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Bewerben in der Schweiz: Mit "freundlichen Grüssen" zum neuen Job
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Jedes Jahr wandern Zehntausende Deutsche in die Schweiz aus. Wer sich dort auf Stellensuche begibt, muss auf viele Feinheiten achten.

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winkdon 29.11.2017, 11:16
1.

"Mit freundlichen Grüssen," ist in der Schweiz völlig normal. Für Deutsche empfiehlt es sich tatsächlich nicht, Schwyzerdütsch zu sprechen. Das bringt nur etwas, wenn man mit der Sprache aufgewachsen ist. Ausserdem trifft man bei einem Schweizer Unternehmen sehr oft Deutsche oder Leute, die selbst nicht in der Schweiz aufgewachsen sind. Da passt Hochdeutsch sehr gut.

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ferdl 29.11.2017, 12:29
2. Als ich vor über 30 Jahren..

.. in der Schweiz gearbeitet hatte, wurde der Versuch, zumindest ein bisschen Schwyzerdütsch zu sprechen, von den Einheimischen durchaus positiv aufgenommen als Beweis des guten Willens, sich zu integrieren. Da es zu dieser Zeit noch keine PC's bzw. Laptops gab, war die Verwendung des "ß" nicht wirklich schlimm, da das Schreibbüro das schon gerichtet hat.
Und im Gegensatz zu früher sprechen die meisten Schweizer heutzutage selbst einwandfreies Hochdeutsch.

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thdehn 29.11.2017, 12:46
3. Zehn Jahre CH

.. es ist richtig, dass man nicht „Mit freundlichen Grüßen“ , sondern nur „freundliche Grüsse“ schreibt. Eines sollte man auch beachten: niemals im ersten Vorstellungsgespräch über Geld reden. Sollte man es in die zweite Runde geschafft haben, wird der Personaler selbst dazu kommen.

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mkdrsdn 29.11.2017, 14:50
4. So, so, ...

... die Verwendung von "ß" outet mich als Auswärtigen. Ich dachte schon, daß verriete der der Bewerbung beigelegte Lebenslauf ohnehin.

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akkzent 29.11.2017, 15:16
5. Apropo Schwyzerdütsch

Schwyzerdütsch wird nur im Umkreis des Kanton Schwyz gesprochen. Auch wenn es keinen offiziellen Dialekt gibt, in der übrigen deutschsprachigen Schweiz spricht man ein regional sehr unterschiedliches: Schwiizerdütsch!
Und es stimmt schon, ein geradebrechtes "Schwiizerdütsch" seitens deutscher Einwanderer kommt selten gut an. Es sei denn, man beherrscht den Dialekt so erstaunlich gut wie Marcel Reif. Ja, der von mir überaus geschätzte Fussballexperte - Respekt! Das Problem ist dabei genauso widersprüchlich wie schwierig: man kann es nur mit entsprechender Praxis lösen.

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bitdinger 29.11.2017, 15:22
6. @mkdrsdn

Klugscheisser haben in der Schweiz überhaupt keine Chance auf eine Stelle.

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Bondurant 29.11.2017, 15:36
7. Andere Erfahrungen

Zitat von akkzent
Und es stimmt schon, ein geradebrechtes "Schwiizerdütsch" seitens deutscher Einwanderer kommt selten gut an.
Das interessiert mich jetzt: ein Freund von mir fing in der Schweiz einen neuen Job an. Zur Einweihungsparty seiner Wohnung brachten ihm schweizer Kollegen eine Art Lehrbuch für Schwyzer- oder Schwiizerdeutsch mit. Ich dachte erst, das solle ein Scherz sein. Auf Nachfrage erläuterte mir aber ein Schweizer ganz ernsthaft, dass man es schon zu schätzen wisse, wenn sich Zugezogene um die Beherrschung dieser Art des Deutschen bemühten. Denn es handele sich hier nicht um einen Dialekt, sondern eine eigene Sprache. Was ist denn nun richtig?

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premstar_pill 29.11.2017, 15:56
8.

Zitat von Bondurant
Das interessiert mich jetzt: ein Freund von mir fing in der Schweiz einen neuen Job an. Zur Einweihungsparty seiner Wohnung brachten ihm schweizer Kollegen eine Art Lehrbuch für Schwyzer- oder Schwiizerdeutsch mit. Ich dachte erst, das solle ein Scherz sein. Auf Nachfrage erläuterte mir aber ein Schweizer ganz ernsthaft, dass man es schon zu schätzen wisse, wenn sich Zugezogene um die Beherrschung dieser Art des Deutschen bemühten. Denn es handele sich hier nicht um einen Dialekt, sondern eine eigene Sprache. Was ist denn nun richtig?
Meine Erfahrung aus insgesamt gut einem Jahrzehnt Schweiz ist, dass der Dialekt an sich egal ist, aber es sehr positiv aufgenommen wird wenn man die "kleinen Unterschiede" zwischen Deutschland und der Schweiz kennt. Also Velo anstatt Fahrrad, Spital anstatt Krankenhaus, Ausweis anstatt Führerschein. Usw.

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trompetenmann 29.11.2017, 15:56
9. Also, wenn eine Bewerbung scheitert,

weil man "Mit freundliche Grüßen" geschrieben hat.... Bei dem ganzen Gedöns, was ständig an Ratschlägen usw. für Bewerbungen gemacht wird frage ich mich, wieso man sich nicht einfach darauf "committed" zu schreiben, ich möchte mich auf die Stelle xy bewerben. Ob der Kandidat fachlich geeignet ist, wird anhand des Lebenslaufs ersichtlich, alles weitere klärt sich dann im Gespräch.

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