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Beraterin für Schreibtisch-Ordnung: "Büchertürme und alte Kaffeetassen haben nichts m
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Sie kümmert sich um das Chaos auf Schreibtischen: Bürocoach Christine Hoffmann zeigt Menschen, wie sie effizienter arbeiten - indem sie aufräumen.

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ogg00 28.03.2019, 08:12
10. längst überholt

Tatsächlich muss man kühl rechnen, wieviel Zeit man ins Aufräumen stecken will. Die Menschheit teilt sich in zwei Lager: Leute die Sachen gut und gerne in Strukturen ablegen und solche, die dazu zu wenig Disziplin oder Energie haben, weil sie bereits wieder neue Ideen verfolgen. Letztere sind oft intelligenter und kreativer. Ich jedenfalls habe in 20 Jahren noch keinen wirklich kreativen Kopf gesehen, der ordentlich war.

Aber wer Locher und Tacker hervorhebt, lebt vielleicht eh eher in einem Vor-Neuland Zeitalter.

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isoko 28.03.2019, 08:12
11.

So was sollte zum Standardrepertoire und Inhalt der Ausbildung zu Bürokaufleuten gehören. Die Optimierung der Ablagesysteme lasse ich 1 bis 2 Mal im Jahr in den verschiedenen Bereichen zum Sitzungsthema setzen.
Mein Schreibtisch bei der Arbeit räume ich alle 4 bis 8 Wochen einmal komplett auf und arbeite die oftmals weniger relevanten und wochenlang hängengebliebenen Themen direkt ab. Es ist für mich ein Zeichen von guter Geschäftsführung wenn der Tisch des GF aufgeräumt und relativ leer ist. Das wünsche ich mir insbesondere auch von der Buchhaltung.

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kain.wunder 28.03.2019, 08:45
12. Konisch vermüllt !

Mein Kopf ist so aufgeräumt, dass es der Schreibtisch nicht sein muss. Ich weiß schließlich wo meine Siebensachen stehen!
Der Spiegel hat bereits 1992 einen lesenswerten und meines Erachtens belastbareren Artikel zu dem Thema veröffentlicht: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13679614.html

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curiosus_ 28.03.2019, 08:51
13. Fotobeweis

Zitat von curiosus_
Albert Einstein: "“Wenn ein unordentlicher Schreibtisch einen unordentlichen Geist repräsentiert, was sagt dann ein leerer Schreibtisch über den Menschen, der ihn benutzt aus?”"
Hier noch das Bild dazu.

Das wäre für die Dame Unternehmensberaterin vermutlich ein Graus. Allerdings scheint mir ihr Klientel auch eher auf dem Gebiet der knochentrockenen Bürokraten mit stupiden genormten Arbeitsabläufen tätig zu sein. Die demnächst sowieso wegdigitalisiert werden dürften. Da mag der Ansatz passen.

In der Kreativbranche (Einstein, Werbung, Architekten, Forschung, Entwicklung (mein Gebiet) etc.) ist so ein pauschaler Ansatz Ausweis von Engstirnigkeit und Scheuklappendenken. Eine fremde Parallelwelt eben.

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rambazambah 28.03.2019, 08:58
14. Während der Arbeitszeit herrscht Chaos

Durchschnittlich habe ich +/- 20 Vorgänge auf dem Tisch, die ich im Laufe des Tages abarbeite. Diese Vorgänge stehen manchmal im Zusammenhang, manchmal nicht. Sie sind voll mit meinen Notizen und - ja, ich steh nämlich drauf - gelben Post-Its. Nach und nach verschwindet das Papier und Vorgang für Vorgang kommt in die Ablage, in die Post oder auf meinen "Morgen" -Stapel. Vergessen/übersehen habe ich noch nie etwas. Am Ende des Tages ist dann vom Chaos nichts mehr zu sehen. Die Kaffeetasse habe ich gespült und verräumt, Müll ist im Mülleimer und auf meinem Schreibtisch liegen noch offene Vorgänge - schön beschriftet, damit notfalls jeder weiß, was hier noch zu tun ist. Gut, ich bin ausgebildete Fremdsprachensekretärin, habe fast 20 Jahre Berufserfahrung und bin in meinem Tun relativ frei, aber ich frage mich schon: Braucht man dafür echt einen Coach? Echt?

