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Bahn erlaubt Bewerbung ohne Anschreiben: Schluss mit dem Bewerber-Blabla
Deutsche Bahn

Zu kompliziert, zu abschreckend: Azubis dürfen sich bald bei der Bahn ohne Anschreiben bewerben. Ist das leistungsfeindlich? Nein, sondern ein geschickter Zug.

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Proggy 25.06.2018, 18:03
1. Heute muss man die (Mess)Latte einfach viel tiefer hängen

Die Standards in Deutschland, werden aus den verschiedensten Gründen laufend gesenkt und die Kriterien verwässert. Bei Bildung, Ausbildung und Beruf - weil sonst die Mehrzahl intellektuell einfach nicht mehr mithalten kann und sich - ganz modern - diskriminiert fühlt.
Das Jammern über meist selbstverschuldete Unzulänglichkeiten und das Entschuldigen derselben, gehört in Deutschland immer mehr zum Alltag.

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dasfred 25.06.2018, 18:08
2. Ich habe die Kommentare zu dem anderen Artikel gelesen

Da frage ich mich, wenn einige so hohe Erwartungen an Azubis stellen, wie wohl die Bewerbungen von den Ex Bahnschefs Grube oder Mehdorn ausgesehen haben. Da muss man schon etwas Literaturpreis Verdächtiges vorgelegt haben. Mit Leistung hatten die zumindest nicht überzeugt.

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tkedm 25.06.2018, 18:09
3.

Wow, endlich hat es wenigstens ein großer Arbeitgeber verstanden.

Als nächstes kommt dann hoffentlich, von diesen gruseligen Standardfragen in Bewerbungsgesprächen abzusehen: Warum haben Sie sich bei uns beworben? Was sind Ihre Stärken? Was sind Ihre Schwächen? Warum gerade Sie? Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?

Auch das sind alles Fragen, wo ohnehin in den meisten Fällen nur geschleimt und selten ehrlich geantwortet wird.

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frankfurtbeat 25.06.2018, 18:14
4. vollkommen ...

vollkommen richtiger Zug den die Bahn da nimmt. Anschreiben bzw. Bewerbungsschreiben werden inzwischen kaum noch vom Bewerber selbst formuliert und sind letztendlich auch nicht die Garantiekarte für einen guten Mitarbeiter. Das ganze Geblubber von irgendwelchen Services oder Bewerberkursen ist doch Einheitsbrei und völlig überholt. Die Nieten aus der Personalabteilung schauen zunächst auf das Alter (Schwachsinn), die Noten (nicht aussagekräftig) und laden dann entsprechend Kandidaten ein. Was bedeuten denn gute Noten? Entweder ist es ein Cleverle oder ein verkapptes Individuum welches lediglich fleissig gebüffelt aber gegebenenfalls nicht wirklcih verstanden hat um was es geht.
Das Alter - darf kein Kriterium sein - wird aber zwecks Selektion herangezogen. Letztendlich auch ein Armutszeugnis der Personalabteilung denn was nützt ein junger gut ausgebildeter Mensch der nach 2-3 Jahren wieder geht um auf der Karriereleiter weiter zu kommen.
Die Qualität eines Mitarbeiters zeigt sich letztendlich in der Praxis und ganz schell sind die Kriterien Alter oder Noten in Frage zu stellen. Weshalb sollte denn ein 1-er-Kandidat der bessere Arzt, der geeignete Lokomotivführer sein? Warum ist der Mitarbeiter mit 25 geeigneter als ein erfahrener 50+? Das einzige was nachvollziehbar wäre ist das ein junger MItarbeiter eventuell "formbarer" und billiger zu erstehen ist. Fleiss, Loyalität, Veständnis, Teamwork etc. lassen sich nicht einfach über Noten definieren ...

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yomow 25.06.2018, 18:16
5. Finde das vernünftig.

Anschreiben sind überflüssig. Insbesondere die großen Konzerne haben mittlerweile soviel andere Mittel und Wege Bewerber zu filtern. Ob die immer geeignet sind, sehe ich auch manchmal kritisch, aber wenn es zunächst ein Vorabtelefoninterview gibt, dann ein mehrstündiges Jobinterview, gefolgt von einem Assesment-Center in Gruppen und einem einzelnen Persönlichkeitstest, dann kann man vermutlich auch auf ein Anschreiben verzichten.

Dass es teilweise Probleme mit Bewerbern gibt und das Niveau von Tests und Auswahlverfahren heruntergestuft wird, ist eine ganz andere Geschichte. Dass die Bahn dieses Argument dennoch anführt, finde ich schwach.

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kluch 25.06.2018, 18:19
6. Der Artikel ist aber sehr Schwach

1. Auch wenn man Jung ist, kann man sich fragen was man will und was nicht und sollte das auch Formulieren können. Die Antwort "Mir ist nichts besseres eingefallen" ist tatsächlich schwach. Ehrlicher wäre zumindest, sowas wie "da wo ich eigentlich hinwollte, wurde ich nicht genommen/fehlt mir Wissen oder Erfahrung. Die Bahn ist ein realistischer Kompromiss für mich."
2. Ein Anschreiben zu erstellen ist die erste Hürde. Nur wer wirklich will, schreibt das Anschreiben. Wenn natürlich gar keine Bewerbungen bei der Bahn eintrudeln, sollten die sich mal andere Gedanken machen

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vikkru 25.06.2018, 18:24
7. Das ist ja ein echter Fortschritt!

Die Anschreiben sind absolut unnötig!
Ich habe noch nie jemanden aufgrund seines Anschreibens eingestellt oder ausgeschlossen. Der persönliche Eindruck und fachbezogene Fragen oder zum Lebenslauf helfen wirklich weiter.
Und bei Führungskräften will die ja auch keiner sehen.

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stadtmusikant123 25.06.2018, 18:27
8. Bewerbungskurse über Kurse

Gott sei Dank. Wurde auch Zeit.

Bei jemandem der einen handwerklichen und oder technischen Beruf ergreifen will, habe ich diese geforderte Literaturpreis verdächtige Prosa nie verstanden.

Wenn jetzt noch jemand ausrechnen könnte, was die ganzen "Hemingway-Kurse" , die die Arbeitslosen jahrzehntelang besuchen mussten , mal zusammentragen könnte, würden wir graue Haare bekommen.

Und wer hats eingesteckt - das viele Geld?

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ludwig49 25.06.2018, 18:30
9. Vorbei wären dann die Zeiten...

...der vorschreibenden Fachleute: "Wie beeindrucke ich einen Personalchef" oder "Was in keinem Bewerbungsschreiben fehlen darf" oder "Was Sie in keinem Fall in der Bewerbung schreiben dürfen".
Richtig ist, daß nach Vorlage von Lebenslauf und Zeugnis das persönliche Gespräch wesentlich produktiver ist. Voraussetzung ist, daß der Personaler überhaupt weis, wen die Firma tatsächlich benötigt !

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