Forum: Karriere
Auswanderin auf griechischer Insel: "Seither gehören wir richtig dazu"
Anna Avramidou

Der Start war schwerer, als sie dachte: Anna Avramidou ist mit ihrer Familie auf die Mittelmeerinsel Ikaria gezogen. Lange waren die Nachbarn misstrauisch - bis sie den entscheidenden Schritt tat.

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tobias_l 14.05.2018, 18:52
20. großer Sport

Wie wärs mal mit einer Geschichte eines Rückkehrers in unser schönes Land? Interessiert keinen oder paßt nicht in das Narrativ über Deutschland, das man uns weismachen will. Ich bin nach 6 Jahren in UK total froh, wieder hier zu sein.

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at.engel 14.05.2018, 19:24
21.

@orage (#19) "Ich hätte nicht gedacht, dass man auf einer griechischen Insel von Klangseminaren leben kann..."
Man kann auf der ganzen Welt von Klanseminaren leben... die Frage ist eben nur, wie man Deutsche dahinbringt... um mal etwas zu lästern. Ich kenne auch ein paar Leute mit solchen "Geschäftsmodellen".
Um es aber etwas positiver auszudrücken: Jeder, der auswandert, bringt auch einen "Mehrwert" mit - manchmal mehr, manchmal weniger... aber jemand, der ein bisschen italienisch kochen kann, kann in Deutschland ganz gut davon leben. Jemand, der Deutsch oder Englisch kann, und an einem sonnigen Ort wohnt, kann auch damit ganz gute Geschäfte machen... meistens braucht man halt dazu auch eine Art soziokulturellen Background. Und den haben halt leider oft gerade die nicht, die auswandern müssen...

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anna_avramidou 14.05.2018, 20:12
22. Ein kleiner Nachtrag von meiner Seite

Dieser Bericht wurde nicht von mir persönlich verfasst, aus diesem Grunde fehlen wohl ein paar Nuancen. Ich musste gerade schmunzeln, als ich von Zahlungen der EU und dem Sozialstaat las. Was wohl nicht ganz deutlich wurde in dem Bericht ist, dass wir seit 15 Jahren ein Marketingunternehmen leiten, bei dem wir es uns mittlerweile durch die Möglichkeiten, die uns das Internet bietet, leisten können, dezentralisiert zu arbeiten. Außerdem geben wir genau so lange Seminare in Deutschland, Griechenland und mittlerweile der Türkei im Bereich der Peter Hess®-Klangtherapie und -pädagogik. Unser neuestes Projekt ist es das Olivenöl aus unserem Garten und den Gärten unserer Nachbarn nach Deutschland zu bringen und dort zu verkaufen. Wir sind sehr glücklich diese Freiheit zu haben und in beiden Welten leben zu können. Ich weiß aber auch, dass es ein langer, nicht immer einfacher Weg dorthin war. Eine klare Zielvorstellung und Durchhaltevermögen haben uns dabei sehr geholfen. Vielleicht wird damit das Bild ein wenig vollständiger.

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hinz.und.kunz 14.05.2018, 20:13
23. Jeder nach seiner Facon

Zitat von jujo
Wenn ich im Ausland lebe oder unterwegs bin, liegt der Anpassungsdruck bei mir und nicht bei den Einheimischen. Ihre Einstellung verdeutlicht warum eine bestimmte Art von Deutschen im Ausland so unbeliebt ist!
Ihr Vorredner, den Sie so unsachlich angreifen, wollte m.E. nichts anderes sagen, als "Jeder möge nach seiner Facon selig werden".

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jjgiphone 14.05.2018, 20:25
24. Yiassou, Viel Spass in GR.

Seit über 30 Jahre fahren wir nach GR. Insbesondere nach Kreta. Man kann herrlich feiern mit den Griechen. Und im Urlaub ist alles lässig. Aber wer ein Haus dort hat und einen Handwerker braucht muss Geduld haben. Wer dort als Deutscher mit seiner Mentalität arbeiten muss oder sogar Vorgesetzter bekommt hat viel „Spaߓ. Lasst alle eure deutschen Vostellungen zu Haus, dann geht es. Also Nerven behalten.

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kuac 14.05.2018, 20:38
25.

