Forum: Karriere
"Arroganter Haufen": Warum dieser Fliesenleger Siemens- und Audi-Ingenieure als Kunde
Michael Schmiedl

Besserwisserei und mangelnde Zahlungsmoral: Ein bayerischer Fliesenleger will nicht mehr für Ingenieure von Audi und Siemens arbeiten. Er erstellte eine Ausschlussliste - und ist von den Reaktionen überrascht.

Seite 2 von 40
Papazaca 12.01.2019, 08:47
10. Ach die ....

Sind das die gleichen Ingenieure, die uns den Dieselskandal beschert haben, weil sie Probleme mit der Bruchrechnung hatten?

Das die verstärkt duschen müssen ist nachvollziehbar. Und leicht aggressiv sind sie sicher auch. Das wird mit diesem Bericht aber sicher besser (lach).

Beitrag melden
ethelwen 12.01.2019, 08:47
11. Doktoranden?

Ich kann ihn verstehen, für "blöde" Kunden zu arbeiten, die meinen, alles besser zu wissen, ist anstrengend. Und dann noch nicht mal oder sehr verspätet zu bezahlen, ist ein Unding. Ich glaube aber, dass er noch nie für einen Doktoranden gearbeitet hat. Die haben meistens (noch) kein Geld, um sich ein Bad fliesen zu lassen ;-). Er meint vermutlich Promovierte, also solche, die bereits ein Dr. vor dem Namen stehen haben. Ist das der Grund, warum ich keinen Handwerker mehr bekomme? Ich hab nämlich diese beiden Buchstaben vor meinem Namen (allerdings sieht man das nirgendwo "öffentlich") und finde weder für das Pflastern meiner Einfahrt, noch für das Fliesen meiner Innenräume einen Handwerker. Dabei bezahle ich meine Rechnungen sogar (und bei Audi arbeite ich auch nicht ;-))

Handwerker sind tatsächlich gerade in der komfortablen Situation, sich ihre Kunden und Aufträge aussuchen zu können. Für die Handwerker an sich ja erstmal gut, aber das im Handwerk der Nachwuchs fehlt, wird uns allen irgendwann mal echt auf die Füße fallen.

Beitrag melden
rainerwäscher 12.01.2019, 08:48
12. Diskriminierung ?

Kunden aus bestimmten Berufsgruppen sind halt qualifiziert, die Leistungen zu beurteilen und lassen sich nicht so leicht über den Tisch ziehen. Viele Vermieter vermieten auch nicht an Lehrer und Rechtsanwälte. Die kennen sich zu sehr mit Mietrecht aus.

Beitrag melden
Elwettitsch89 12.01.2019, 08:48
13. Amüsant

Verstehe nur nicht ganz warum Ingenieure immer als Bestverdiener dargestellt werden.
Wenn man zB mit verbeamteten Gymnasiallehrern (3000-4000 netto in StK 1 zzgl Beihilfe und Pension) vergleicht schneidet der Ingenieur idR schlechter ab.

Beitrag melden
athei5t 12.01.2019, 08:48
14. Dsgvo

Es kann für die Handwerkfirma sehr brenzlig werden wenn einer von arroganten Ingenieuren die für die Veröffentlichung von personenbezogenen Daten verklagt. Viel Spass dabei.

Beitrag melden
muellerthomas 12.01.2019, 08:49
15.

Spannend, da meine (zahlreichen) Erfahrungen mit Handwerkern und (weniger zahlreichen) mit Polizisten eher negativ waren.

Beitrag melden
runandrock 12.01.2019, 08:52
16. Super

Respekt! So sind die Handwerker. Klar und ehrlich. Und keinen Millimeter Abweichung vom deutlichen Standpunkt. Nur beim Fliesenmaß. Was nicht passt wird passend gemacht.

Beitrag melden
ejbeork 12.01.2019, 08:52
17. Habitus

Zur Zahlungsmoral kann ich nix sagen, aber bei vielen Mercedesleuten aus und rund um Stuttgart, hab ich den gleichen Eindruck der Besserwisserei und hochnäsigen Abgrenzung gewonnen. Ich nenne das den "Daimler-Habitus", nicht nur anzutreffen bei Männern.

Beitrag melden
Bell412 12.01.2019, 08:55
18. Gibt noch andere Spezies.

Meine Tante hatte ein Malergeschäft.
Gehasst hat sie die Aufträge von der Stadt, die aber aus wirtschaftlicher Sicht dennoch notwendig waren.
Handwerker hatten nicht immer so gute Zeiten wie heute.
Hauptproblem: Die Zahlungsmoral der Stadt. An jedem Auftrag wurde nachträglich ohne Ende herumgekrittelt und gestritten, einzig mit dem Ziel, die Bezahlung zu vermindern und verzögern Um Monate.

Beitrag melden
neoleo99 12.01.2019, 08:57
19.

Nicht nur die. In einer Verbrauchersendung im ÖR kam neulich ein Test von Fliesenlegern. Eine Fläche im Hof sollte mit Platten (Fliesen) verdeckt werden, aber auch wieder zu öffnen sein, weil darunter ein Schacht lag. Da hat man dann mehrere Fliesenleger heimlich bei der kreativen Lösungsfindung gefilmt ('vorgeführt'), und dann Preise/Ausführung verglichen. Da es der Öffentlich Rechtliche Rundfunk (real Reality) war, und nicht die Privaten (skrited Reality), kann man davon ausgehen, dass dies auch so wirklich stattgefunden hat. Allgemein und kurz: Der Handwerker, als Prügelknabe zwischen Industrie und Kunde, muss sich vieles gefallen lassen. Oft ist es auch folgende Konstellation: Industrie, Handel (Diplom..., Dr.....), Handwerker (Depp), Kunde (Diplom..., Beamter..., Arzt...).

Beitrag melden
Seite 2 von 40
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!