Forum: Karriere
Befristete Verträge: Nächsten Monat bin ich weg
Corbis

Der Trend geht zum Lebensabschnittsjob. Stellen mit Verfallsdatum sind der Normalfall - junge Akademiker müssen sich von einem Zeitvertrag zum nächsten hangeln. Mit schlechtem Beispiel voran geht ausgerechnet der Staat als Arbeitgeber.

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Andreas Rolfes 08.09.2013, 11:25
30.

Zitat von
Das macht sich auch beim Gehalt bemerkbar: Mit im Schnitt 2940 Euro brutto monatlich hinken die Betroffenen beim Einkommen den unbefristet beschäftigten Kollegen um etwa ein Fünftel hinterher.
Auch die Kohle (2940 Euro) muß man erstmal verdienen. Für die meisten Journalisten dürfte das schon ein Traumgehalt sein.

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FKassekert 08.09.2013, 11:30
31. Uns geht es so gut, nie war es besser

meint schwarz-gelb und zeigt damit was sie real verstehen. Dekadenz eben der da oben. WW sprach es ja aus, nur er wusste nicht was er meinte!
Ausgebildet und gut, aber ... Auslaender sind eben noch besser im durchschnitt da billiger, noch billiger zu haben! ja ja die merkelsche Prognose der naechsten 4 Jahre ... NICHTS! Strategie - NULL AHNUNG! Gute Nacht Deutschland!

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xehris 08.09.2013, 11:34
32. Wertverlust der Arbeitskraft

Zitat von donvito85
mit einem BGE hätte niemand mehr ein Problem mit befristeten Verträgen.... ich denke in der globalisierten und immer mehr technologiesierten Welt werden unbefristete Verträge, je nach Branche, immer unrealistischer...
Es kommt darauf an, wie groß das Potential an Arbeitskraft ist. Ist es gering, wird die Arbeitskraft geschätzt und die Arbeitsbedingungen sind gut, wie jahrzehntelang in Deutschland der Fall.

Gibt es ein massives Überangebot an Arbeitskraft und Unterbeschäftigung, reell in Deutschland zur Zeit ca 10 Millionen, dann verliert der Wert der Arbeitkraft, die schlechten Arbeitsbedingungen nehmen zu, die Gewerkschaften verlieren ihren Einfluss, die Mittelschicht bricht rasant weg.

Was den akademischen Bereich betrifft, hat die Merkelregierung mit der Blue Card, die quasi grenzenlose Zuwanderung aus jedem Land Welt auch im akademischen Bereich erlaubt, Tür und Tor für prekäre Beschäftigungen geöffnet.

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xehris 08.09.2013, 11:36
33. Niedrigste Geburtenrate der Welt

Zitat von Eros1981
Als Mann kommt noch hinzu, dass man mit solchen unsicheren Beschäftigungsverhältnissen kaum eine glückliche Beziehung führen, geschweige denn eine Familie gründen kann. Denn wenn der befristete Job weg ist und man nicht beim gleichen oder neuen Arbeitgeber weiterarbeiten kann, droht dauerhaft die Arbeitslosigkeit. ?
Hier liegt der Grund, warum Deutschland, in dem die prekären Beschäftigungen in den vergangen Jahren boomen, die niedrigste Geburtenrate der Welt aufweist. Wer keinerlei Planungssicherheit hat, kann keine Familie gründen.

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marthaimschnee 08.09.2013, 11:52
34.

Es gibt keinen Arbeitsmarkt! In einem Markt würden Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen. Bei dem angeblichen Fachkräftemangel würde der Preis (=Lohn) steigen. Das passiert nicht. Bei befristeten Verträgen steigt das Risiko der Betroffenen, die Nachfrage müßte sinken und ebenso der Preis steigen. Das Gegenteil ist der Fall.
Grund dafür ist, daß der Staat mit der HartzIV Praxis regelrrecht erpresserisch ins Geschehen eingreift. Man ist dazu verdammt, einen Job zu finden oder wird vom Jobcenter zwangsverwaltet, fremdbestimmt. Ein Markt ist aus Sicht der Arbeitnehmer überhaupt nicht zu erkennen! Lediglich eine "Friß oder Stirb" Abhängigkeit ... gewollt von der Politik herbeigeführt!

