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Berufsanfänger in Wirtschaftskanzlei: Einstiegsgehalt 140.000 Euro - ist das noch nor
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Eine internationale Wirtschaftskanzlei verspricht Berufseinsteigern ein Jahresgehalt von 140.000 Euro brutto. Herrscht bei den Juristen jetzt Goldgräberstimmung?

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spdf 08.12.2016, 16:15
130. re

Zitat von yogi65
Es gibt diverse berufsständische Versorgungswerke z.B. für Ärzte, Zahnärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater, Ingenieure etc. Diese Versorgungswerke waren ursprünglich zur Altersversorgung von Freiberuflern gedacht, werden heute aber zunehmend von Angestellten der genannten .....
Die Versorgungswerke helfen dem Staat seine Staatsanleihen an den Mann/die Frau zu bringen. Man könnte die auch als Drückerkolonnen bezeichnen. In Zeiten niedriger Zinsen haben die Probleme. Gleichzeitig sind die z.T. sehr intransparent. Ob da wirklich noch so viel für den Anwalt raus kommt ... .

Das Kernproblem im Bereich Jura sind nicht die Spitzenabsolventen. Das eigentliche Problem liegt darin, als es viel zu viele Studenten/Absolventen gibt, die in dem Fach keine Chance haben. Eine Stadt wie München braucht keinen weiteren Anwalt.

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yogi65 08.12.2016, 16:33
131. Würde trotzdem tauschen

Zitat von spdf
Die Versorgungswerke helfen dem Staat seine Staatsanleihen an den Mann/die Frau zu bringen. Man könnte die auch als Drückerkolonnen bezeichnen. In Zeiten niedriger Zinsen haben die Probleme. Gleichzeitig sind die z.T. sehr intransparent. Ob da wirklich noch so viel für den Anwalt raus kommt ... . Das Kernproblem im Bereich Jura sind nicht die Spitzenabsolventen. Das eigentliche Problem liegt darin, als es viel zu viele Studenten/Absolventen gibt, die in dem Fach keine Chance haben. Eine Stadt wie München braucht keinen weiteren Anwalt.
Das Niedrigzinsumfeld ist natürlich ein Problem für alle Formen der kapitalgedeckten Renten-, Kranken- und Lebensversicherungen. Dank nochmal an Herrn Draghi. Im Fall der Rentenversicherung würde ich allerdings trotzdem tauschen, zumindest wenn ich schon 30 Jahre eingezahlt hätte. Habe schon Rentenzusagen von Versorgungswerken gesehen, die waren bei identischem Einsatz wie in der gesetzlichen RV locker 50-60 Prozent höher als der Wert der sich in der gesetzlichen RV ergeben hätte. Der Vorteil mag jetzt sukzessive etwas abschmelzen, aber ok ist das nicht.

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spdf 08.12.2016, 16:45
132. re

Zitat von yogi65
Das Niedrigzinsumfeld ist natürlich ein Problem für alle Formen der kapitalgedeckten Renten-, Kranken- und Lebensversicherungen. Dank nochmal an Herrn Draghi. Im Fall der Rentenversicherung würde ich allerdings trotzdem tauschen, zumindest wenn ich schon 30 Jahre ......
Die Versorgungswerke sollen durch die Griechenlandkrise bereits einiges an Geld verloren haben. Hinzu kommt, dass der Einzelne kein Recht auf Akteneinsicht hat. Das Risiko scheint da hoch zu sein. Ich würde nicht mit einem Anwalt tauschen wollen.
http://www.fiala.de/veroeffentlichungen/2014/01/versorgungswerke-geben-anlass-zur-sorge/

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spdf 08.12.2016, 17:08
133. naja

Zitat von hihp
Übrigens haben die allermeisten Anwälte auch in Großkanzleien sehr wohl einen Berufsethos. Wenn etwas klar rechtswidrig ist oder bspw. bei Vertragsverhandlungen die Gegenseite eine nicht anwaltlich vertretene Privatperson ist, dann verhalten sich diese Menschen anders. Kann sich anscheinend der typische Spiegel-online-Forumsnutzer nicht vorstellen, aber klar rechtswidrige Sachen kann und darf ein Anwalt gar nicht machen, da ist er nämlich erstens ruckzuck in der Haftung und zweitens dann auch mal schnell die Zulassung los.
Ein Ex-Arbeitgeber von mir würden ihnen da was anderes erzählen. Vor allem wenn es um Großaufträge handelt. Letztlich wollen Anwälte auch nur maximalen Profit generieren. Wenn man sich darüber hinaus anschaut wie sich Jura-Studenten so verhalten, würde ich denen erst mal nicht trauen. Es sei denn, ich kenne den Anwalt noch von früher her.

