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Arbeitszeiterfassung: Was das EuGH-Urteil für Arbeitnehmer bedeutet
imago images/Michael Weber

In Zukunft müssen Unternehmen die Arbeitszeiten ihrer Mitarbeiter genau erfassen. Was bedeutet das für deutsche Arbeitgeber und -nehmer? Die wichtigsten Antworten.

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ddorfer_ 14.05.2019, 19:57
20. Vorteil?

Das rückständige Europa hat das nächste Bürokratiemonster erfunden. Mein Chef hat mir vor Jahren das Homeoffice ermöglicht. Arbeit kann ich mir selbst einteilen und auch mal Zeit mit meiner Tochter verbringen. Hauptsache die Arbeit wurde erledigt. Warte mal ab, ob wir demnächst alle wieder zurück an den Schreibtisch ins Büro müssen.

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Schartin Mulz 14.05.2019, 19:59
21. Ist schon peinlich,

Zitat von mina2010
was sich unsere EU-Bonzen so leisten. Bei solchen Methoden kann man zwar Anwesenheit aber keine Leistung messen. Falls Marianne Mustermann und Theo Tester mal eben im Erfassungsystem eingeloggt zwei Stunden über den letzten Urlaub plaudern haben sie verbriefte Arbeitszeit ... aber nichts geleistet. Ach nun fällt uns ein, wir müssen ja noch was fertig machen! Toll ... zwei Überstunden, die können wir ja wieder abbummeln oder uns auszahlen lassen. Ach ja ... in Brüssel sitzen ja Beamte.
wenn man den Unterschied zwischen einem Gericht und einem Parlament nicht kennt.

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hans_g 14.05.2019, 20:02
22. In der Schule

ist das mM nicht umsetzbar. Vorbereitung, Unterricht, Nachbereitung und Korrekturen - das ist das Kerngeschäft.
Daneben gibt es dann mehr oder weniger sinnvolle Teamsitzungen und Konferenzen, die Erarbeitung von Prozessbeschreibungen, Elterngespräche, Elternabende, Arbeitsgemeinschaften, (notwendige) Diskussionen mit Schülern und Kollegen, Ausarbeitung zentraler Prüfungsaufgaben, Fortbildungen, Pflege der IT-Infrastruktur, Kontrolle und Erneuerung der Lehrmittelsammlung etc etc. Die Liste ließe sich quasi endlos fortsetzen. Wochenende ohne Arbeit für die Schule? Fehlanzeige. Die Sommerferien sind die einzigen Ferien ohne Korrekturen - da ist dann endlich mal Zeit, sich in neue Themen einzuarbeiten, da die Halbwertszeit der Bildungspläne immer weiter abnimmt.
Bisherige Arbeitszeiterhebungen sind nach ihrem Abschluss bislang noch immer in der Versenkung verschwunden - zum Teil sogar auch schon Gegenstand der Beanstandung durch den Landesrechnungshof gewesen, da viel Geld ausgegeben wurde, aber keine Ergebnisse veröffentlicht wurden - warum bloß?
Vor diesem Hintergrund darf die Umsetzung dieser EU-Verordnung in der Schule mit Interesse verfolgt werden.

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senfgurke 14.05.2019, 20:04
23. Weltfremd

Dieses Urteil ist mal wieder super weltfremd. Im Creativ-/Wissenschaftsbereich läuft die Arbeit nicht streng nach Vorschrift ala 8h pro Tag
- mal arbeitet man kurz mal 14 Stunden am Stück weil man im 'Flow' ist und wenn dann in einer Woche mal 60h rauskommen?
Gezwungen hat mich dazu nie jemand. Ich möchte als Arbeitnehmer eine Option diesen Doku-Blödsinn nicht mitmachen zu müssen. Aber ich sehe die Leute schon einstechen und nach 8h ausstechen (nix flexible) - muss man dann leider nur leider vor Ort machen. Ich glaube nämlich nicht, dass die Arbeitgeber das dann alles online erlauben. Alles nur fürs Papier und den Rest arbeite ich dann doch wie es mir passt. Wem nützt dieser Quatsch - nervt nur?
Und wenn dann rauskommt, das ich freiwillig zu viel arbeite ... klar dann rechnet mir mein Arbeitgeber das alles als Überstunden ab ?
Ich will hier auch mal als Arbeitnehmer gefragt werden!!!

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vorsicht 14.05.2019, 20:05
24.

