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Beruf Nachlasspfleger: "Manchmal fühle ich mich wie ein Einbrecher"
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Wenn Menschen sterben, hinterlassen sie meist etwas - aber was, wenn die Erben erst ausfindig gemacht werden müssen? Ein Nachlasspfleger erzählt von Momenten, die ihm bis heute Gänsehaut bereiten.

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geirröd 20.08.2019, 07:25
10. Ganz wichtiges Thema...

Das Auseinandersetzen mit dem Tod wird oft verdrängt, vertagt, weggeschoben. "Müssen wir mal machen" ..."demnächst sollten wir mal..." usw. In diesem Jahr haben meine Frau und ich uns endlich einmal damit auseinandergesetzt. Testament beim Notar und Hinterlegung beim Amtsgericht. Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht ausgearbeitet (mit Beratung). Hat ein bisschen gekostet - aber jetzt ist alles geregelt. Inklusive "Bedienungsanleitung" für die Hinterbliebenen (Versicherungen, Verträge, usw). Bei einem Todesfall hat man so schon genug um die Ohren, da hilft ein vorher durchdachtes Organisieren ungemein. Noch kurz zum Artikel - ässerst spannende Aufgabe - ich könnte mir durchaus vorstellen, dass daraus mal ein Buch entsteht.

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antandre 20.08.2019, 08:59
11. Warum muss der Verdienst geheim bleiben?

Sehr interessanter Artikel, ich hätte auch gern noch mehr gelesen. Was mich aber wirklich nervt ist, dass wiedermal nicht gesagt wird, was verdient wird. Auch das wäre interessant. Wenn man schon über einen Beruf spricht, was soll dann das Verschweigen des Verdienstes. Was zahlt die Staatskasse? Was bedeutet, der Verdienst stünde nicht im Vordergrund - ist es so wenig oder so viel?

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Wolfilein 20.08.2019, 09:18
12. Testament

Selbst wenn man keine Verwandten oder Freunde hat denen man etwas hinterlassen kann sollte man immer ein Testament machen, z.B. zugunsten einer gemeinnützigen Institution, um zu verhindern dass der Staat den Nachlass bekommt.

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MissMorgan 20.08.2019, 09:25
13. Mein erstes Testament

gab es mit sechzehn. Und inzwischen habe ich einen schmalen Ordner mit Vollmachten die ich von anderen erhielt. Es muss nicht einmal die Familie sein oder ganz enge Freunde. Anscheinend traut man mir zu, den Willen des dann Kranken oder Verstorbenen zu respektieren und nicht meinen Willen durchzusetzen. Viel Verantwortung, natürlich. Gut, dass es geregelt wurde.

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wortgewalt87 20.08.2019, 09:46
14.

Zitat von Wolfilein
Selbst wenn man keine Verwandten oder Freunde hat denen man etwas hinterlassen kann sollte man immer ein Testament machen, z.B. zugunsten einer gemeinnützigen Institution, um zu verhindern dass der Staat den Nachlass bekommt.
Wenn man schon zu Lebzeiten von den wichtigsten Aspekten des Lebens abgeschnitten ist, warum sollte einen dann interessieren, was nach dem Tod ist?

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albertwilhelm-s 20.08.2019, 09:59
15.

ich habe eher schlechte Erfahrung mit einer solchen Frau in HH gemacht. Sie brauchte wohl ca. 13 Jahre (im ZeitalterEDV...) ,um die Erben zu ermitteln.Ich vermute, wg. der ja dann dauerhaft fliessenden Gebühren. Die Immos wurden dem Leerstand möbliert anheim gegebn.Dh ind er Zeit hätten Mieteinn. iH. v. ca. 100tsd geschöpft werden können. Der Hausmeister f.d.Wohnung war ein Wohnungsauflöser mit Trödelladen......!!
NAch Ermittlungsende wurde uns gegen 24tsd E Honorar angeboten,die Geldaufteilung +den Verkauf der Immob. zu übernehmen. Von Immo und Verkauf verstand diese Person abs. nichts und wollte weit! unter Wert verkaufen.
DAnn beauftragte sie einen MAkler,damit durch Prov. nochmals das Erbe um ca. 12tsd E verkleinert wurde. Ihr Honorar wurde jedoch aus eigenem Ermessen nach Gutsfrauenart nuer ganz gering gekürzt. Eine seriöse Endabrechnung gab es nie. Sie machte stets, wie es ihr am angenehmsten war zum Schaden der Erben....

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bs27 20.08.2019, 12:05
16. Filmtip: Mr. May und das Flüstern der Unendlichkeit

Superschöner Film über einen solchen Nachlassverwalter - lief vor 5 Jahren in einigen Programmkinos. Hat mich tief berührt!

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kup66095 20.08.2019, 12:11
17.

Zitat von albertwilhelm-s
ich habe eher schlechte Erfahrung mit einer solchen Frau in HH gemacht. Sie brauchte wohl ca. 13 Jahre (im ZeitalterEDV...) ,um die Erben zu ermitteln.Ich vermute, wg. der ja dann dauerhaft fliessenden Gebühren. Die Immos wurden dem Leerstand möbliert anheim gegebn.Dh ind er Zeit hätten Mieteinn. iH. v. ca. 100tsd geschöpft werden können. Der Hausmeister f.d.Wohnung war ein Wohnungsauflöser mit Trödelladen......!! NAch Ermittlungsende wurde uns gegen 24tsd E Honorar angeboten,die Geldaufteilung +den Verkauf der Immob. zu übernehmen. Von Immo und Verkauf verstand diese Person abs. nichts und wollte weit! unter Wert verkaufen. DAnn beauftragte sie einen MAkler,damit durch Prov. nochmals das Erbe um ca. 12tsd E verkleinert wurde. Ihr Honorar wurde jedoch aus eigenem Ermessen nach Gutsfrauenart nuer ganz gering gekürzt. Eine seriöse Endabrechnung gab es nie. Sie machte stets, wie es ihr am angenehmsten war zum Schaden der Erben....
Hm... Anhand der Orthographie und Grammatik kann man recht schnell erkennen, wer da wohl glaubwürdiger ist; Sie oder die schreckliche, schreckliche Frau in HH.

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Newspeak 22.08.2019, 04:22
18.

"Denn jeder ist nach dem Tod für sich selbst verantwortlich."

Seltsamer Satz. Nein, nach dem Tod ist es aus mit Verantwortungen für sich selbst. Und das ist noch das Beste daran.

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