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Berufsanfänger in Wirtschaftskanzlei: Einstiegsgehalt 140.000 Euro - ist das noch nor
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Eine internationale Wirtschaftskanzlei verspricht Berufseinsteigern ein Jahresgehalt von 140.000 Euro brutto. Herrscht bei den Juristen jetzt Goldgräberstimmung?

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Räuber Hotzenplotz 07.12.2016, 18:46
60. Genau, ...

Zitat von exil-berliner
Bleiben nach Steuern 70.000€ netto. Das sind pro Monat ca. 6000€ netto. Ja und? Soviel ist das nicht, wenn man die exorbitanten Immobilien Kaufpreise und die Lebenshaltungskosten sieht. Es ist zwar mehr als doppelt soviel wie ein normaler Job im Durchschnitt an Einkommen bringt aber im Wirtschaftsrecht geht es um sehr sehr viel Geld und man wird relativ immer zu den Summen bezahlt die man als Mitarbeiter verantwortet.
...und von den 6.000 netto pro Monat muß man auch noch tip-top Outfit etc. bezahlen. Und beim privaten Konsum kauft man regelmäßig überteuert, weil man überhaupt keine Zeit hat, Preise zu vergleichen...klar bleibt mehr über als beim Durchschnittsverdiener, aber die monetären Kosten, solch einem Job nachzugehen, sind sehr hoch. Da wird oft bei hochbezahlten Jobs vergessen, weil die, die so einen Job nicht haben, es sich gar nicht vorstellen können, und die, die so einen Job haben, es meist gar nicht mehr merken, warum vom hohen Netto am Monatsende doch nur wenig oder gar nix übrig bleibt.

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alfred13 07.12.2016, 18:56
61. Faustischer Pakt

Dafür gehen die jungen Juristen einen faustischen Pakt ein: Geld gegen Seele. Einer der letzten frühkapitalistischen Bereiche der deutschen Wirtschaft: totale Abhängigkeit von psychpathischen, meist narzisstischen sog. "Partnern" (Kanzleiträgern - die selbst so sozialisiiert wurden) und Willkürregime. Keine klaren Arbeitszeiten (ArbeitszeitG wird von den Juristen ignoriert - wo kein Kläger, da kein Richter; wo sind die Gewerkschaften?), Urlaube, dann, wenn es dem Partner passt und darwinistische Kultur - there's always a price you pay.....

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stefan.martens.75 07.12.2016, 18:56
62. was sind 140.000?

Für die Besten eines Jahrgangs die dann bereit sind sich kaputt zu schuften?
Ich habe eher ein Problem mit Investmentbankern und Managern von Gross Konzernen die dieses Gehalt im Monat verdienen....Mehr als 80Std. die Woche arbeiten die auch nicht.

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techkritik 07.12.2016, 18:57
63. ...

Die Juristen einer Wirtschaftskanzlei sind nicht die einzigen, die 60 bis 80 Wochenstunden bringen müssen. Man tut immer so als würde sich so ein Einstiegsgehalt, zumindest partiell, durch den enormen Einsatz rechtferigen lassen und tut am Ende den anderen (Nicht-Juristen) Unrecht.

Liegt es an der extremen Siebung? Den wenigen Super-Talenten? Sicherlich nicht, denn diese gibt es auch in der Informatik oder den Ingenieurswissenschaften - aber die können von 140k als Einstieg nur träumen.

Also liegt es am Themengebiet: die Juristerei kann sich halt richtig lohnen, dafür wird die ausufernde Bürokratie (vgl. Max Weber) und ein paar Kollegen im Bundestag schon sorgen. Schade nur, dass den anderen immer weniger bleibt, denn einer muss ja die Rechnungen am Ende zahlen.

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kommentator911 07.12.2016, 19:04
64. Wenn den Mandanten Geld aus der Tasche gezogen wird...

Brauchte vor kurzem auch einen Anwalt. Mindestbuchungsdauer 2 Stunden, davon 40 min abgearbeitet und seitdem die Rechnung bezahlt ist (240,-/h) keinerlei Antwort des Anwalts mehr. Natürlich ist der Fall auch noch nicht abgeschlossen. Umgerechnet hat er also einen Stundenlohn von 720 Euro kassiert - Nutzen für mich: Null.

