Forum: Karriere
Berater ohne BWL: Die bringen Farbe in die Firma

Ein Dirigent, der Unternehmen*berät. Eine Pilotin, die Firmen umstrukturiert. Wer heute als Consultant arbeitet, muss längst nicht*BWL studiert haben.*Dass sich Beraterfirmen*immer häufiger*Exoten an Bord holen, ist*gut fürs Geschäft:*Bunte Teams sind einfach kreativer.

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realburb 22.07.2011, 16:06
1. Umsonst

Die sind doch bekloppt, diese ganzen Manager in ihren Firmen! Warum sehen die denn nicht, dass Vielfalt der Firma nutzt? Warum muss das extra von einer Beraterfirma vorgemacht werden? Ich bin der Meinung von diesem Beispiel sollte man schon vorher Lernen! Ab jetzt jeden zweiten Ingenieursposten mit Biologen/Theaterwissenschaftlern/Geschichtslehrern besetzen. Jeden dritten Industrieschlosser durch einen Clown/Buchhalter/Gärtner ersetzen! Wie konnten all diese Firmen bisher arbeiten ohne "Farbe" und neue Perspektiven?
Oder kann es eventuell sein, dass diese ganze "Farbe" nur umsetzbar ist, wenn man nichts leisten, sondern nur befehlen muss?

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SkwMueller 22.07.2011, 17:16
2. Ruhig, Brauner, ruhig...

Zitat von realburb
Die sind doch bekloppt, diese ganzen Manager in ihren Firmen! Warum sehen die denn nicht, dass Vielfalt der Firma nutzt?
Falsches Beispiel: Schlosser und Ingeniuere tun was, die darf man nicht ersetzen ...
Aber: Die meisten Manager, so ab der 2. Schicht aufwärts, haben von dem, was die Firma produziert, die Leuts unten machen und überhaupt was in der Firma abgeht, keine Ahnung.
Hatte in meiner Firma erst letzthin zwei schöne Beispiele.
Da können sie auch einen Gartenzwerg hinstellen, der stört wenigstens nicht andere Leute beim Arbeiten. Und spart Geld.

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VerHartzter 22.07.2011, 17:24
3. BGE jetzt!

Wo ist bei den ganzen Beispielen der 50jährige Handwerker der mit seiner Lebens/Berufserfahrung sich einen Laden ansieht und dann sagt wo es klemmt? Manchmal reicht ein erfahrener Blick von außen um die Betriebsblindheit der Chefs von den Augen zu nehmen. Dafür braucht man kein Studium, sondern gesunden Menschenverstand und die Fähigkeit sich mit den Mitarbeitern zu unterhalten. Erstens um denen die Angst zu nehmen, sie könnten wegrationalisiert werden und zweitens aus den Mitarbeitern an der Basis die Infos zu bekommen, die wichtig sind und nicht auf den bunten Folien zu finden sind.

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Mr Bounz 22.07.2011, 18:26
4. Nö

Vielleicht wird es jetzt doch noch interessant sich an eine Unternehmensberatung zu wenden. Die bisher dort beschäftigten BWL Hansels hatten doch nur zwei Sätze drauf.

1. Mitarbeiter frei setzen!
2. Rohertrag steigern

Wie 1. geht ist klar.
Aber zu 2. kam von denen nie was sinnvolles!

MrBounz

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Mr...T 22.07.2011, 18:51
5. Kann dann ja jeder...

Zitat von sysop
Ein Dirigent, der Unternehmen*berät. Eine Pilotin, ...
Daran sieht man, dass wie ich finde, es in den Wirtschaftberreich und dementsprechenden Studiengängen zu einem Großteil darauf ankommt sich selbst darzustellen und zu verkaufen. Z.B. werden sie niemals einen BWLer zum Kernphysiker oder sonstigen Naturwissenschaftler umsatteln sehen, wobei das in die andere Richtung mehr oder weniger alltäglich ist. Es trifft sicher nicht auf alle und jeden zu, aber ich finde, man sieht daran das der gemeine Wirtschaftler tatsächlich nur sehr wenig leistet, und hauptsächlich damit beschäftigt ist seinen eigenen Job durch seine Person zu rechtfertigen. Wie gesagt, sicherlich nicht bei jedem, aber leider doch viel zu oft.

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Pinon_Fijo 22.07.2011, 19:29
6.

Zitat von
Auch sonst hat er nichts von einem glatten, auf Karriere getrimmten Star-Berater
Nee, is' klar! Geigenunterricht mit 3 Jahren und Jugend musiziert / forscht zu gewinnen, ist total normal ;-)

Überdurchschnittlich leistungsfähige Menschen werden immer und überall gebraucht, problematisch ist nur, daß Arbeitgeber solche Leistungsträger zum Normal erklären, an dem sich alle anderen zu orientieren haben.

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Boris Feinbrandt 22.07.2011, 21:11
7. Fragwürdig

Die Mischung aus Wirtschaftswissenschaften und Praxiserfahrung machen einen guten Berater aus. Alle anderen müssen schon eine Menge Glück haben, damit Ihre Empfehlungen greifen.

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sponner_hoch2 22.07.2011, 21:30
8. Titel

Zitat von SkwMueller
Falsches Beispiel: Schlosser und Ingeniuere tun was, die darf man nicht ersetzen ... Aber: Die meisten Manager, so ab der 2. Schicht aufwärts, haben von dem, was die Firma produziert, die Leuts unten machen und überhaupt was in der Firma abgeht, keine Ahnung.
Ah ja, aber die Leute auf der untersten Ebene haben voll die Ahnung, was auf Management-Positionen so gemacht wird und gemacht werden muß? Komisch, warum sind diese Leute denn dann nicht auf diesen Management-Positionen? Bevor sie zu lange überlegen: Weil man den Bock nicht zum Gärtner macht.

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FrauD 22.07.2011, 21:45
9. Seltsam

Ich staune beim Spon immer wieder über die Consulting-freundliche Berichterstattung. Das ein Musiker in die Beratung wechselt, um mehr Freizeit zu haben, halte ich für ein Gerücht. Wer mehr Freizeit möchte (oder überhaupt so etwas wie ein Privatleben), steigt eher aus dem Beratergeschäft aus.

Die Idee, auch Quereinsteiger zu beschäftigen ist auch alles andere als neu. Das heißt jedoch nicht, dass aus Ingenieuren oder Physikern Wirtschaftswissenschaftler werden. Viele bleiben ihrem Fachgebiet in Projekten mit dem entsprechenden Hintergrund treu.
Die sogenannten 'gebrochenenen' Lebensläufe sind für große Beratungsunternehmen erst dann spannend, wenn sich daraus unbedingter Leistungswille und Erfolg ablesen lässt. Gescheiterte Karriereausflüge sind eher nicht willkommen.

Der Artikel liest sich leider mal wieder wie der Werbeprospekt eines Beratungshauses - ein bißchen mehr Objektivität und kritisches Hinterfragen würde ich mir an der Stelle schon wünschen.

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