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Bewerberauswahl: Freaks sind die besseren Führungskräfte
Corbis

Querdenker haben es bei der Jobsuche schwer. Die meisten Unternehmen besetzen Führungsjobs lieber mit angepassten Durchschnittstypen. Ein großer Fehler, meint Personalberaterin Denn gerade die Freaks bringen Firmen voran.

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wauz 05.01.2014, 16:51
70. Mengenlehre

Personaler sind ein Problem.Sie sind Teil eines größeren Problems namens Management. Das allergrößte Problem heißt Belegschaft. Selbst die Teilmenge (Belegschaft - Management) ist immer noch das größte Problem. Ab einer bestimmten Betriebsgröße ist es auch nicht mehr lösbar. DieDurchschnittsorientierung ist nämlich nicht vom Management in die Firma eingebracht, sondern vom "Fußvolk". Die wachen eifersüchtig darüber, dass keiner "herausragt". Da kann ein Management noch so wohlwollend sein, der Rest des Betriebes wird geradezu bösartig auf Leute reagieren, die etwas besser können als sie selbst.

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adal_ 05.01.2014, 16:52
71.

Zitat von danido
Also wird in Zukunft wirtschaftlicher Erfolg so definiert, dass je mehr Verlust ein Unternehmen macht um so besser?
Nö. Was er meint: Gute Quartalszahlen sind ja ganz nett, aber noch lange keine Unternehmensstrategie. Wer z.B. keine zukunftsfähigen Produkte in der Pipeline hat, mit dem kann es blitzschnell bergab gehen.

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wauz 05.01.2014, 16:55
72. Is nix mehr mit Roadie

Zitat von autocrator
(...) damit dürfen Sie vielleicht bei ner rockerband den kabelträger spielen (...)
Inzwischen gibt es da auch so eine Art Facharbeiterbrief dafür (Irgendwas mit "Bühnentechnik") und jeder, der den nicht hat, darf auch keine Kabeltrommeln mehr tragen, geschweige denn den Stecker einstecken.

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brut_dargent 05.01.2014, 17:16
73. @wauz

"... Da kann ein Management noch so wohlwollend sein, der Rest des Betriebes wird geradezu bösartig auf Leute reagieren, die etwas besser können als sie selbst." Zitat Ende - DAS kann ich voll auf bestätigen. Durfte es gleich mehrfach selbst erleben. Selig sind die geistig Armen ...

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spon-facebook-10000580344 05.01.2014, 17:29
74. ...schon immer so gewesen.

In Deutschland ist leider die Entwicklung von Mitarbeiter ein grosses Manko. Querdenker werden sehr schnell ausgebremst und danach kalt gestellt. Ich selber habe diese Erfahrung über lange Jahre am eigenen Leib erfahren. Erst nachdem ich Deutschland verlassen habe, ging's beruflich aufwärts und der Erfolg stellt sich schnell ein. Ich hab's nicht bereut. Daher verlassen auch sehr viele qualifizierte Mitarbeiter Deutschland.

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jocheno.b. 05.01.2014, 17:45
75. Die gesellschaftliche Entwicklung

geht immer mehr in Richtung Spiessertum, einzige Unterscheidung: Edelspiesser und Prolls oder beides (Die Geissens). Die Deutschen haben Angst vor allem.

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spon-facebook-1656496398 05.01.2014, 18:01
76. Das passiert auch Berufseinsteigern

Interessanter Artikel. Ich kann mich in dem Artikel irgendwie wieder erkennen. Meine Berufsausbildung (Fachinformatiker) in einem guten deutschen Unternehmen war durchaus anstrengend. Ich passte einfach nicht in die "Du musst Empathie zeigen, dich in deinen Kunden hineinversetzen und auf seine Probleme eingehen"-Mentalität. Ich bin jemand, dem man ein Problem geben kann, der sich dann über Monate mit dem Problem auseinandersetzt und eine Lösung präsentiert. Aber ich bin niemand, der sich morgens um 9:00 Uhr in ein Meeting setzen mag, bei dem man im vorhinein weiß, dass man nichts zu sagen hat oder auch nichts interessantes hören wird. Wenn in der Vorabmail schon die Themen des Meetings aufgelistet sind, keines meinen Arbeitsbereich umfasst, warum muss man dann im Meeting antreten? Das sind Dinge, die mir unbegreiflich sind und waren. In 3 Jahren habe ich eine handvoll Meetings erlebt, die sinnvoll waren - alle anderen waren eine verlängerte Mittagspause. Das ganze hat sich am Ende darin bestätigt, dass man bei mir "Asperger Autismus" diagnostiziert hat. Das fühlt sich manchmal an wie ein Stempel "Du passt nicht ins normale deutsche Unternehmen." Vorstellungsgespräche laufen übrigens alle ähnlich ab: "Sie haben sehr gute Fachkenntnisse, einen unüblichen Lebenslauf (als Jugendl. die Universität als Gasthörer besucht - Ausbildung gemacht - Abitur versemmelt wegen den Sprachen), aber sie passen nicht in unser Unternehmen." Da wird lieber der Durchschnittsstudent, mit 3 Praktika genommen. Das einzig positive Tiefe meines Ausbildungszeugnis war damals übrigens "er hat ein überdurchschnittliches Fachwissen", der Rest meines damaligen Arbeitszeugnis handelt von "Fehlern im Umgang mit Menschen" und der "Nicht-Normalität", um es mal überspitzt auszudrücken.

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BBTurpin 05.01.2014, 18:05
77. Ja, aber wer stellt denn die Führungskräfte ein?

Genau. Durchschnittstypen, die wiederum von Durchschschnittstypen eingestellt wurden. Es handelt sich dabei um ein selbsterhaltendes System, in dem kein Platz für "Freaks" ist. Mittelmaß ist Trumpf.

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Ein einfacher Verkäufer 05.01.2014, 18:13
78. Netter Gedanke

nur wer steuert dann die Teamarbeit? Im Idealfall ist so ein Mensch zumindest halbwegs "steuerbar", bzw. zu integrieren. In der Regel, führt dies aber zu innerbetrieblichen Spannungen, die einen Grossteil des "Gewinns" wieder zunichte machen. Schon mal mit einem Autisten, bzw. Hochbegabten "zusammen"gearbeitet? Ein wirklich wunderbares Erlebnis....

Und davon abgesehen: Ein Tattoo macht noch keinen besonders intelligenten oder "mutigen" Menschen. Und nur weil sich jemand Metall ins Gesicht dengelt, ist der deshalb kein Macher. Im schlimmsten Fall ist er einfach nur dumm oder er schwimmt auf der aktuellen Modewelle.

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rjsedv 05.01.2014, 18:14
79. Könnte man im Grunde zustimmen,...

wenn sich die Autorin nicht durch die Denglischen Klanghüslen fachlich diskrediert hätte. Schade drum, dass möglicherweise fachlich fundierte Aussagen nicht durch vernünfitge Sprache rübergebracht werden kann.

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