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politikus_ii 07.12.2016, 19:05
65.

Zitat von Vorzeichen
Können Sie, neben Polemik, auch nur ein einziges belegbares Argument für Ihren Blödsinn nennen? Ihre Welt besteht doch nur aus Verschwörungstheorien - und dass Sie damit (zu Recht) nicht ansatzweise so viel verdienen wie Topabsolventen, davon bin ich überzeugt.
Lacht.
1. Tipp: Lesen Sie erstmal nach was Polemik ist und was nicht.

2. Welche Verschwörungstheorien bitte?

3. Wie viel ich verdiene oder nicht verdiene, geht Sie nichts an.

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MoorGraf 07.12.2016, 19:27
66. 60-80 Stunden?

Das ist nach deutschen Arbeitszeitgesetz schlicht verboten, mehr als 48 sind nicht drin. Da lässt sich inhaltlich drüber streiten, aber 60 Stunden sind so oder so albern, 80 sind absurd: wer über einen langen Zeitraum hinweg (also z.B. 3 Monate lang) jeden Tag mehr als 11 Stunden arbeitet, macht in den 11 Stunden auch nicht mehr, als er normalerweise in 9 Stunden machen würde. Er macht es nur langsamer.

Es gibt Ausnahmen (keine 5%!), aber für die ganz überwiegende Mehrheit ist das genau so. Getestet, bewiesen, ohne jeden Zweifel. Wer glaubt, er könnte seine Produktivität steigern, indem er auf Sport, auf Ausgleich, auf Freunde verzichtet, liegt falsch. (Na klar, wer Wachdienst macht oder wer als Pförtner etc. arbeitet, kann auch 12 Stunden produktiv für einen langen Zeitraum arbeiten. Aber als Jurist, als Manager und selbst als Buchhalter geht es eben nicht, ohne dass die Produktivität pro Stunde drunter leidet.)

Natürlich machen viele Karriere, indem sie länger bleiben, als die Kollegen. Das hat dann nichts mit Produktivität zu tun, sondern mit unprofessionellen Vorgesetzten. Aber da viele Firmen sehr unprofessionell sind, macht es natürlich Sinn, nach 18 Uhr noch im Büro zu sein. Der Arbeit dient das sicherlich nicht.

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David K. 07.12.2016, 19:30
67. Es kommt auf das Arbeitspensum an

Es ist für die HR-Manager in den Kanzleien von Vorteil, dass Juristen bekanntlich schlechte Rechner sind. Da nimmt der Top Jurist dann die Stelle für 100.000 Euro im Jahr an und arbeitet dafür 60-80 Stunden in der Woche. Der andere Jurist geht mit 60.000 nach Hause und arbeitet 40 Stunden - die reguläre Arbeitszeit. Wie die Lemminge wollen Juristen den ersten Job und merken nicht, wie sie über den Tisch gezogen werden. Von den gesundheitlichen Folgen ganz zu schweigen.....

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Räuber Hotzenplotz 07.12.2016, 19:31
68. Besorgt?

Zitat von echoanswer
der Berufstand der Juristen richtet jedes Jahr Milliardenschäden an. Dann ist das Gehalt doch geschenkt. Wir brauchen noch viel mehr von diesem Volk.
Juristen richten in Ausübung ihres Berufes i.d.R. keine Schäden an. Schäden angerichtet haben i.d.R. rechtsstaatlich Verurteilte. Bitte hier keinen Unfug verbreiten, sonst glaubt das noch jemand und macht sich Sorgen.

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montecristo 07.12.2016, 19:33
69. Wow

Zitat von exil-berliner
Bleiben nach Steuern 70.000 netto. Das sind pro Monat ca. 6000 netto. Ja und? Soviel ist das nicht, wenn man die exorbitanten Immobilien Kaufpreise und die Lebenshaltungskosten sieht.
Und ich muss mir ständig anhören, dass man als Lehrer bereits völlig überbezahlt sei. Alles über 2000 sei ja schon eine Frechheit...

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