Zitat von maphry
DIese Systeme sorgen gerade in Bereichen wo Kreativität gefragt ist für mehr Stress, Burn outs und die tägliche Frage wie man das System nun umgeht. Es ist ein Katastrophe das nun das Misstrauen der Arbeitgebern gegenüber seinen Mitarbeitern gesetzlich verordnet wird. Ein schwarzer Tag für die EU, vor allem wenn man sich bewusst ist, dass die Arbeitszeit-Direktive ein Hauptargument in UK für den Brexit war, und gerade dort sehr genau schon kontrolliert wurde, wo man hierzulande gerade in den flexiblen Umgebungen das Problem nicht hatte. So zerstört man Leben und Moral und sorgt für noch mehr psychische Probleme bei den Menschen.
Keine Ahnung wie alt Sie sind, aber ich habe 40 Jahre als Projektentwickler in der IT gearbeitet und tgl wurde per Stechuhr Eingang und Ausgang festgehalten. Natürlich gab es Situationen länger als 8 Stunden zu arbeiten, zumal man neugierig und interessiert war, ob die Lösung eines Problems korrekt umgesetzt wurde. Da schaut man nicht auf die Zeit aber es fühlt sich sicher an, dass die am Tag abgerechneten Stunden korrekt beweisbar sind und das sowohl für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber. Burnout bekommt man eher davon, wenn man ungebremst Arbeit aufgehalst bekommt und nicht stopp sagen kann.

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mina2010 14.05.2019, 20:06
25. Lieber Mitbürger,

Zitat von spmc-12355639674612
ungern rund um die Uhr überwachen und schon gar nicht zwangsweise in die Pause oder den Feierabend schicken. Wenn ich Lust habe, Überstunden zu machen, will ich sie machen können, ohne gegängelt zu werden.
da haben sie etwas grundsätzlich falsch verstanden ....
wir sollen nicht selbstbestimmt leben ... wir sollen verwaltet werden.

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eichenbohle 14.05.2019, 20:07
26. Homeoffice

Arbeitsvertrag 40h/Woche.
Ich hatte die Möglichkeit ein Jahr im (bedingen) Homeoffice zu arbeiten. Ab und zu musste ich zu Meetings oder zu einer Sitzung beim OEM.
Die restliche Arbeitszeit konnte ich mir einteilen. Wichtig waren die pünktliche und qualitätsgerechte Ablieferung der Arbeit zu den entsprechenden Terminen. Sonst hat mich niemand gefragt von wann bis wann und wie lange ich gearbeitet habe. Manchmal war ich nach 2 Stunden fertig. Manchmal vor- und Nachbereitung der Meetings mit den gestellten Aufgaben. Dann wurde es etwas später um am nächsten Tag zu liefern. Insgesamt war eine Zeiterfassung nicht nötig, da Homeoffice auch auf Vertrauensbasis funktioniert und das Ergebnis stimmen muss. Vorteil: min. 20h im Monat eingesparte Fahrzeit, Spritkosten und Fahrzeugverschleiß und anderes. Freie Zeiteinteilung.
Jammern werden wohl nur die Firmen, die ihre Mitarbeiter sowieso schon wann immer es geht zu beschei.en.

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mina2010 14.05.2019, 20:08
27. Man könnte sicher ...

Zitat von markus_wienken
Warum sollte eine Zeiterfassung im HO nicht möglich sein?
die Anzahl der Tastauranschläge loggen und die Telefonate aufzeichnen ... leider sind dann die mit Tante Lisa auch dabei :-(

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keine-#-ahnung 14.05.2019, 20:08
28. Wenn ich als Arbeitgeber ...

... nach Rechtswirksamkeit der DSGVO-EU und der damit verbundenen verschwendeten Lebenszeit jetzt noch für meine Handvoll MFA anfangen muss, dank irgendwelcher EuGH-HONK's Stundenzettel zu füllen oder Zeiterfassungssysteme zu installieren kann ich nur sagen, dass mein Kreuz für eine europakritische Partei zur Wahl des Europaparlamentes eine tatsächlich gute Wahl war ... die Stimmzettel sind zwar schon abgeschickt, aber der Zeitpunkt des Urteils ist für Diejenigen, die noch "per pedes" zum Wahllokal schlurfen, eigentlich optimal gewählt.

Mannomann ... ist das noch alltagstauglich oder kann das weg?

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mina2010 14.05.2019, 20:10
29. Reden wir da von einer Trennung,

Zitat von Schartin Mulz
wenn man den Unterschied zwischen einem Gericht und einem Parlament nicht kennt.
die es eigentlich schon nicht mehr gibt?

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