Forum: Karriere
Berufsstart unter Volldampf: Die Turbokarrieristen

Ihre Stationen könnten fünf Lebensläufe füllen, Stillstand gilt nicht, Niederlagen sind ihnen ein Ansporn: Turbokarrieristen. Es sind Ehrgeizlinge mit dem unbedingten Willen zum Erfolg. Michael Yohannes und Markus Beck erzählen, warum das ihr Sinn des Lebens ist.

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Paul-Merlin 21.08.2013, 14:15
120. Extrem fleißig ohne Ziel?

Zitat von sysop
Ihre Stationen könnten fünf Lebensläufe füllen, Stillstand gilt nicht, Niederlagen sind ihnen ein Ansporn: Turbokarrieristen. Es sind Ehrgeizlinge mit dem unbedingten Willen zum Erfolg. Michael Yohannes und Markus Beck erzählen, warum das ihr Sinn des Lebens ist.
Turbokarrieristen

So sieht das für mich hier bei den zwei "Turbokarrieristen" eher aus. Die fangen permanent etwas neues an ohne aber an ein Ziel zu kommen. Als "Führungskräfte" kann ich mir beide nicht vorstellen. Auch die für ein geistiges Wohlbefinden notwendige Balance zwischen Arbeit und Freizeit ist hier nicht gegeben. Ich sehe hier vielmehr zwei Kandidaten die eher früher als später in eine "Sinnkrise" geraten und auf der Pritsche eines Psychiaters landen werden.

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experiencedsailor 21.08.2013, 14:51
121. Wie traurig ist denn ihr Leben?

Zitat von spon-facebook-1804069627
Ich finde es wirklich traurig wie schnell hier in das übliche Schubladendenken abgedriftet wird. Karriere ist bei vielen gleichbedeutend mit Verzicht auf ein erfülltes Leben. Kann es nicht so sein, dass einige Menschen einfach einen riesigen Spaß daran haben die nächste große Herausforderung anzunehmen und daran zu wachsen? Kann es vielleicht so sein, dass einige Menschen keine Familie wollen? Meine Partnerin und ich wollen z.B. keine Kinder, einfach weil wir keinen Bezug dazu haben. Ob ......
Bevor ich bei Ecommerce, CRM oder sonstwie nutzlosen Projekten geistig ejakuliere, gehe ich lieber mit meinem Kleinen ins Schwimmbad.

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k70-ingo 21.08.2013, 18:47
122.

Zitat von tomy1983
Das empfinden sicherlich auch viele bei Deiner Einstellung. Sie ist in meinen Augen nur eine Selbstaufgabe. Häme und Mitleid für Menschen, die im Leben etwas erreichen wollen? Dass ich nicht lache...
Wieso Selbstaufgabe? Nö, ich setze nur ganz egoistische Prioritäten. Für mich ist Arbeit nicht das Ein und Alles auf der Welt. Familie, Haus, Hobbies, Reisen -richtige Reisen, nicht nur mal ne Woche Club auf Malle- stehen weiter oben. Dementsprechend organisiere ich die Arbeit -soweit mir das als abhängig Beschäftigter möglich ist- gemäß meinen Interessen.
Gewiß, ich kann knüppeln, an meine Schlagzahlen und meine Streßresistenz ist noch keiner der Kollegen rangekommen - aber das mache ich nur, wenn ich Lust drauf habe, bzw. wenn es sinnvoll ist.
Es ist mein Luxus, über den ich sehr glücklich bin, daß ich das nicht machen MUSS.

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oakforest 21.08.2013, 22:43
123.

Ich finde solche Typen (wir nennen sie bei uns "Space Cadets) eher lächerlich. Oftmals schwingt unterschwellig noch viel Unsicherheit mit. Sie betreiben soviel Aufwand um irgend eine weitere Medium Managment Nummer zu sein. Tja, jeder kann sein Leben vergeuden wie er/sie will

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karhu1 22.08.2013, 09:28
124.

Zitat von k70-ingo
Wieso Selbstaufgabe? Nö, ich setze nur ganz egoistische Prioritäten. Für mich ist Arbeit nicht das Ein und Alles auf der Welt. Familie, Haus, Hobbies, Reisen -richtige Reisen, nicht nur mal ne Woche Club auf Malle- stehen weiter oben. Dementsprechend organisiere ich die Arbeit -soweit mir das als abhängig Beschäftigter möglich ist- gemäß meinen Interessen. Gewiß, ich kann knüppeln, an meine Schlagzahlen und meine Streßresistenz ist noch keiner der Kollegen rangekommen - aber das mache ich nur, wenn ich Lust drauf habe, bzw. wenn es sinnvoll ist. Es ist mein Luxus, über den ich sehr glücklich bin, daß ich das nicht machen MUSS.
Es gibt einfach Menschen, die machen einfach mehr in der gleichen Zeit was die meisten Normalos nicht nachvollziehen können, weil sie schon bei Kleinigkeiten überfordert sind und in Stress geraten.

