Forum: Karriere
Berufsausbildungsbeihilfe: Bundesregierung will Zuschüsse für Azubis deutlich anheben
DPA

Wohnen Auszubildende weit vom Arbeitsort entfernt und werden für den Lebensunterhalt nicht ausreichend vergütet, kann der Staat einspringen. Diese Beihilfe soll nun deutlich erhöht werden.

gluonball 12.03.2019, 19:28
1. Fachkräftemangel

Huch? Haben wir nicht Fachkräftemangel?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
DianaSimon 12.03.2019, 22:34
2. Eine gute Sache

für uns auf dem Land. Es gibt hier zwar Ausbildungsplätze, aber nur für einige Berufe. Kinder, die etwas anderes lernen wollen, müssen auswärts etwas suchen. Das ist bei vielen Familien nur möglich mit dieser sinnvollen Hilfe.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
aktiverbeobachter 13.03.2019, 07:42
3. falscher Weg

Aus meiner Sicht wieder einmal der falsche Weg hier eine staatliche Hilfe einzubauen und damit nicht auf Selbstverantwortung und Selbstbestimmung zu setzen. Die Politik sollte vielmehr dafür sorgen, dass es ausreichend Ausbildungsplätze gibt, diese angemessen bezahlt werden, bezahlbare Wohnungen zur Verfügung stehen, der öffentliche Nahverkehr preiswert und attraktiv ist usw. Dann ist den jungen Menschen und Familien auch geholfen und sie lernen schnell (und bekommen eine faire Chance) für sich selbst zu sorgen, ohnen nach staatlicher Hilfe zu schreien.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kleinsteminderheit 13.03.2019, 07:57
4. Nicht gut genug

Was immer noch fehlt ist eine Beihilfe für Azubis aus H4 Bedarfsgemeinschaften. Die behalten, nach Verrechnung mit der Stütze, von ihrem Ausbildungslohn nur etwa 150€. Davon müssen sie Fahrtkosten zum Betrieb und zur Berufsschule, Bücher, Verpflegung, Kleidung etc. bezahlen. €150 reichen, gerade in ländlichen Regionen, häufig nicht aus, um diese Kosten zu decken.
Derzeit hat das Jobcenter keine rechtliche Möglichkeit, den betroffenen Jugendlichen Freibeträge zur Deckung dieser Kosten einzuräumen.
Wenn Betriebe den betroffenen Azubis Bargeld geben um ihnen in dieser Notlage zu helfen, machen sie sich strafbar.

Dies ist einer der Hauptgründe, warum H4 Jugendliche sich häufig eher für einen Aushilfsjob als für eine Ausbildung entscheiden. Die Erhöhung der BAB, so sinnvoll sie ansonsten sein mag, bringt dieser Gruppe gar nichts. Was hier gebraucht wird , ist eine weitgehende Freistellung des Ausbildungslohns von der Verrechnung mit dem H4 Bezug, bis Stütze und Lohn zusammen genommen das Niveau der BAB erreichen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wasistlosnix 13.03.2019, 08:37
5. Bürokratie

Der Ruf nach dem Staat. Mit den im Bericht genannten Beträgen gibt es in keiner Großstadt ein WG Zimmer zu mieten.
Die Unternehmen wollen doch Bürokratieabbau, also einfach den Lehrlingen das selber ermöglichen anstatt auf stattliche Unterstützung vertrauen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hans-Dampf 13.03.2019, 08:47
6.

Falls es einen Mangel an Fachkräften gäbe, sollten junge Menschen dahingehend ausgebildet werden. Der Mangel wird nicht vom Staat beklagt, sondern von den Unternehmen. Also sollten diese auch angemessene Vergütungen an Azubis zahlen, damit sie dem angeblichen Mangel entgegentreten können.
Entweder funktioniert der Arbeitsmarkt nicht oder es gibt keinen Mangel. An erstes glaube ich weniger.

Beitrag melden Antworten / Zitieren