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Little_Nemo 28.03.2019, 09:05
15. Orndung ist (nur) das halbe Leben

Ich habe bei mir tatsächlich festgestellt, dass mich Unordnung im Arbeitsbereich sehr ausbremst, mitunter geradezu lähmt. Allerdings glaube ich nicht, dass das verallgemeinert werden kann. Ich habe schon oft von Schriftstellern, Journalisten und anderen gehört und deren Schlachtfelder auch schon gesehen, die ihr kreatives Chaos geradezu brauchen um effektiv arbeiten zu können. Und ihr Erfolg gibt vielen von ihnen recht. Das ist sicher eine Frage der individuellen Prägung. Was aber meiner Ansicht nach für alle empfehlenswert ist: Ordnung auf dem Computer zuz halten. Denn der kommt mit dem Chaos auf Dauer immer schlechter klar.

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sponcon 28.03.2019, 09:12
16. Ausbildung ist wichtig

Zitat von isoko
So was sollte zum Standardrepertoire und Inhalt der Ausbildung zu Bürokaufleuten gehören. Die Optimierung der Ablagesysteme lasse ich 1 bis 2 Mal im Jahr in den verschiedenen Bereichen zum Sitzungsthema setzen. Mein Schreibtisch bei der Arbeit räume ich alle 4 bis 8 Wochen einmal komplett auf und arbeite die oftmals weniger relevanten und wochenlang hängengebliebenen Themen direkt ab. Es ist für mich ein Zeichen von guter Geschäftsführung wenn der Tisch des GF aufgeräumt und relativ leer ist. Das wünsche ich mir insbesondere auch von der Buchhaltung.
Meine Frau ist seit rund 40 Jahren Sekretärin. Ab und zu habe ich sie von Arbeit abgeholt. Mal war wenig, mal war viel auf dem Schreibtisch. Aber anscheinend hat sie es im Griff. Wahrscheinlich alte Schule. Ihr Chef hat ihr jetzt die Garantie gegeben, sie kann so lange wie sie selber will als seine Sektretärin arbeiten.

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toninotorino 28.03.2019, 09:20
17.

2002 bin ich ins Büro eines Personalsachbearbeiters in einem Landratsamt um einen Arbeitsvertrag zu unterschreiben. Regale, Fensterbank, Fussboden, Schreibtisch: Voller Aktenstapel. Ein schmaler Pfad führte zum Schreibtisch, wo dieser Mann hinter Aktenbergen nahezu verborgen war. Seine Arbeitsfläche vielleicht 30 x 30 Zentimeter. Wow, dachte ich, hier hat sich jemand unkündbar gemacht.

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markus_wienken 28.03.2019, 09:27
18.

Zitat von rambazambah
Durchschnittlich habe ich +/- 20 Vorgänge auf dem Tisch, die ich im Laufe des Tages abarbeite. Diese Vorgänge stehen manchmal im Zusammenhang, manchmal nicht. Sie sind voll mit meinen Notizen und - ja, ich steh nämlich drauf - gelben Post-Its. Nach und nach verschwindet das Papier und Vorgang für Vorgang kommt in die Ablage, in die Post oder auf meinen "Morgen" -Stapel. Vergessen/übersehen habe ich noch nie etwas. Am Ende des Tages ist dann vom Chaos nichts mehr zu sehen. Die Kaffeetasse habe ich gespült und verräumt, Müll ist im Mülleimer und auf meinem Schreibtisch liegen noch offene Vorgänge - schön beschriftet, damit notfalls jeder weiß, was hier noch zu tun ist. Gut, ich bin ausgebildete Fremdsprachensekretärin, habe fast 20 Jahre Berufserfahrung und bin in meinem Tun relativ frei, aber ich frage mich schon: Braucht man dafür echt einen Coach? Echt?
Ist bei mir ähnlich im technischen Bereich (Betrieb, Störungs- und Projektmanagement im Telkobereich), 10-15 Vorgänge sind da keine Seltenheit.
Ich habe aber auch schon Kollegen kennengelernt, die mit 3 parallelen Vorgängen überfodrert waren und sich verhalspelt haben. Ob bei denen ein Coach hilft...da habe ich meine Zweifel.

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sven2016 28.03.2019, 09:31
19. Mann, Mann: Coaching für alle Aspekte

des Lebens ...

Muss das wirklich sein?

Ein Kommentator hat das richtig angesagt: Räum deinen Kram auf. - Das sollte in den meisten Fällen schon ausreichen, um Eigen-Chaos zu entwirren.

Nicht gleich Alles kommerzialisieren, bitte. Fast alle Menschen sind mit etwas Ansprache in der Lage, ihren Alltag selbst zu organisieren.

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