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Aufsichtspflicht in der Kita: Wann sie gilt und wie weit sie geht
Omer Messinger/ Getty Images

Bei einem Kita-Ausflug vor drei Jahren ertrank ein Kind im Teich. Jetzt hat ein Gericht beschlossen, dass das Verfahren eingestellt werden soll. Was bedeutet Aufsichtspflicht für Erzieherinnen und Erzieher?

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steiger 15.07.2019, 20:17
10. Money rules

Zitat von Postwachstumsökonom
"und bessere Bezahlung brauchen ( ja, ich rede von 5000 brutto plus) , da diese Menschen unter enormer Verantwortung augenscheinlich arbeiten."
Klasse Gehaltsvorschlag, dann aber auch bitte die volle Haftung und keine Raucherpausen mehr! Keine Ahnung warum viele Mädchen eine Helfer- oder Erziehungssyndrom haben. Die hauptsächlich weiblichen Kräfte sollen besser eine vernünftige Ausbildung machen und die Familien sollen abwechselnd selber zu Hause bleiben bis die eigenen Schratzen 6 sind und dann Ganztagsschule.

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pfalzkapelle 15.07.2019, 20:28
11. Ich bleibe dabei...

unser Kindergarten war einfach besser. Zwar bekam mein Bruder mal einen circa 40 cm langen, 8 cm breiten und mindestens 2,5 cm starken Baustein auf den Kopf geschlagen, dass er ordentlich geblutet hat. Die anderen Kinder durften unsere Kinder ruhig mobben, die Erzieherinnen haben mitgemacht. Eine Tochter wurde andere von einer Erzieherin nach Aussagen unserer Kinder über den Boden des Kindergartens geschleift. Die andere zu einer völlig sinnlosen Untersuchung zum Arzt geschickt. Die Erzieherinnen haben beurteilt, welches Kind im Kindergarten krank ist und welches gesund ist. Sie kamen dabei zu ganz tollen Diagnosen. Unser Kinderarzt war fassungslos über viele Kinder, die mit Eltern kamen und schon einen Termin beim Logopäden hatten und nur dafür die Überweisung gebraucht haben. Der Kinderarzt hat die Kinder erst getestet. Bei ihm haben alle Kinder altersgemäß gesprochen, im Kindergarten nicht. Aus Scherz hat er gemeint, vielleicht sollten wir tauschen: der Kindergarten übernimmt die Arztpraxis und er den Kindergarten. Ich habe ganz ernst geantwortet: Wenn er den Kindergarten übernimmt, werde ich meine Kinder sofort bei ihm und seinem Team anmelden...! Nach unseren Erfahrungen passiert in den Kindergärten hier so ziemlich alles, was nicht passieren soll. Meine Frau hat auch mal im Kindergarten gearbeitet. Ein paar Wochen, dann war sie wegen Mobbings draußen. Ihr Kommentar: nie wieder! Auch das ist nicht alles: die Mitarbeiterin vom Jugendamt, die eine unserer Töchter wegen psychischen Probleme (Mobbing) betreuen sollte, hatte auch die Aufsicht über den Kindergarten, in dem unser Kind angemeldet war. Einen schlimmeren Interessenkonflikt gibt es nicht.

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maynard_k. 15.07.2019, 20:33
12. @fördeanwohnerin: soll das jetzt das Kriterium sein?!

Klar gab es auch schon Eltern, die nicht verstanden haben, dass ein ungesicherter Teich für ein 2jähriges lebensgefährlich sein kann, insbesondere wenn es zusätzlich die Möglichkeit bekommt dort unbeobachtet hinein zu fallen. Und es ist ja auch noch nicht der Gipfel der Fahrlässigkeit (habe durchaus schon noch Schlimmeres gelesen). Aber wollen sie das jetzt ernsthaft zum Kriterium dafür machen "was für sie halt mal so passieren kann"?! Im Gegensatz zu Eltern müssen Erzieher immerhin eine Ausbildung machen - da sollte dann zumindest ein Grundverständnis vorhanden sein ...

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afxtwin 15.07.2019, 20:44
13. IRRE, nee?

