Forum: Karriere
Bewerberauswahl: Freaks sind die besseren Führungskräfte
Corbis

Querdenker haben es bei der Jobsuche schwer. Die meisten Unternehmen besetzen Führungsjobs lieber mit angepassten Durchschnittstypen. Ein großer Fehler, meint Personalberaterin Denn gerade die Freaks bringen Firmen voran.

Seite 1 von 16
LorenzSTR 05.01.2014, 11:07
1. Toll

Spiky Leaders, Performer und Consulting - davon bekommt der deutsche Durchschnittspersonaler feuchte Träume. Das sind ja auch die Gestalten, die sich schon für Anarchisten halten, wenn sie beim Spurwechsel mit der übermotorisierten Leasing-Kiste mal nicht blinken oder das Gemüse ins Käsefach legen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Newspeak 05.01.2014, 11:18
2.



1. Der Spiky Leader darf nicht in seinen Talenten eingeengt werden.

2. Seine ausgeprägten Schwächen müssen durch das Umfeld aufgefangen werden.

3. Spiky Leaders dürfen nicht in zu großer Dichte auftreten; einer pro Team genügt in der Regel.

4. Die strategische Stoßrichtung der Organisation gibt vor, an welcher Stelle, wie viele und welche Spiky Leaders eingesetzt werden.


Hört sich nach dem klassischen Rollenbild eines Professors an. Vor allem Punkt 2 und 3.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Paul Panda 05.01.2014, 11:19
3. Ist was dran

Ich stimme der Autorin zu. Ich habe im Beruf erlebt, dass viele Führungskräfte eine furchtbare Langeweile ausstrahlen und sich gegen jede neue Idee sperren. Das ging schon in der Schule los, als ich schon als Zwölfjähriger nach dem Physikunterricht meinen Lehrer gelegentlich ansprach, um Antworten auf (außerplanmäßige) Fragen zur Astro- und Atomphysik zu bekommen: Ich wurde lediglich mit wutentbrannter Stimme gebeten, nicht so viel fernzusehen.
Einziger Vorwurf an den Artikel: Geht es denn nicht mal ohne solche aufgeblasenen Anglizismen wie "Spiky Leader" und "Peak Performer"?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
meinung2013 05.01.2014, 11:23
4.

all diese Erkenntnis hilft leider nichts. Je angepasster, desto sicherer die Karriere. Liegt halt auch daran, daß zweitklassike Chefs immer nur drittklassike Mitarbeiter wollen. Alles andere wäre riskant.
Die Politik lebts ja vor.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ChristianWild 05.01.2014, 11:27
5. Stimmt!

ABER wer sollte solche Menschen einstellen. Die mittelmäßige, europäische Führungsriege hat doch Angst, dass ihnen jemand die Marmelade vom Brot nimmt. Mittelmaß ist zum Standard geworden.
Jasager sind gefragt. damit schlägt man 2 Klappen. Die da oben bleiben trotz Unfähigkeit auf ihren gut bezahlten Posten und sie haben für alle Fälle einen Deppen und Bauernopfer für ihre Unfähigkeit. Es wird sich nichts ändern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sucher533 05.01.2014, 11:27
6.

Das konnte man auch vor 15 Jahren schon lesen - nichts Neues!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hornet63 05.01.2014, 11:38
7. Funktioniert nicht in Großkonzernen

Es gibt einige Gründe, warum es dieser Personenkreis in Großkonzernen schwer hat.

Die meisten Manager werden in Hinterzimmerentscheidungen ohne die Beteiligung von HR-Experten ausgewählt. Ein tatsächliches Personalmanagement, das diesen Namen verdient, findet nicht statt. Dabei gewinnt fast immer der angepasste, für den Entscheider bequeme Mitläufer. Auf diese Weise züchtet man sich einen Stamm wenig innovativen SMA-Führungspersonals (SMA steht für Save My Ass) an, deren Bestreben es in erster Linie ist, beim eigenen Chef gut auszusehen. Ob das Unternehmen erfolgreich ist, spielt dabei nur eine sekundäre Rolle.

Das führt auch dazu, dass bei Konflikten zwischen Organisationsmanagern und Freaks fast immer die Organisation gewinnt.

Im Ergebnis sind Großkonzerne im Allgemeinen daher wenig innovativ.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
xaphier 05.01.2014, 11:44
8. Wie Lustig...

Da wird man in der Schule, der Uni und den Firmen immer zur Konformität getrieben und auf einmal stellt jemand fest, dass das totaler Blödsinn ist. Schön, dass endlich jemand dahinter gekommen ist. Schade nur, dass diese Erkenntnis bei etablierten Management und den HR Schnarchnasen sich niemals durchsetzen wird. Denn "Spiky" Mitarbeiter sind halt unbequem und stellen auch mal "unerwünschte" Fragen... auf so etwas hat ein echter Frühstücksdirektor nun mal keine Lust. Da sind angepasste Schleimer und Konformisten einfach viel bequemer.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kategorien 05.01.2014, 11:44
9. Macht

Macht. Werfen Sie einmal einen Blick in die Spiegelredaktion. Von den meisten wird die Öffentlichkeit nie Notiz nehmen. Wer etwas langweilig ist und einen netten Posten, eine Familie oder ein Haus hat, wird alles daran setzen, dass keine für ihn/sie nachteiligen Personen eingestellt werden. Hierbei helfen auch keine Artikel. Erst an zweiter Stelle würde ich die Unberechenbarkeit schwieriger Personen einbeziehen. Unweit schlimmer noch, wenn es sich um eine kreative Agentur, eine Universität oder eine Stadtverwaltung handelt. Mitunter halten sich die, die einstellen, für so kreativ, dass sie keinen anderen neben sich dulden, und das zurecht. Würde Sascha Lobo mit einem gestandenen Medien- und Kommunikationswiss. mithalten? Nein. Also handelt er entsprechend.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 16