PS: Die Hartz Reform war in der Tat ein voller Erfolg. Man hat erfolgreich 2 Millionen Arbeitslose versteckt und aus etwa 3 Millionen existenssichernden Jobs 6 Millionen nicht existenssichernde gemacht. Ein wirklich toller Erfolg!

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spon_1201580 08.09.2013, 11:57
35.

Ich bin Arbeitgeber und biete jedem, der gut ist, so schnell wie möglich einen gut dotierten unbefristeten Vertrag an, um den/die Mitarbeiter/in im Unternehmen zu halten. Daher sind Zeitverträge eine gute Möglichkeit, relativ einfach (d.h. auch ohne Einser-Diplom) in ein Unternehmen hineinzukommen und dort zu beweisen, was man kann.

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Forist2 08.09.2013, 12:04
36. optional

Hundt hat auch ohne Kinder so viel Kohle gescheffelt, daß er in der Luxusaltershütte kläffen kann, Wau Wau !

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smartphone 08.09.2013, 12:17
37.

Das sog Zeitarbeitersyndrom ist ja nicht neu ... das lief schon mitte der 90er ... Das Kernproblem ist aber , daß man nach wie vor "lupenreine" Lebensläufe sucht ...alles ander ist ja keine Fachkraft ,also Untermensch , der schnellstmöglich via HIV Stigmatisiert mal ganz schnell in die Unterschicht abgeschoben wird.......Nur . Es kann nicht angehen , daß selbst Absolveneten von sog Excellenzunis mit Topnoten usw seit xx Jahren derart behandelt werden .... Es kann nicht angehen ,daß oft genug der Wunsch nach Festanstellung mißbraucht wird, das oft genug der Befristete der oligarchen Versagertruppe die Kohlen aus dem Feuer holt --und zum Dank das im Zeugnis generöserweise als "Einblick in die Firma " bezeichet wird ...... Mir ist bekannt , daß ein Glasofenhersteller im Maindreieck Sich im hohen Grade gesellschaftlich "an die Wand zu stellend" agiert .... Und diese Leute dann wenige Monate später in der Presse vom sog "Fachkräftemangel" jammern - statt die zu halten , die man gerade wegen zu guter Leistung feuerte
Solche Arbeitsmethoden sind leider bundesweit ein von der Politik ( und auch von der Presse) zu heißes Eisen ?!

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systemfeind 08.09.2013, 12:18
38. Herr Dr.

Zitat von sysop
Der Trend geht zum Lebensabschnittsjob. Stellen mit Verfallsdatum sind der Normalfall - junge Akademiker müssen sich von einem Zeitvertrag zum nächsten hangeln. Mit schlechtem Beispiel voran geht ausgerechnet der Staat als Arbeitgeber.
der Herr Dr. begleitet mich auch ab und zu wenn ich zum Kunden fahre.

Dort zeigt er dann seine hochkompetente , himmelblaue Krawatte und sagt so hübsche Dinge wie "work life balance" oder auch : "ganzheitlich betrachtet sollte man aber auch ... ect pp " .

Kunden mögen das .

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Narn 08.09.2013, 12:25
39.

Zitat von Indigo76
Warum dürfen Journalisten diesen Schwachsinn immer noch schreiben?
Mensch, den Artikel hat doch auch nur der Praktikant geschrieben!

Zitat von statussymbol
Dass ich einen Uniabsolventen nahezu ohne relevante Berufserfahrung, der ja auch entsprechend bezahlt werden will, nicht sofort unbefristet als Abteilungsleiter oder gar Bereichsmanager einstelle, ist doch wohl nachvollziehbar.
1. Geht es um den Artikel hauptsächlich ausgerechnet um die Universitäten, die ihre Angestellten beinahe ausschließlich über Zeitverträge beschäftigen und

2. hat ein promovierter Naturwissenschaftler/Ingenieur idR bereits drei Jahre Berufserfahrung. So jemanden mit Zeitverträgen abspeisen zu wollen ist ein Unding.

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