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Aufsichtspflicht in der Kita: Wann sie gilt und wie weit sie geht
Omer Messinger/ Getty Images

Bei einem Kita-Ausflug vor drei Jahren ertrank ein Kind im Teich. Jetzt hat ein Gericht beschlossen, dass das Verfahren eingestellt werden soll. Was bedeutet Aufsichtspflicht für Erzieherinnen und Erzieher?

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schutsch 15.07.2019, 17:59
1. Gott sei Dank haben wir auf die Kita verzichtet...

Wie kann einer Erzieherin entgehen, daß ein Teich nicht gesichert ist? Also hätte sie den Unfall und den Tod des Kindes verhindern können, und: Eindeutig schuldig! Wenn das einem Mann passiert wäre, nicht auszudenken, aber da gibt es die Gleichberechtigung nicht. Ich wurde verurteilt, weil ich mich gegen einen Hund wehrte, der einer Frau gehörte, die zum Opfer erklärt wurde, von einer "Richterin"!

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Frank vom Berg 15.07.2019, 18:40
2. @schutsch Gratuliere

Bei der Wahl zum unsinnigsten Beitrag des Jahres haben sie sich die Führungsposition gesichert. Eindeutig schuldig!? Schliessen sie natürlich unfehlbar (als Mann) aus den paar Zeilen. Das Gericht sah das aber nur deshalb anders, weil es um eine Erzieherin ging? Ja die bösen Frauen, Erzieherinnen, Richterinnen, Hundebesitzerinnen - alle haben sich gegen sie und den Rest der Männerwelt verschworen. So muss es sein! Jetzt aber schnell zurück unter das Aluhütchen. Manchmal möchte man sich schämen ein Mann zu sein.

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mwroer 15.07.2019, 18:40
3.

Zitat von schutsch
Wie kann einer Erzieherin entgehen, daß ein Teich nicht gesichert ist? Also hätte sie den Unfall und den Tod des Kindes verhindern können, und: Eindeutig schuldig! Wenn das einem Mann passiert wäre, nicht auszudenken, aber da gibt es die Gleichberechtigung nicht. Ich wurde verurteilt, weil ich mich gegen einen Hund wehrte, der einer Frau gehörte, die zum Opfer erklärt wurde, von einer "Richterin"!
Das war ein Badesee und kein Gartenteich Mensch. Die Kinder haben Fußball gespielt und dabei hat sich scheinbar ein Kind entfernt.

Und alles andere zu beurteilen überlassen Sie doch lieber denen die dabei waren statt hier so einen Mist zu schreiben.

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Postwachstumsökonom 15.07.2019, 18:43
4. @Nr. 1 - kein guter Beitrag.

Sicherlich ist ihr persönlicher Fall bedauerlich und auch verständlich, dass sie sich ärgern.

Aber jemand als ''eindeutig schuldig'' zu bezeichnen, ist vermessen, da sie die Sachlage nicht detailliert kennen und auch die Richter als auch die Eltern zu einem anderen Schluss kamen. Bedenken Sie was eine Verurteilung, z. B 5 Jahre Gefängnis , der beteiligten Erzieherin für allgemeine Folgen hätte: Niemand würde mehr diese Ausbildung beginnen wollen oder in dem Beruf arbeiten wollen, wenn man generell schon mal mit einem Bein im Knast stünde. Es ist tragisch was passiert ist, dennoch ist es ein Unfall. Auch wenn es pro Erzieherin in diesem Fall 3 Kinder sind, genügt es schon , sich z.b. einem weinenden Kind kurzfristig zuzuwenden , während genau in diesem Moment das andere in den Teich fällt. Natürlich ist es fragwürdig, warum der Ausflug ausgerechnet dahin erfolgte, wo ein offenes Gewässer vorliegt. Andererseits können Sie auch nicht die ganze Welt einzäunen, da ja etwas passieren könnte. Nach diesem Motto dürfte man sonst das Haus nicht mehr verlassen. Die Erzieherin ist frei zu sprechen, da sie mit dem Ereignis selbst genug bestraft ist. Vielleicht versteht man jetzt auch mal . Das KiTas mehr Personal und bessere Bezahlung brauchen ( ja, ich rede von 5000 brutto plus) , da diese Menschen unter enormer Verantwortung augenscheinlich arbeiten.

