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Beruf Vornamenberaterin: Frau Rüdebusch, darf mein Kind Zecke heißen?

Was wird man bloß mit einem Examen in Sprachwissenschaften? Zum Beispiel Namen-Notbremserin. Frauke Lüdebusch hält verpeilte Eltern davon ab, ihren Kindern schlimme Vornamen zu geben. Akropoli und Kantorka, Zecke und Puppe: Die Expertin weiß, was gerade so geht - und was auf keinen Fall.

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BlakesWort 17.06.2011, 09:52
40. Interessanter Artikel

Was mir an diesem Artikel sehr gut gefällt, ist der eigeschobene Hinweis auf (zumindest in meinen Ohren) schöne Namen wie "Vanessa" ("Vanessa, gebildet von Jonathan Swift, ist ein älterer Beleg."- unter dem Punkt Legolas).
Ich trage einen seit tausenden Jahren äußerst beliebten Vornamen, der im Gegensatz zu vielen anderen Namen den Vorteil hat, zeitlos zu sein. Andererseits ist mein Nachname extrem selten.
Was mich an den neueren Namensgebungen ganz besonders stört, ist die Tatsache, dass Eltern scheinbar immer nur zehn bis 15 Jahre in die Zukunft denken können. Kevin, Max oder Finn klingen immer wie Kindernamen, selbst wenn der Träger schon das Rentenalter erreicht hat. Schlimmer wird es dann allerdings bei unmöglichen Kombinationen wie Chantal Schmidt oder Seraphina Meier.
Seine Kinder nach den Großeltern zu benennen, halte ich ebenfalls für grenzwertig. Darum ist der beste Tipp tatsächlich der, eventuell zwei Namen zu geben. Einen besonderen (wenn es denn sein muss) und einen "normalen"- oder sollte man sagen unbelasteten(?), der sich sehr leicht aus den Beliebtheitslisten ableiten lässt.

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grasswurzel 17.06.2011, 09:53
41. ...

Das Grundprinzip des Kapitalismus:
"Jeden Morgen wacht ein Idiot auf,
du musst ihn nur finden."

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kljkl 17.06.2011, 09:53
42. Entschuldigung, tatsächlich ...

Zitat von kljkl
Zu Recht vertritt der deutsche Gesetzgeber der Auffassung, dass Kinder notfalls vor (dem Unfung) ihren Eltern zu schützen sind. Und mit den von Ihnen zitierten Möglichkeiten/Unbeschränktheiten im Land der Freien: diese werden hierzulande solange gerne zitiert, wie man selbst nicht Konsequenzen zu tragen hat.
war von mir beabsichtigt zu schreiben:

"Zu Recht vertritt der deutsche Gesetzgeber die Auffassung, dass Kinder notfalls vor ihren (dem Unfug ihrer) Eltern zu schützen sind. Und mit den von Ihnen zitierten Möglichkeiten/Unbeschränktheiten im Land der Freien: diese werden hierzulande solange gerne zitiert, wie man selbst nicht die Konsequenzen zu tragen hat."

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schnuppe 17.06.2011, 09:55
43. zum Glück nicht ganz so schlimm

Zitat von trubeldubel
Den schlimmsten Vornamen habe ich mal im Familien-Thriller "Fackeln im Sturm" gehört: ORGASTA - armes Mädchen.
Haha, habe ich auch erst gedacht, aber sie hiess wohl "Augusta" - etwas unglücklich ausgesprochen...

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rauchendes_gnu 17.06.2011, 09:56
44. die Weihnachtsgans!

Zitat von Julian_Morrow
Richtig, so wird "Augusta" im Englischen ausgesprochen.
Ich kam erst einige Jahre später drauf, wie man diesen so dubios klingenden Vornamen schreibt - seitdem verbinde ich diese Fackeln-im-Sturm-Blondine mit der Weihnachtsgans :-)

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Altesocke 17.06.2011, 10:00
45. Noel Gallager, z.B.

Zitat von kroa@gmx.de
Eine Kollegin hat ihr Kind "Noel" genannt. Ein Junge. Noel ist soviel ich weiß die Französiche Übersetzung für Weihnachten oder das Christkind (wenn das in Zeiten des Weihnachtsmanns noch jemand kennt).
Abgeleitet aus dem franzoesischem ist richtig.
Aber es ist auch ein maennlicher Vorname!
z.B. Noel Gallagher, engl. Musiker.

