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Beerdigung mit und ohne Religion: Runter kommen sie alle

In Berlin ist nicht nur das Diesseits multikulti: Ein buddhistischer Bestatter spricht mit Toten, eine Muslima bringt*Leichen innerhalb von 36 Stunden in die Türkei, ein Trauerredner überlegt sich nette Abschiedsworte für ungeliebte Verwandte. Ein Rundflug*durch die Berliner Begräbniskulturen.

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because 05.11.2011, 11:11
1. keine christlichen Bestattungen mehr?

Das ist ja alles ganz interessant.
Aber dass den christlichen Trauerfeiern keine Aufmerksamkeit mehr beigemessen wird, zeugt doch von einem etwas verengten Blick.
Außerdem ist "konfessionslos" nicht eigentlich eine Konfession. Unter den "Konfessionslosen" gibt es sicher eine Menge Menschen mit einem Bekenntnis. Die wenigsten bekennenden Muslime sind Mitglied einer Gemeinde, Freikirchlicher sind unter den "Konfessionslosen", und auch Angehörige manch einer Migranten-Gemeinde, die keinen Status öffentlichen Rechtes in Anspruch nimmt.

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MonaM 05.11.2011, 12:42
2. Trauerriten sind nur für die Hinterbliebenen da

Trauerstätten seien eher für die Angehörigen gedacht, sagt der buddhistische Bestatter.
Damit hat er recht und das gilt auch für die gesamten Trauerriten inkl. der Trauerfeier selbst. All das ist für die Hinterbliebenen und ihre Bedürfnisse gemacht, den Toten kann es egal sein. Darum ist es zu begrüßen, dass sich immer mehr Menschen den Umgang mit dem Tod nicht mehr vorschreiben lassen und individuelle Wege beschreiten, z.B. Waldbestattungen.

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sitiwati 05.11.2011, 13:13
3. naja. die

Hauptperson ist es egal, wer da schwätzt, einfach entsorgen, meist ist es eh so, dass man ein Begräbnis mit Pomp benutzt, um sein schlechtes Gewissen zu beruhigen!

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Hubert Rudnick 05.11.2011, 17:54
4. Rituale

Zitat von sysop
In Berlin ist nicht nur das Diesseits multikulti: Ein buddhistischer Bestatter spricht mit Toten, eine Muslima bringt*Leichen innerhalb von 36 Stunden in die Türkei, ein Trauerredner überlegt sich nette Abschiedsworte für ungeliebte Verwandte. Ein Rundflug*durch die Berliner Begräbniskulturen.
Ich bin zwar nicht für ein religiöses Begräbnis, aber ich finde, dass man immer den Wünschen des Verstorbenen respektieren sollte und ihm also seinen letzten Willen erfüllen möge.
HR

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Rainer Helmbrecht 05.11.2011, 18:32
5. .

Zitat von sitiwati
Hauptperson ist es egal, wer da schwätzt, einfach entsorgen, meist ist es eh so, dass man ein Begräbnis mit Pomp benutzt, um sein schlechtes Gewissen zu beruhigen!
Die meisten Vorschriften über Bestattungen werden für den Umsatz der Gemeinden und der Bestattungsunternehmen erlassen. Während in Frankreich jede Familie die Urne ihres Verstorbenen zur freien Verfügung erhält, werden dt Hinterbliebene gegängelt. Völlig sinnlos.

MfG. Rainer

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MaschinenbauStudent 05.11.2011, 20:46
6. Die Toten brauchen den Körper nicht

Ein wichtiges Thema wurde vergessen:

Warum nicht den Körper nach dem Tod noch für etwas sinnvolles verwenden?

Damit meine ich Organspende.
Damit kann man evtl. vielen anderen Menschen den Tod ersparen. Also: Füllt einen Organspendeausweiß aus. Jetzt!

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Michael_Erbstadt 05.11.2011, 22:44
7. Krebs

Zitat von because
Außerdem ist "konfessionslos" nicht eigentlich eine Konfession. Unter den "Konfessionslosen" gibt es sicher eine Menge Menschen mit einem Bekenntnis. Die wenigsten bekennenden Muslime sind Mitglied einer Gemeinde, Freikirchlicher sind unter den "Konfessionslosen", und auch Angehörige manch einer Migranten-Gemeinde, die keinen Status öffentlichen Rechtes in Anspruch nimmt.
Guten Abend...

..Sie haben leider Recht! Der begriff "Konfessionslos" wird leider auch auf relgiöse Menschen angewendet, was meiner Ansicht nach definitiv falsch ist!

Glaubt jemand an Allah, Gott, das Unsichtbare rosafarbene Einhorn, Jehovah, die Wiedergeburt oder das Fliegende Spaghettimonster, so hat er/sie eine Konfession, ein Bekenntnis.

Konfessionslos ist aber nur jemand, der kein "Bekenntnis" hat, gemeinhin als Atheist bezeichnet.

Schon immer stört mich diese Bezeichnung, da sie einen "Gott" im Namen trägt, der schlicht nicht existiert.

Möge man den Realisten, den Darwinisten, denen, die den winzigen Blitz unserer Erkenntnis als das begreifen was er ist, bald einen Namen geben.

Auch und vor allem um dem Krebs der Religon einen Widerpart zu benennen.

Freundliche Grüße,
Michael Erbstadt

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unterländer 05.11.2011, 23:12
8. !

Zitat von MaschinenbauStudent
Ein wichtiges Thema wurde vergessen: Warum nicht den Körper nach dem Tod noch für etwas sinnvolles verwenden? Damit meine ich Organspende. Damit kann man evtl. vielen anderen Menschen den Tod ersparen. Also: Füllt einen Organspendeausweiß aus. Jetzt!
Ich möchte Ihren Beitrag um einen Link zur Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung erweitern. Dort können sich Interessierte den Ausweis auf den Rechner laden.
http://www.organspende-info.de/aktiv...eis/bestellen/

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TeaRex 06.11.2011, 00:01
9. Letzte Wünsche

Zitat von Hubert Rudnick
Ich bin zwar nicht für ein religiöses Begräbnis, aber ich finde, dass man immer den Wünschen des Verstorbenen respektieren sollte und ihm also seinen letzten Willen erfüllen möge. HR
Wenn der letzte Wunsch aber ist, dass man nicht verbrannt wird und dass das Grab nicht nach 20 Jahren weggemacht wird - dann hat man leider schlechte Karten in Deutschland, zumindest ohne das nötige Kleingeld.

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