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Arbeitszeiterfassung: Was das EuGH-Urteil für Arbeitnehmer bedeutet
imago images/Michael Weber

In Zukunft müssen Unternehmen die Arbeitszeiten ihrer Mitarbeiter genau erfassen. Was bedeutet das für deutsche Arbeitgeber und -nehmer? Die wichtigsten Antworten.

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cedebe 14.05.2019, 19:10
1.

Für Böning liegt die Annahme nahe: "In Unternehmen, in denen die Arbeitszeit nicht erfasst wird, wird mehr gearbeitet. Arbeit wird dann manchmal mit nach Hause genommen, ohne dass das dokumentiert wird."

Das passiert aber bei Zeiterfassung genauso. Der MA kann schließlich die Erfassung der Mehrarbeit unterlassen.

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DietrichHorstmann 14.05.2019, 19:16
2. Längst überfällig

die Arbeitgeber werden die Konjunkturdelle ausnutzen , um mit der Arbeitsplatzverlustkeule möglichst eine Regelung zu verzögern - mit Ausnahmeregelungen von Fachjuristen aus der Wirtschaft ausgearbeitet. Der SPD und Heil wird mit einem Deal in anderen Bereichen die Zustimmung abgekauft werden. Business as usual.

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Postwachstumsökonom 14.05.2019, 19:17
3. Beste Entscheidung

Aus Erfahrung kann ich sagen, das in Branchen wie Einzelhandel, Hotellerie, Gastronomie und Pflege sehr viele unbezahlte Überstunden geleistet werden. In Hotels teilweise bis zu 70 Stunden Arbeitszeit in der Woche bei einer miserablen Bezahlung. Hier gibt es Betrug mit System. Dem wird jetzt endlich ein Riegel vorgeschoben und dieses Ausbeutertum beendet. Millionen Menschen werden davon profitieren!Bis die raffgierigen Arbeitgeber es internalisiert haben, wird noch etwas Zeit vergehen, aber absehbar.

Alle die anderer Meinung sind und ihre Freiheit bedroht sehen, sind Egoisten, sie nur sich sehen oder 10000 brutto im Monat bekommen und nicht so auf sie Stunden gucken. Aber das ist ein geringer Teil an AN. Ich glaube wer hier noch etwas gegen dieses wunderbare EU Gesetz zu meckern hat, hat den letzten Schuss nicht gehört und sollte mal ein längeres Gespräch mit seinem Psychologen führen.
EU Power for Everyone!!

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dr.joe.66 14.05.2019, 19:18
4. Zweischneidiges Schwert

Das Thema kann man auf zwei Arten interpretieren. Einmal so, wie hier bei Spon dargestellt. Oder aber, wie zum Beispiel bei n-tv.de, wo deutlich negativer berichtet wird.
Ich arbeite hoch-kreativ in der Forschung und Entwicklung, auf Vertrauensbasis. Werde ich jetzt kriminalisiert, wenn ich am Wochenende zu Hause im Internet surfe und mir Veröffentlichungen durchlese? Wenn ich bei Messebesuchen abends im Hotel noch meine Emails beantworte anstatt mir einen blöden Film im TV anzusehen? Wenn ich auf dem Parkplatz nach Dienstschluss noch mit zwei KollegInnen diskutiere, was im Projekt als nächstes wichtig wird?

Ja, natürlich muss ein gesundes Maß an Arbeitsstunden eingehalten werden. Und zur Vermeidung von Ausbeutung braucht es einen guten Betriebsrat und entsprechende Arbeitnehmer-Rechte, vielleicht sogar staatliche Anlauf- und Schiedsstellen. Bei sicherheitskritischen Jobs ist eine genaue Einhaltung von Pausen und Ruhezeiten selbstverständlich unabdingbar. Aber eine minuten-genaue, bürokratische Erfassung mit irgendwelchen Apps bei allen Tätigkeiten?
Liebe EU, geht es bitte noch bürokratischer? Prima Munition für alle Populisten. EU-GH: richtig gut gemacht. Frei nach Hancock: G-G-G-G-Go-GoGood-Good-J-J-J-Job. Good Job...

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dasfred 14.05.2019, 19:19
5. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt

Wurde doch vor Kurzem erst über einen Paketboten berichtet, dessen Arbeitszeit erst gezählt wurde, wenn er losfuhr. Die Beladezeit wurde nicht angerechnet. Auch Putzfirmen und ähnliche sind immer findig, wenn es darum geht, Stundenzettel auszufüllen. Solange Arbeiter vor der Wahl stehen, das mitzumachen oder entlassen zu werden, ändert sich wenig.

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AxelSchudak 14.05.2019, 19:21
6. Viel Spass mit den Lehrern...

Es wird interessant zu sehen, wie die Länder das für die Lehrer umsetzen.

Vermutlich wird es - ähnlich wie z.B. bei der DSGVo - viel Arbeit ohne erkennbaren Gewinn für das eigentliche Arbeitsziel - den Unterricht - sein.

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justus65 14.05.2019, 19:23
7. Juristen

Ich arbeite viel im Homeoffice, was soll der Unfug, wie soll da die Arbeitszeit genau ermittelt werden?
Da haben ein paar weltfremde Juristen in ihrem Wahn gottgleich zu sein mal wieder einen völligen Schwachsinn entschieden.

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eichenbohle 14.05.2019, 19:27
8. Homeoffice

Arbeitsvertrag 40h/Woche.
Ich hatte die Möglichkeit ein Jahr im (bedingen) Homeoffice gearbeitet. Ab und zu musste ich zu Meetings oder zu einer Sitzung beim OEM.
Die restliche Arbeitszeit konnte ich mir einteilen. Wichtig waren die zu pünktliche und qualitätsgerechte Ablieferung der Arbeit zu den entsprechenden Terminen. Sonst hat mich niemand gefragt von wann bis wann und wie lange ich gearbeitet habe. Manchmal war ich nach 2 Stunden fertig. Manchmal vor- und Nachbereitung der Meetings mit den gestellten Aufgaben. Dann wurde es etwas später um am nächsten Tag zu liefern. Insgesamt war eine Zeiterfassung nicht nötig, da Homeoffice auch auf Vertrauensbasis funktioniert und das Ergebnis stimmt. Vorteil: min. 20h im Monat eingesparte Fahrzeit, Spritkosten und Fahrzeugverschleiß und anderes. Freie Zeiteinteilung.
Jammern werden wohl nur die Firmen, die ihre Mitarbeiter sowieso schon wann immer es geht zu beschei.en.

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CrocodileDandy 14.05.2019, 19:30
9. So ein Unfug

Ich arbeite im Homeoffice und genieße den Luxus, mir meine Aufgaben frei einteilen zu können. Schlussendlich muss die Arbeit gemacht werden, mal geht es schneller, mal dauert es bisschen länger. Manchmal geh ich mittags länger zum Sport, manchmal hänge ich abends bisschen Zeit dran. Ab und an geh ich auch mal ne Runde um den Block, wenn mir eine technische Lösung einfallen muss, mir aber der Kopf schwirrt. Warum muss das wieder bürokratisiert werden? Die Welt lacht sich schlapp über die Dummheit in Europa

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