Zitat von maynard_k.
Ich kann mein Kind in der Kita abgeben, die müssen da auch aufpassen, aber wenn da halt ein ungesicherter Teich ist, dann kann eins der Kinder da schon auch Mal reinfallen und ertrinken ... IRRE!!
Wie irre ist das denn, wenn Eltern ein Malheur passiert und unter deren Aufsicht geschieht dem eigenen Kind etwas? Oder gar den Nachbarskindern? Diese absolute Sicherheit, die sie da einfordern ist unrealistisch. Dann können sie ihre Kinder auch zu Hause angekettet einsperren. Aber bitte so, dass sie sich nicht mit den Ketten erwürgen.

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retender 15.07.2019, 20:46
14. @11

Erzieher haben keine Diagnosen zu stellen, dass lernt man sehr schnell in der Ausbildung ;)
Wenn Ihnen oder ihrer Familie etwas schlechtes passiert ist tut es mir leid, ich bin mir aber sicher das viele meiner Kolleginnen sehr viel mit Herzblut tun.
Ich arbeite in einem Brennpunkt und wir sind oft die Konstante die die Kinder brauchen.

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fördeanwohnerin 15.07.2019, 21:12
15. #maynard_k.

Erzieher*innen machen aber keine Ausbildung wie Personenschützer. Als Lehrkraft weiß ich, wovon ich rede. Was Sie erwarten, würde dazu führen, dass weder Erzieher*innen noch Lehrkräfte Gebäude mit Kids verlassen. Wenn ich davon ausgehen muss, dass ich für sämtliche Unfälle fremder Kids verantwortlich gemacht werde, dann bin ich nicht bereit dazu, etwas mit ihnen zu unternehmen, da ich quasi ständig mit einem Bein im Gefängnis stehen und/oder meine berufliche Existenz aufs Spiel setzen würde. Nochmal, Pdagogen sind keine Personenschützer oder professionelle Sachverständige die sämtliche Gefahrenlagen genau einschätzen können.

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maynard_k. 15.07.2019, 21:24
16. Nein Irre ist ...

Zitat von afxtwin
Wie irre ist das denn, wenn Eltern ein Malheur passiert und unter deren Aufsicht geschieht dem eigenen Kind etwas? Oder gar den Nachbarskindern? Diese absolute Sicherheit, die sie da einfordern ist unrealistisch. Dann können sie ihre Kinder auch zu Hause angekettet einsperren. Aber bitte so, dass sie sich nicht mit den Ketten erwürgen.
wenn man, wie Sie, einer Erzieherin jegliche Fahrlässigkeit zugestehen will, nur weil man sie an anderer Stelle auch schon bei Eltern oder Nachbarn beobachten konnte! Ich muss mein 2 Jähriges Kind nicht gleich anketten um zu verhindern, dass es in einem Teich ertrinkt! D.h. nicht dass ich es vor allem beschützen kann, aber es gibt da eben schon Unterschiede in Bezug auf das was zu verhindern ist und was nicht!

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touri 15.07.2019, 21:28
17.

Zitat von schutsch
Wie kann einer Erzieherin entgehen, daß ein Teich nicht gesichert ist? Also hätte sie den Unfall und den Tod des Kindes verhindern können, und: Eindeutig schuldig! Wenn das einem Mann passiert wäre, nicht auszudenken, aber da gibt es die Gleichberechtigung nicht. Ich wurde verurteilt, weil ich mich gegen einen Hund wehrte, der einer Frau gehörte, die zum Opfer erklärt wurde, von einer "Richterin"!
Ihr Beitrag ist ziemlicher nonsense. Es ist nunmal nicht möglich eine Gruppe aktiver Kinder durchgehend im Blick zu behalten und Unfäller passieren schnell. Ich hab mir im Kindergarten auch 2 Platzwunden am Kopf eingefangen, einmal weil ich beim toben ein offenes Fenster übersehen hatte und dagegengedonnert bin und einmal weil mich ein anderes Kind beim spielen gegen ein Tischbein geschupst hat. Passiert leider manchmal einfach.