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karhu1 22.08.2013, 09:31
125.

Zitat von oakforest
Ich finde solche Typen (wir nennen sie bei uns "Space Cadets) eher lächerlich. Oftmals schwingt unterschwellig noch viel Unsicherheit mit. Sie betreiben soviel Aufwand um irgend eine weitere Medium Managment Nummer zu sein. Tja, jeder kann sein Leben vergeuden wie er/sie will
Oh je, immer die frustierten Mittelmanager, die es nicht geschafft haben "obwohl sie so gut sind" und dann frustiert das Klima im Büro versauen weil sie nichts anderes können als meckern und über die bösen Typen herziehen, die es geschafft haben "obwohl die doch alle Flaschen" sind.

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vonsuttow 24.08.2013, 20:41
126.

Ein Job im Hochschulmarketing von irgendeiner krisengeschüttelten Bank ...und was soll daran Turbo sein???

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k70-ingo 25.08.2013, 14:11
127.

Zitat von vonsuttow
Ein Job im Hochschulmarketing von irgendeiner krisengeschüttelten Bank ...und was soll daran Turbo sein???
Vor allem sind solche Jobs noch nicht einmal ansatzweise krisensicher. Am Marketing und anderen, nicht fürs Kerngeschäft wichtigen Stabsabteilungen wird im Krisen- oder Übernahmefall ales Erstes gespart, erst recht an Newbie-Überfliegern ohne Stallgeruch und Vernetzungen in der Firma.

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-arnonym- 13.12.2013, 08:45
128. Aber richtig schief

Zitat von schneemann3
Ich würde eher sagen, dass da was schief gelaufen ist und das nichts mit Turbokarierre zu tun hat. Da wäre er dann schon im Ausland, auch ohne MBA und würde 6stellig bei einer US Bank oder als Consultant verdienen
Ich hab auch nicht ganz Begriffen wo jetzt mit 31 Jahren und 5 Praktika der Turbo in der Karriere gezündet haben soll.

-= ACHTUNG: Es folgt eine längere "selbstgefällige" Beschreibung der eigenen Situation, wen die nicht interessiert einfach ans Fazit am Ende springen ;-) =-

Ich bin selbst wieder seit einigen Jahren freiberuflich als Consultant tätig, habe alles nur keinen Bilderbuchweg zurück gelegt - weder in der Schule, noch im Studium. Nach dem Abi erstmal beruflich versucht die eigenen Träume zu verwirklichen ... in Teilen hat es geklappt in anderen Teilen ist es gescheitert - Aber dann bin ich aufgestanden und habe die Chance genutzt, die mir ein Kunde gegeben hat "Duales Studium an der Berufsakademie" in Europas größtem Handelskonzern ... Im Gegensatz zu dem jungen Mann habe ich neben dem Diplom in BWL, div. Zertifikaten halt mit 29 auch schon mehr als 10 Jahre Berufserfahrung im Angebot, weil ich einfach immer (großteils Weise selbständig) richtig am arbeiten war ... sorry aber ich kann dieser "Generation Praktikum" die sich für Hoffnung und leere Versprechungen immer weiter ausbeuten lässt nichts abgewinnen.

Mein Weg in die Freiberuflichkeit war eine spontane Entscheidung, der Konzern hat mir nach der Diplomarbeit nicht die zuerst grob beschriebene Stelle sondern eine Traineeposition angeboten, da merkte ich "ich war wohl auch nur ein Esel, der hinter der Karotte am Stock hier gerannt ist" - Große Beratungsunternehmen stehen nicht so auf "spontane Bewerbungen am Studienende", von Menschen ohne "1,irgendwas kleiner 5"-Schnitt" und ohne "vorbildlichen Lebenslauf" mit nicht "08/15-Beratererscheinungsbild" ... ich muss offen zugeben, manchmal fehlt es mir keinen großen Konzern mehr im Rücken zu haben und sich nicht immer um alles selbst kümmern zu müssen, aber umgekehrt muss man sich als Berater so oder so von Projekt zu Projekt in neue Teams einleben.

-= Fazit =-

Lange Rede, kurzer Sinn ... dieses Hamsterrad der "tollen Praktika" sieht nur von innen aus wie eine Karriereleiter. Ich würde mich nicht als den Menschen mit der kometenhaften Laufbahn bezeichnen, aber ich denke ich bin weiter als dieser "Turbokarrierist" und hoffe einfach mal meinen Vorsprung in den nächsten Jahren weiter auszubauen ;-)

Cheers Arno

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