter, der jahrelang auf Urlaub verzichtet, darf es nach deutschem Arbeitsrecht eigentlich gar nicht geben, der Chef, der das erlaubt, macht sich strafbar.

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Steve.Joe 10.02.2017, 17:59
6. Realität

Es ist sicherlich richtig, dass eine 80 Stunden Woche nicht sinnvoll ist, weder für den Arbeitgeber und ganz sicher nicht für den Arbeitnehmer. Nur gilt in Deutschland das Arbeitszeitschutzgesetz und hier ist die wöchentliche wöchentliche Arbeitszeit für Arbeitnehmer auf max. 10h pro Werktag (d.h. 60h pro Woche) beschränkt; bei einen längeren Zeitraum sogar auf 48h pro Woche ... abgesehen für leitende Angestellte gemäß §5 BetrVG und das sind wenige Arbeitnehmer. Das genannte Besspiel trifft somit faktisch einen ganz kleinen Kreis von Managern ...
Aber die Aussage ist dennoch bezeichnedn; die Gesellschaft scheint sich auch etwas zu ändern; ich habe den Eindruck, dass die Flexibilisierung der Arbeitszeiten, Home-Office, Elternzeit, Sabatical u.s.w. in Betrieben zunehmend Eingang findet und auch positive gesehen wird. Aber für eine Kariere bis in eine Top-Management Position wird auch in Zukunf hoher Einsatz gefordert sein; vielleicht nicht mehr so viel Zeit aber Flexibilität. Am Ende bleibt es dann eine persönliche Entscheidung, wieviel man bereit ist in den Beruf zu investieren ...

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cm1 10.02.2017, 18:07
7. Seltsame Einstellung

Es gibt doch eine sehr einfache Regel im Management. Wenn jemand 1 Mio Euro verdienen möchte, muss er mehr leisten als 3 Mitarbeiter, die jeweils 300 TEU bekommen oder sechs MA mit 150 TEU usw. Daher muss ein Topmanager mind. 120 Std pro Woche arbeiten, sonst würde ich immer drei oder mehr Menschen einstellen.

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urmedanwalt 10.02.2017, 18:14
8. ich finde,

Herr Hiesinger sieht mit seinen 56 auch (noch) älter aus als ich mit 59.

Aber es macht durchaus Sinn, was er sagt. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Und: Wenn man fit und zufrieden ist, leistet man in einer Stunde mehr als sonst manchmal an einem Tag. Auf das Ergebnis kommt es an, und auf die Zufriedenheit mit dem, was man macht.

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rolli 10.02.2017, 18:42
9.

Der Lohn ist eine Entschädigung für entgangene Lebensqualität. Wer gerne viel verdient der muss auf viel Lebensqualität verzichten, Soviel die Theorie. Die Praxis sieht so aus, dass die meisten Geringverdiener mit 2 oder 3 Jobs wesentlich mehr leisten und wesentlich weniger Lebensqualität haben als die Bosse.

rolli

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