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Eva K 17.06.2011, 10:00
46. Das hatte ich doch geschrieben

Jeder erwachsene Mensch, d.h. volljährig und geschäftsfähig. Das heißt ja nicht, daß die Eltern ihre Kinder nicht benennen dürfen und sollen, da ändert sich rechtlich nichts. Es gibt übrigens Kulturen, da ist es sogar üblich, daß junge Menschen mit der Initiation - d.h. dem Eintritt in die Erwachsenenwelt - aufgefordert sind, sich als Ausdruck der eigenen Persönlichkeit und Selbstbestimmung einen eigenen Namen zu suchen.

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Zucchi_Magico 17.06.2011, 10:02
47. Abgedrehte Vornamen

Zitat von sysop
Was wird man bloß mit einem Examen in Sprachwissenschaften? Zum Beispiel Namen-Notbremserin. Frauke Lüdebusch hält verpeilte Eltern davon ab, ihren Kindern schlimme Vornamen zu geben. Akropoli und Kantorka, Zecke und Puppe: Die Expertin weiß, was gerade so geht - und was auf keinen Fall.
Hätte nicht gedacht, dass es wirklich solche Vornamen gibt wie jene, die ich mir manchmal für unser Stfftiere ausdenke, um mit meiner Frau zu scherzen: z. B. "Korftgart Kuschelkrab" für unsere Stoffkrabbe, die eigentlich "Granchi Fischbrot" heisst oder "Kulstkors Kuschelsaurier" für einen "Così Dino" von Steiff...
Da bestätigt sich mal wieder, dass kein Film so schlecht ist, wie die Realität.
Dabei gibt es so viele schöne normale Namen, die auch nicht "Leon" oder "Jennifer" sein müssen, wie z. B. Petra, Anja, Anna oder auch Maria bzw. Peter, Franz, Horst oder Jürgen.

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MDen 17.06.2011, 10:02
48. Öh?

Zitat von kljkl
Zu Recht vertritt der deutsche Gesetzgeber der Auffassung, dass Kinder notfalls vor (dem Unfung) ihren Eltern zu schützen sind. Und mit den von Ihnen zitierten Möglichkeiten/Unbeschränktheiten im Land der Freien: diese werden hierzulande solange gerne zitiert, wie man selbst nicht Konsequenzen zu tragen hat.
Können Sie mir mal erklären, wieso der Staat berechtigt ist zu entscheiden, wie ich mein Kind nenne? Und wie will denn der deutsche Staat dieses Recht sinnvoll durchsetzen, wenn andere Länder alles Mögliche anerkennen, was dann in der Folge auch in Deutschland als Name zulässig weden muss. Bsp.: Beyoncé ist ganz offensichtlich einer dieser bei Afro-Amerikanern beliebten Fantasienamen mit nichtenglischem Flair. Den muss man jetzt auch akzeptieren, da er in den USA existiert. Und so steht die Hintertür unseres Namensrechts sperrangelweit offen, nur dass wir uns abhängig machen von der Rechtssprechung anderer Länder.

Und die Konsequenzen der deutschen Unfreiheit müssen sie genauso tragen, wenn ihr Namenswunsch abgelehnt wird oder sie zu einer zweiten Vornamen verpflichtet werden, weil der erste das Geschlecht nicht eindeutig erkennen lässt. Jede Rechtsprechung hat ihre Konsequenzen, insofern hat ist mir dann eine freiere Situation lieber.

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HerrStahl 17.06.2011, 10:08
49. Da schüttelt's mich

Das es beim Thema Namensgebung überhaupt mehr als den gesunden Menschenverstand braucht ist schon bedauerlich.

Was als Kind noch eventuell nett klingen mag und in jungen Jahren noch erträglich ist kann später so richtig grausam sein. Ich mag mir gar nicht vorstellen wenn irgendwann in Zukunft die 80jährigen Chantals mit den 76jährigen Kevins im Altersheim am Tisch sitzen. Und von den ganzen Exoten im Stile eines Jimmy Blue will ich erst gar nicht anfangen...

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