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Arbeitszeiterfassung: Was das EuGH-Urteil für Arbeitnehmer bedeutet
imago images/Michael Weber

In Zukunft müssen Unternehmen die Arbeitszeiten ihrer Mitarbeiter genau erfassen. Was bedeutet das für deutsche Arbeitgeber und -nehmer? Die wichtigsten Antworten.

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mina2010 14.05.2019, 20:11
30. Übrigends ...

Zitat von Schartin Mulz
wenn man den Unterschied zwischen einem Gericht und einem Parlament nicht kennt.
Richter sind Beamte!

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flaps25 14.05.2019, 20:12
31. Ein sehr gutes Urteil...

... zum Schutz von Arbeitnehmern. Dass man auch außerhalb der offiziellen Arbeitszeit ab und zu Berufliches durchdenkt oder während der offiziellen Arbeitszeit mal nen Kaffee trinkt und Fachfremdes bequatscht - ja meine Güte. Das sind doch keine Argumente, dass echte Arbeitszeit nicht dokumentiert wird. Und das in Deutschland, wo sonst jeder Mist bis zur 27. Nachkommastelle erfasst und Bürokratisierungen wird. Aber jetzt ist es plötzlich unmöglich, mit 2 Klicks seine Arbeitszeit zu erfassen? Absolut lächerlich. Wie schon jemand schrieb, wer im Monat 10000 EUR netto bekommt, schaut nicht so genau auf die Uhr. Wer mit Mindestlohn oder knapp mehr ausgebeutet wird, bekommt jetzt die Chance, diesem Unwesen den Garaus zu machen. Manche Leute scheinen aber im denken so degeneriert, dass sie als Arbeitnehmer keine Arbeitnehmerrechte mehr einfordern...

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spontifexmaximus 14.05.2019, 20:15
32. Wir dürfen gespannt sein!

Wir dürfen gespannt sein, wie die Parlamentarier in Brüssel, Berlin oder sonst wo, ihre Arbeitszeit nachweisen. Viele werden ja in ihren Parlamenten eher selten angetroffen.

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schlossbrunnen 14.05.2019, 20:17
33. Als ob

Grosser Aufschrei der Homeoffice-Arbeiter. Als ob die Mehrheit der arbeitenden Bevölkerung Homeoffice arbeitet. Eine ignorante und egoistische Minderheit, die hier schreit. Fern ab der Realität der Regeljobs die bisher den ausbeuterischen Unternehmen durch unbezahlte Überstunden Milliarden geschenkt hat und noch immer schenkt.

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karljosef 14.05.2019, 20:19
34. Den Vorschlag der konsequenten Arbeitszeiterfassung habe ich bereits

vor einigen Jahren mehreren Stellen zugemailt.

Allerdings gehe ich davon aus, dass entsprechende Erkenntnisse der Ausbeutung der Arbeitnehmer auch von anderen geteilt wurde/wird.

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mxmx 14.05.2019, 20:20
35. Und noch mehr sinnlose Bürokratie

Wegen ein paar schwarzen Schafen werden nun alle mit sinnloser Bürokratie überzogen, dabei wird das ganze noch nicht einmal gegen die schwarzen Schafe helfen, denn die Zeiterfassung läßt sich leicht manipulieren.

Industrie 4.0 sieht also so aus: Einer arbeitet und drei kontrollieren, ob der Datenschutz, die Arbeitszeit und die gendergrerechte Sprache eingehalten werden.

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picommander 14.05.2019, 20:22
36. Zusteller werden daran nicht viel Freude haben

Überall dort, wo die Arbeit in einem festen Gebäude oder Gelände stattfindet, mag das ja noch Sinn machen. Als Zusteller einer Tageszeitung werde ich meinen Job wohl an den Nagel hängen können. Wie soll das gehen, an jeder Ablagestelle eine Stechuhr installieren? Klingt wieder mal super durchdacht. Bisher war ich immer Pro-Europa gewesen, wenn's in dem Stil so weitergeht kann sich das durchaus noch ändern...

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mina2010 14.05.2019, 20:22
37. Da gibt es doch schon Erfahrungen ...

Zitat von spontifexmaximus
Wir dürfen gespannt sein, wie die Parlamentarier in Brüssel, Berlin oder sonst wo, ihre Arbeitszeit nachweisen. Viele werden ja in ihren Parlamenten eher selten angetroffen.
bei der Sitzung anmelden, rausgehen und nach Hause fliegen.
Sitzungsgeld gibt es trotzdem.

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luwigal 14.05.2019, 20:22
38. Getrickst wird, wenn man die Chance dazu hat.

Beispiel: Eine Behörde mit 2.000 Mitarbeitern hat ein Zeiterfassungssystem mit Terminals vglb. einer Stechuhr. Man betritt das Gebäude. hält die Karte hin, drückt Kommen - oder abends alles umgekehrt - und schon passt es. Man schafft dieses System ab, da altersbedingt anfällig geworden, und, weil ein neues System viel Geld kostet, kommt man auf die Idee, den Arbeitszeitbeginn und das -ende mit dem Arbeitsplatzkomputer zu erfassen. Welch ein Schwachsinn! Bis man zum Rechner kommt ist man i.d.R. gut zehn Minuten oder länger unterwegs. Auf weitere enorme zusätzliche Probleme will ich jetzt nicht eingehen, muss ich auch nicht, ein bißchen nachdenken und ein Problem nach dem anderen purzelt herbei.. Aber, mal kurz rechnen ...
10 Minuten + OK, nach Hause geht's schneller ... 5 Minuten machen 15 Minuten. Also 2.000 Beschäftigte x 15 Minuten/pro Tag = 500 Stunden/Tag ! , die nicht erfasst werden. Für viele gilt zudem, dass sie mit den 10 Minuten + 5 Minuten nicht klarkommen, dass sie länger brauchen. Wie heisst es? Kleinvieh macht auch Mist. Noch einmal, 500 Stunden pro Arbeitstag, mindestens. Wie viele Stellen könnte man rein rechnerisch einsparen? Tja, getrickst wird, wenn man sie lässt.

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knusperfisch 14.05.2019, 20:23
39. Arbeitszeit

Ich habe mal in einer Dachdeckerfirma gearbeitet, ich hatte einen festen Satz und war nur zur Aushilfe da, aber die Angestellten wurden nur für die Zeit auf der Baustelle bezahlt. Will heissen: Firmensitz, Gelsenkirchen, Chef nimmt einen Auftrag im Sauerland an und die Jungs haben jeden Tag 3 Stunden Fahrzeit, um dann für 8 und mehr Stunden Arbeitszeit entlohnt zu werden. Der Fahrer bekam noch eine halbe Stunde pro Fahrt gut geschrieben.
Bei aller Wirtschaftlichkeit, ich denke nicht, dass das ok ist.

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