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maynard_k. 15.07.2019, 18:50
5. Das heißt: kann schon Mal passieren?!

Ich kann mein Kind in der Kita abgeben, die müssen da auch aufpassen, aber wenn da halt ein ungesicherter Teich ist, dann kann eins der Kinder da schon auch Mal reinfallen und ertrinken ...

IRRE!!

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retender 15.07.2019, 19:12
6. @1 Das ist Humbug

Ich bin ein männlicher Erzieher und die Eltern behandeln mich nicht anders... Im guten und im schlechten. Das Kinder auch verletzen bleibt nicht aus. Ein Kind kann auch direkt neben einem stehen und sich aus unachtsamkeit verletzen. Man weiß nicht wie das Gelände ausgesehen hat in diesem speziellen Fall, aber durch viele unglückliche Umstände kann sich mal ein Kind "selbstständig gemacht haben". So Situationen dürfen nicht vorkommen, aber man kann es nie ausschließen. In dem Fall war viel personal da, aber wie oft müssen wir erzieher mit einem Betreuungsschlüssel arbeiten der nicht legal ist... Aber eine Überlastungsanzeige traut man sich dann doch nicht.

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Nordstadtbewohner 15.07.2019, 19:20
7. Die Bezahlung in Kitas ist sehr gut

Zitat von Postwachstumsökonom
Das KiTas mehr Personal und bessere Bezahlung brauchen ( ja, ich rede von 5000 brutto plus) , da diese Menschen unter enormer Verantwortung augenscheinlich arbeiten.
Vielleicht sollten Sie sich einmal erkundigen, wie hoch die Entlohnung bei der Kita-Erziehern ist. Die ist völlig ausreichend. 5000 Euro brutto im Monat für eine Tätigkeit in einer Kita ist völlig realitätsfremd und driftet ins Absurde. Ein Problem ist in der Tat die Hohe Zahl der Fehlstellen in Kitas. Da müsste etwas getan werden. Ich habe selbst drei Kinder, muss bin aber immer wieder erstaunt, welche überzogenen Gehalts-Erwartungen in Bezug auf Kita-Beschäftigte aufkommen.

Zum Thema: Das ist Urteil ist natürlich heikel und wird es niemanden recht machen können. Der Tod eines Kindes ist ungeachtet der Rechtslage immer tragisch. Ich könnte mir kaum vorstellen, wenn so etwas meinen Kindern passieren würde.

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fördeanwohnerin 15.07.2019, 19:23
8. @maynard_k

Eltern passiert so etwas natürlich nicht, oder wie? - Weshalb sollten Erzieher*innen Dinge können, die Eltern nicht verhindern können? - Natürlich ist diese Geschichte fuchtbar tragisch, jedoch gibt es nirgends eine hundertprozentige Sicherheit. Dessen muss man sich immer bewusst sein.

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zzipfel 15.07.2019, 19:52
9. Machen Sie doch einfach. Gründen und betreiben Sie einfach eine privat

Zitat von Postwachstumsökonom
Das KiTas mehr Personal und bessere Bezahlung brauchen ( ja, ich rede von 5000 brutto plus) , da diese Menschen unter enormer Verantwortung augenscheinlich arbeiten.
Private KiTa, zahlen 5000 brutto plus Lohnnebenkosten und finden Sie genügend Eltern, die bereit sind, 3000 EUR KiTa-Gebühren pro Kind monatlich zu zu zahlen. Es darf auch ruhig etwas kostspieliger werden. Gutes Gelingen bei Ihrem KiTa-Business. Der übliche kommunale Zuschuss wird Ihnen da nicht in die schwarzen Zahlen helfen. Wir leben nicht im Wolkenkuckucksheim.

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