Forum: Karriere
Auswärtiges Amt: Diplomaten beklagen Karrierestau
imago/ Schöning

Eine Karriere als Diplomat gilt unter Uni-Absolventen als sehr attraktiv. Doch selbst wer es ins Auswärtige Amt schafft, hat kaum Chancen, Botschafter zu werden, beklagt der Personalrat nach SPIEGEL-Informationen.

Seite 2 von 10
großwolke 15.07.2017, 08:59
10. Ziemlich normal

Der im Artikel dargestellte Zustand beschreibt ziemlich genau die Lebensrealität von nahezu jedem Angestellten in größeren Organisationen, egal ob im ÖD oder in der freien Wirtschaft. Wer Potential hat und dazu das Glück, zum richtigen Zeitpunkt den richtigen Leuten aufgefallen zu sein, der wird in Karriere-Beschleuniger-Positionen geschoben und nur wer es dorthin schafft, hat Chancen auf die Top-Jobs. Das System mag insofern ungerecht sein, dass nicht jeder, der Talent hat, seine faire Chance erhält, aber das ist normal. Es wollen immer mehr nach oben als dort Plätze frei sind. Wäre das anders, es würde kaum jemand Überstunden schieben. Immerhin sorgen solche Mechanismen halbwegs zuverlässig dafür, dass diejenigen, die es auf die guten Positionen schaffen, nicht völlig talentbefreit sind und zudem meist ein gutes Netzwerk in den inneren Kreisen haben. Und immerhin: wer früh genug feststellt, dass er wohl nicht die ganz große Karriere machen wird, der kann rechtzeitig den Einsatz auf ein vernünftiges Maß beschränken und mit gutem Gehalt und 40-h-Woche das Leben genießen.

Beitrag melden
ericus 15.07.2017, 09:00
11. Und wer ist Indianer?

Offensichtlich ist im AA das alleinige Ziel der MA, eine Führungsposition zu erlangen. Sich für die Basisarbeit zu schade zu sein ist aber keine gute Einstellung. Auch die erfordert eine hohe Qualifikation. Ist denn normale Sach - und Facharbeit im Höheren Dienst (z.B. Lehrer) kein Karriereziel mehr? Sorry, aber man braucht wenige gute Häuptlinge, aber noch viel mehr gute Indianer um den Krieg zu gewinnen.

Beitrag melden
Mach999 15.07.2017, 09:04
12.

Im Großen und Ganzen läuft das wie bei jeder Firma: Wer sichtbar ist, steigt auf. Wer immer auf Projekten ist (weil er gut ist), oder wer immer auf Dienstreise beim Kunden ist (weil er sich engagiert) hat auch in anderen Unternehmen schlechte Karten. Die Sesselpupser, die immer um den Chef herumschlawenzeln, steigen auf. Sollte man jedem Berufsanfänger mit auf den Weg geben, bevor da falsche Erwartungen aufkommen.

Beitrag melden
geotie 15.07.2017, 09:06
13.

Das sind mir vielleicht Diplomaten! Wenn die schon nicht wissen, dass es nur einen geben kann der vorne an der Spitze das Sagen hat, dann sind die einfach Fehl am Platz.

Beitrag melden
think-twice! 15.07.2017, 09:15
14. Mein Beileid

eingedenk unkündbarer Arbeitsverträge, Befreiung von Sozialabgaben und üppigster Pensionen, die idR doppelt so hoch sind wie beim normalen Arbeitnehmer, empfinde ich Jammern aus der Beamtenecke lächerlich, und von verzertelten Diplomaten geradezu eine Frechheit. Diplomaten leben im Ausland in Saus und Braus, bekomnen Luxusvillen kostenlos zur Verfügung gestellt, und ihre Kinder gehen selbstverständlich finanziert vom Steuerzahler auf private Eliteschulen. Ach ja, und Diplomaten müssen, da anscheinend so gestresst, im Ausland nur 30 Stunden pro Woche arbeiten. Viel Zeit für Freizeit im Tennisclub. Ein Diplomat mit Familie im Ausland kostet den Steuerzahler eine halbe Million Euro pro Jahr. Also mal den Ball flachen halten und schön ruhig sein, liebe Diplomaten.

Beitrag melden
forumgehts? 15.07.2017, 09:28
15. Wer

Botschafter werden will, muss eben die Leute kennen, die ihm zu diesem Posten verhelfen können/wollen. Das ist doch nun wirklich nichts Neues!

Beitrag melden
forumgehts? 15.07.2017, 09:31
16. Wer

Botschafter werden will, muss eben die Leute kennen, die ihm zu diesem Posten verhelfen können/wollen. Das ist doch nun wirklich nichts Neues!

Beitrag melden
heinrich.busch 15.07.2017, 09:35
17. Das mag man nicht glauben,

aber es ist so. Beamte sind das Rückrad dieser Gesellschaft und das wird üppig alimentiert. Die angegebene Bezahlung ist intertrieben, weil bei dieser Spezies kaum Sozialabgaben anfallen, keine Steuern gezahlt werden und üppigste Aufschläge dazu kommen.
Für diese extremen Bezüge machen sie fast nix und von daher ist das gesamte Geschwafel eine Unverschämtheit z.B. den Krankenschwestern , Altenpflegern oder Strassenpolizisten gegenüber.

Beitrag melden
Krokodilstreichler 15.07.2017, 09:46
18. Offiziere

Es wird ja auch nicht jeder Offizier, der Berufssoldat, Oberst. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass viele Diplomaten keine A 16-Position erreichen. Problematisch für die Diplomaten dürfte eher sein, dass sie zunehmend zu Zielen von Attentaten werden.

Beitrag melden
muekno 15.07.2017, 09:47
19. Die Anzahl der Länder ist begrenzt

somit die Anzahl der Botschafter auch. Soll man jetzt die Botschafter schneller austauschen um ein paar Karriere süchtigen möchtegern Politikern das Amt zu sichern. Genau diejenigen die sich hier beschweren, wären wohl die schlechtesten auf solch einem Posten.

Beitrag melden
Seite 2 von 10
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!