Zitat von brux
Blöd nur, dass die Kinder das Land für die Arbeitssuche verlassen müssen. Ihr immaterieller Wohlstand füllt den Kühlschrank nicht.
Es geht nucht darum. Auch mit gefüllten Kühlschränken kann man unglücklich sein.
Alleine im Jahr 2016 hatten 281.000 Deutsche das Land verlassen. Alle hatten gefüllte Kühlschränke.

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orage 14.05.2018, 20:50
26. Ich weiss,

Zitat von at.engel
Um es aber etwas positiver auszudrücken: Jeder, der auswandert, bringt auch einen "Mehrwert" mit - manchmal mehr, manchmal weniger... aber jemand, der ein bisschen italienisch kochen kann, kann in Deutschland ganz gut davon leben. Jemand, der Deutsch oder Englisch kann, und an einem sonnigen Ort wohnt, kann auch damit ganz gute Geschäfte machen... meistens braucht man halt dazu auch eine Art soziokulturellen Background. Und den haben halt leider oft gerade die nicht, die auswandern müssen...
denn ich lebe auch im Ausland. Natürlich bringt man etwas mit, wenn man zurückgeht, es wird einem aber auch etwas genommen, nämlich Zuverlässigkeit, Ordnung, Pünktlichkeit, Sauberkeit (nicht lachen!) und vor allen Dingen die Hilfsbereitschaft und Solidarität und gerade Denke der Deutschen untereinander, die das Leben doch unkomplizierter macht. Und, ganz wichtig, die freiheitliche Verfassung. Die gibt es wirklich nicht überall.

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dmalendez 14.05.2018, 20:59
27.

Zitat von Ezechiel
In diesem Artikel werden zwei unterschiedliche Lebensweisen beschrieben. Hier die Deutsche Hektik und Genauigkeit, und dort das südländische "komm ich heute nicht, komm ich morgen (oder übermorgen). Die Deutschen sollten sich letzteres wieder mehr zu eigen machen.
Das haben deutsche Handwerker schon seit Jahrzehnten verinnerlicht

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anna_avramidou 14.05.2018, 21:03
28.

Zitat von jjgiphone
Seit über 30 Jahre fahren wir nach GR. Insbesondere nach Kreta. Man kann herrlich feiern mit den Griechen. Und im Urlaub ist alles lässig. Aber wer ein Haus dort hat und einen Handwerker braucht muss Geduld haben. Wer dort als Deutscher mit seiner Mentalität arbeiten muss oder sogar Vorgesetzter bekommt hat viel „Spaߓ. Lasst alle eure deutschen Vostellungen zu Haus, dann geht es. Also Nerven behalten.
Das mit den Handwerkern in Deutschland, habe ich mindestens so schlimm erlebt wie hier. Das ist so ein Klischee, wie ich finde. Auf Ikaria erlebe ich einen großen Zusammenhalt der Menschen. Wenn ein Handwerker nicht so schnell kommt wie ich ihn brauche, ist jemand da, der jemanden kennt, der den Handwerker kennt. Und schon in kürzester Zeit bekomme ich Hilfe. Aber ich denke auch in Deutschland gibt es noch Gegenden mit kleinen Gesellschaften (z.B. Dörfer) in denen es ähnlich läuft.

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Trixi 14.05.2018, 21:37
29. Schöne Geschichte.

Ich selbst, 49, lebe seit mehr als 20 Jahren in Spanien (Katalonien) und habe kurz in Moskau (2 Jahre) und ein halbes Jahr in Istanbul leben dürfen. Früher war ich Beamter in einer Stadtverwaltung....

Meine Erkenntnisse aus all den Jahren im Ausland: Einfach das Beste aus jedem Kulturkreis mitnehmen, schütteln und geniessen.

Klar, "das Deutsche", ein spezieller Humor, eine gewisse Denkweise etc., bekommt man aus meinem deutschen Quadratschädel nicht mehr raus. Und das ist auch gut so. Aber ich habe mir viele Gewohnheiten von hier angeignet und glaube, dass ich damit ganz gut zurecht komme und mein Umfeld auch.

Und wenn meine hier geborenen Kinder dann beim Fussballspiel Deuschland-Spanien fragen, zu wem wir denn halten sollen, dann geht mein Herz auf.

Alles Gute in Griechenland, Frau Avramidou & Familie.

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