Und lassen Sie mich raten, der Hund hat sich Ihnen genähert um Sie zu begrüßen und Sie haben ihn getreten? Denn die Situation habe ich auch schon 1 zu 1 erlebt und zwar als Hundebesitzer. Aber ich glaube Sie haben nicht nur ein Problem mit Hunden, sondern mit Frauen im allgemeinen.

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maynard_k. 15.07.2019, 21:41
18. es geht doch nicht um Personenschutz oder "Unfälle fremder Kids"

Zitat von fördeanwohnerin
Erzieher*innen machen aber keine Ausbildung wie Personenschützer. Als Lehrkraft weiß ich, wovon ich rede. Was Sie erwarten, würde dazu führen, dass weder Erzieher*innen noch Lehrkräfte Gebäude mit Kids verlassen. Wenn ich davon ausgehen muss, dass ich für sämtliche Unfälle fremder Kids verantwortlich gemacht werde, dann bin ich nicht bereit dazu, etwas mit ihnen zu unternehmen, da ich quasi ständig mit einem Bein im Gefängnis stehen und/oder meine berufliche Existenz aufs Spiel setzen würde. Nochmal, Pdagogen sind keine Personenschützer oder professionelle Sachverständige die sämtliche Gefahrenlagen genau einschätzen können.
Es geht um die Verantwortung seiner Aufsichtspflicht nachzukommen, insbesondere wenn ich mit Kleinkindern an einem See (oder auch einem Bahnhof oder einer Straße unterwegs bin). Wenn ich der Meinung bin, ich bin nicht in der Lage die Situation zu kontrollieren - beispielsweise, weil nicht genug Erzieher*innen/Aufsichtskräfte da sind um alles im Blick zu behalten, dann kann man einen Ausflug nicht machen und so ist es ja auch häufig. Und selbstverständlich haben auch Sie eine Aufsichtspflicht der Sie nachkommen müssen und für dessen Vernachlässigung Sie haftbar gemacht werden könnten! Das heißt nicht, dass Sie alles kontrollieren können, aber ein 2 jähriges das unbeaufsichtigt in einem Teich ertrinkt ist kein Blitzschlag oder dergleichen ...

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hexenbesen.65 15.07.2019, 21:56
19.

Zitat von Postwachstumsökonom
Das KiTas mehr Personal und bessere Bezahlung brauchen ( ja, ich rede von 5000 brutto plus) , da diese Menschen unter enormer Verantwortung augenscheinlich arbeiten.
Jo klar, 5000 brutto plus... Schöne Träume noch. Mehr Erzieherinen ja, da stimme ich Ihnen zu.
Allerdings gilt hier auch ein ABER:
Meine zwei Kinder gingen in den gleichen Kindergarten. WIE oft habe ich die Erzieherinen schnatternd in einer Ecke angetroffen, und ein Kind hing mit der Jacke an der Rutschbahn fest !!!! Nicht auszudenken, wenn sich das Kind erhängt hätte....
Mein Sohn hatte sich bei einem Unfall (mit Socken im "Schlafraum" ausgerutscht und hingefallen) die Zunge durchgebissen...wir wurden erst STUNDEN später informiert---und wir wurden vom zuständigen Kinderarzt sowas von zusammen geschissen, weil wir nicht sofort gekommen sind...er hätte seine halbe Zunge verlieren können ! Und DA verlangen Sie allen ernstes, dass diese Leute 5000 Euro Brutto bezahlt bekommen ? Für WAS ???? Dass sie erkennen, dass Mohamed schwierigkeiten mit der deutschen Sprache hat ? Schakkeline stottert und Kevin ADHS hat ? Nicht fähig sind, ein stark blutendendes Kind ärtzlich versorgen zu lassen (seine ganze Kleidung war blutveschmiert, auch seine Unterwäsche ! ) ...meine Tochter aufgrund von spielen (fangen gespielt, ausgerutscht, mit dem Kopf an die Heizung--> Bewustlos.... NIX wurde gemacht ! ) Beim abholen nur lapidar: "Ach, achten Sie mal drauf, wenn ihre Tochter erbrechen sollte, sie hat sich den Kopf gestoßen"...andere Kinder berichteten mir dann von dem Vorfall... Da frag ich mich wirklich: WAS machen die Erzieherinen außer Singen und klatschen ?????

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