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Belastungen in Berufen: Hochschullehrer sind am seltensten krank
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19,5 Tage ist ein Angestellter pro Jahr im Schnitt krankgeschrieben. Doch die Werte unterscheiden sich in den verschiedenen Berufen erheblich. Eine Krankenkasse hat jetzt ermittelt: Wer fällt wie oft aus - und warum?

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JackGerald 13.03.2019, 14:06
1. Hochschullehrer leben ja auch für ihren Beruf

und ihre Forschung. Außerdem haben sie es normalerweise mit einem gewissen Niveau zu tun, und nicht mit irgendwelchen dämlichen pubertierenden Schülern, die keinen Bock auf Schule haben. Da kann man doch elativ entspannt sein.

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Zitrone! 13.03.2019, 14:19
2.

Werden hier nicht wieder Äpfel mit Birnen verglichen? Arbeitnehmer mit relativ freier Zeiteinteilung, die zudem noch gewöhnlich einen Teil ihrer Arbeit von Zuhause erledigen können, melden sich vielleicht nicht gleich krank, wenn sie wegen einer heftigen Erkältung oder eines verstauchten Fußes nicht am Arbeitsort erscheinen können. Das dürfte auf viele der unter "wenigste Fehltage" gelisteten Berufsgruppen zutreffen.
Es gibt sicherlich belastendere Berufe, was sich auch in Fehltagen niederschlägt, nur scheint mir die genaue Berechnung hier fraglich.

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Wanne42001 13.03.2019, 14:26
3. Krank ohne Meldung?

Ich bin Universitätsprofessor, und wenn ich krank bin mache ich normalerweise keine Krankmeldung, da ich oft von zuhause arbeite. Und wenn ich Termine habe, sag ich die einfach ab. Letztlich zählen ja nur Resultate, und die hängen nicht von der Krankmeldung ab.

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ZyggyStardust 13.03.2019, 14:35
4. krank ohne Meldung 2.

Kann ich bestätigen. Warum soll man sich krank melden, wenn man einfach zu Haus bleiben und von dort aus arbeiten kann? Wenn ich krank bin erledige ich Post/mail oder Reiseabrechnungen etc. von zu Haus aus. Solange ich gesund bin, verwende ich so viel Zeit wie nur irgend möglich für meine Forschung. In meiner Umgebung tun das alle.

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adrian_wowra 13.03.2019, 14:38
5. Quelle

Gibts eine Verlinkung zur Studie?
Habe auf der AOK Seite nichts gefunden

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chukwumeze 13.03.2019, 14:50
6. Auch ausgeblendet:

ob die AOK bei der Hochschullehre in Relation zu den anderem Berufen überhaupt ein mit den anderen Versicherungen (TK, private) vergleichbares Verhältnis aufweist.

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polemi 13.03.2019, 14:52
7. Merkwürdiger Rechtfertigungsdruck

Mal wieder erstaunlich, wie Internetkommunikation so läuft.
In einem Beitrag werden Krankheitstage von Berufsgruppen dargestellt und sofort sehen 'Betroffene' einen Rechtfertigungsdruck und schildern, dass sie ja doch viel kränker (Juhu?) sind und mehr arbeiten (Juhujuhu?).

Dabei sollte man das doch zunächst einmal positiv sehen: Der Beruf des Hochschullehrers ist vermutlich einer, der zwar zeitlich fordernd ist, aber eben auch durch seine vielen Freiheiten, seine Reputation, seine Vergütung einiges an Belastungen anderer Berufsgruppen nicht kennt. Das Profs sich selten krank melden, ist sicherlich richtig, hängt aber u.a. auch damit zusammen, dass z.B. keine Urlaubstage von Krankheit betroffen sind und man bei "Unlust" oder "Schlappheit" auch mal problemlos einen Tag massiv runter fahren oder gar nichts machen kann, ohne dies irgendwem melden zu müssen, wenn keine Lehre/anderweitigen Termine betroffen sind. Dafür müssen Leute in abhängigeren Anstellungsverhältnissen dann durchaus Krankschreibungen oder Arbeitszeitausgleiche etc. nutzen.

Von daher, liebe Kollegen, freuen wir uns doch, dass es uns so gut geht!

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sbva 13.03.2019, 15:15
8. Wieder so eine "Statistik"

Es ist wirklich unfassbar, wie ungefiltert SPON ständig irgendwelche "Statistiken" von Dritten veröffentlicht (zuletzt noch die angeblichen 87% "fehlerhafte Nebenkostenabrechnung" von Vermietern, die ein Anbieter veröffentlicht hat, der fehlerhafte Nebenkostenabrechnungen prüft). Dass es in einem Beruf, in dem man keinerlei festen Arbeitszeiten unterliegt und in dem man - abgesehen von ein paar Semesterwochenstunden Vorlesung - praktisch arbeiten kann wann und wo man will, selten zu Krankmeldungen kommt, liegt doch auf der Hand. In meiner Zeit an der Uni hat sich, soweit ich weiß, kein Hochschullehrer irgendwo "krank gemeldet", wenn er mal ein paar Tage zuhause bleiben musste (ich als Wiss. Mitatarbeiter übrigens auch nicht). Das ist bei Angestellten mit festen Arbeitszeiten in der Privatwirtschaft eben etwas anderes...

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Phil2302 13.03.2019, 15:16
9. Als Lehrer

sehe ich wie unterschiedlich es bei uns ist. Manche fehlen regelmäßig so 1 bis 2 Tage und kommen dann auf 20 Tage in Jahr. Ich fehle im Schnitt 1 Tag pro Jahr, und das auch eher weil meine Frau meint ich muss zu Hause bleiben. Auffällig: Beamte fehlen häufiger als Angestellte, statistisch nachweisbar. Ein Schelm, wer dabei Böses denkt. Aber hey, Ärzte schreiben einen ja ohne Probleme 3 Tage krank. Wenn ich krank zum Arzt muss, dann bleibe ich einen Tag zu Hause und hole mir sonst am nächsten Tag ein Folgeattest (welches man ja auch erst später abholen kann). Denke auf jeden Fall, dass viel blau gemacht wird in Deutschland. In Amerika hat man das andere Extrem: AN werden nicht bezahlt, wenn sie krank sind, und dementsprechend kommen sie auch in jeder Konstitution zur Arbeit.

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