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commentatorius 08.12.2016, 20:30
134.

@Business Ethics: Tja, so war es aber. das waren natürlich keine 08/15 Kandidaten, sondern absolute Topleute. In Harvard hatte ein junger JD/MBA, den ich interviewte und der damals 26 Jahre alt war, Angebote von 220.000 US $ p.a. Der hatte aber auch einen sog. "perfect GMAT-Score" von 800...

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montecristo 08.12.2016, 22:47
135. ...

Zitat von waswoasi
Überbezahlt nicht jedoch grundlos Beamter mit allen Vorzügen und viel Netto vom Brutto :-)
Mir ging es haupsächlich darum, dass da jemand 6.000 Euro netto "klein redet". Von 6.000 Euro Netto träumen die meisten doch nur. Und verdammt, dass ist viel Geld! Die meisten könnten 100 Std die Woche arbeiten und würden trotzdem nicht annährend an diese Summe kommen.
Viel Netto vom Brutto stimmt, aber meistens ist es für jeden doch eh nur wichtig, was Netto rauskommt. Und mehr Brutto (also alle Soz.Vers.) könnten sich die meisten Bundesländer kurzfristig gesehen doch gar nicht leisten... Simonis hat es in Schleswig Holstein probieren wollen.

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Marlo 09.12.2016, 08:09
136.

Erstens bleiben von den 140k "nur" ca 70 übrig. Zudem wird erwartet, dass man mindestens 80 Std die Woche und mehr arbeitet und quasi immer zur Verfügung steht. Kann sein, dass das für viele reizvoll ist, ich mache lieber meinen 36k brutto Job und habe jeden Tag nach 8 Std Feierabend und am WE frei. Zum guten Leben reicht auch das Gehalt. Zur Lebensqualität trägt vor allem die viele Freizeit bei. Aber für 70k netto werden sich genug "allnighter" finden. Graue Haare und dunkle Augenringe mit 35 gelten als seriös in diesen Branchen.

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Patrik74 09.12.2016, 08:13
137. Logisch

Nach ITlern und Bankern geht jetzt der Hype bei Wirtschaftsjuristen los.

Kein Wunder angesichts der Milliardenklagen, die in Vorbereitung auf TTIP, CETA und andere Selbstbedienungsgesetze in den Startlöchern stehen. Da ist wohl jetzt schon Goldgräberstimmung - und angesichts der Summen, um die es da gehen wird, sind 140.000 nur "Peanuts."

Herrliche Zeiten, die da auf und zukommen, Wertschröpfung statt Wertschöpfung.

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michaelroth3 09.12.2016, 13:44
138. in Ordnung

Das Gehalt ist in Anbetracht von 60 bis 80 Wochenarbeitsstunden und der langen Ausbildung mehr als gerechtfertigt. Wenn man schon nichts vom Leben hat, dann soll man wenigstens mit Geld dafür entschädigt werden.

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michaelroth3 09.12.2016, 13:52
139.

Zitat von s_v_l
Solche Gehälter für BerufsANFÄNGER sind m.E. nicht zu rechtfertigen. Ich als "Kunde" werde von einem Grünschnabel beraten, der noch über keinerlei oder sehr wenig Erfahrung verfügt. Dr.-Titel hin oder her - er/sie ist zunächst ein Theoretiker. Ich hätte - und ich rede hier als selbständiger Unternehmer - keine Lust, dafür horrende Honorare zu bezahlen, denn schließlich ist es der Mandant, der blechen muss.
solche Kanzleien beraten auch keine Feld-Wald-Wiesen Unternehmen, sondern Weltkonzerne. Ich finde es toll, dass es heute noch junge Menschen gibt, die sich für diese anspruchsvolle Ausbildung entscheiden und bereit sind wöchentlich 80 Std. zu arbeiten.

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