Forum: Karriere
Bilder aus dem Bürofenster: So schön kann Arbeit sein
Thomas Heimlich

Wir wollten wissen, wer den schönsten Blick aus seinem Büro hat. Darauf schickten uns SPIEGEL-ONLINE-Leser so viele Fotos, dass wir hier noch weitere zeigen wollen. Nach Arbeit sehen die meisten allerdings nicht aus.

eunegin 15.09.2016, 06:56
1. Land-Bilder - reality check

und die meisten unserer Jobs finden sich leider in Städten, deren Mieten nach oben schnellen. So ist häufig weder der Blick aus dem Büro noch aus dem Wohnungsfenster SPON-würdig. Trotzdem schön, dass es so etwas gibt. Ich werde mal sehen, ob ich etwas auf einem Berg oder am Meer finde...

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Mara Zimmer 15.09.2016, 07:59
2. Schöne Aussichten,

wahrlich. Das Südpol-Foto von Christian Krüger ist aber das einzige, dass mich fesselt. Danke dafür:-)

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gägge 15.09.2016, 08:56
3. Guten Tag ! Danke für diese Bilder !

Ich finde das Bild von Christian Krüger am Südpol sehr inhaltsreich...
(Schöne Aussicht, aber immer die Gleiche. Eingesperrt. Wenn's dort windet, muss das ziemlich unangenehm sein...).
Leider habe ich keine Fotos der Aussichten meiner verschiedenen Arbeitsplätze :-( .
Das ging von Aussicht auf engen Lichtschacht in der Oberen Königstraße Stuttgart (mit kaputten Abfallrohren, fürchterlicher Gestank) über gar keine Aussicht (Informatik, vier geschlossene Wände, gefilterte Luft) bis zu fantastisch schönen Orten, als ich für Historische Baudenkmäler für Frankreich arbeitete (mit Wohnwagen, ich war Einzelgänger gewesen), zum Beispiel im "Désert de la Grande Chartreuse", anschließend mit Wohnwagen drei Monate voll eingeschneit im Zentralmassiv, oft auch jwd auf verlassenen Burgruinen, bis zu Korsika wo ich mein Büro im "Nid d'Aigle" (Adlerhorst) der Festung von Corte eingerichtet hatte. Und viele andere eigentlich unglaubliche Orte, oft weit weg jeder Zivilisation.
Manchmal jedoch auch in Innenstädten, voll eingeklemmt, zum Beispiel im Théâtre Molière in Agde. Drei Monate kein Tageslicht gesehen :-( .
Zwischendrin auch damals östlich von Paris, in der Flugbahn der Concorde. Jeden Tag wenn die abhob alle Fenster zu, Kaffeetasse und alle wichtige Sachen auf der Mitte des Arbeitstisches versammeln, Auto war sowieso schon im Hangar, und dann ging die Rumpelei dieser Teufelsmaschine los. Ohrenstöpsel. Telefon ? : Ich ruf' Sie zurück ! Wir mussten jeden Tag etwa eine Stunde warten, bis der Ölnebel sich einigermaßen legte.
Nu, so ist es eben im Leben. Man tut was man muss und kann, um zu ernähren.
Manche haben's leichter, Andere weniger.
"Aussteigen" zu wollen ist eine sehr harte Sache, wenn man auf sich alleine angestellt ist. Ich hab's gemacht und habe oft verzweifelt geheult und zum Himmel geschrien.
Jetzt bin ich körperlich schwerbehindert, in Rente.
Ihre Bilder sind schön, jedoch zeugen die Meisten von verstecktem Leiden.
Mit besten Grüßen, auf Bald,
Gerhard.

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gägge 15.09.2016, 09:10
4. Bild von Herrn Krüger

Verzeihung bitte,
die Meisten dieser Bilder bezeugen traurige Einsamkeit der Personen.
Ich finde es gut, daß diese Personen sich ausgedrückt haben. Bravo !
Man hält sich an den wenigen erfreulichen Sachen fest, und das ist gut so, ist letzte Rettung.
Dies anderen mitzuteilen ist sehr wichtig.
Finden Sie, Redakteur, nicht, dass hinter diesen Bildern Einsamkeit und Verzweiflung steckt ?
Hoffnung lässt leben, oder überleben.
Es wäre wünschenswert, daß Sie dieses grundlegende Thema weiter auszubauen.
Mit besten Grüßen, Gerhard.

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Schen 15.09.2016, 09:37
5. ist ja toll für diese Menschen!

aber viel toller würde ich es finden, wenn sie Bilder von Arbeitsplätzen zeigen, die man zeigen muss weil sie so unmenschlich sind. von mir bekommen sie dann zb gar kein Bild, weil ich den ganzen Tag ohne Fenster und Tageslicht arbeiten muss. ach ja und stehen muss ich auch den ganzen Tag, schlecht bezahlt werde ich auch und eine 40 Stunden Woche habe ich auch. ganz toll nicht wahr? aber schön, dass es so viele Besserverdiener gibt, die so tolle Arbeitsplätze haben. lassen die sich das nächste mal doch gleich Bilder von den tollsten Uhren oder Autos schicken... prima Journalismus!

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Firefighter FDBC 15.09.2016, 11:40
6. Nicht jeder...

der einen vermeintlich tollen Blick aus dem Fenster seines Arbeitsplatzes hat, verdient deswegen haufenweise Geld. Auch in Unternehmen, die sich Gebäude in sehr attraktiven Lagne leisten können, gibt es einfache Büroangestellte oder Kantinenköchte.
Ich arbeite in einem modernen Glaskasten direkt an der Elbe. Das Gebäude heizt sich wie ein Gewächshaus auf, auch wenn es gar nicht so hochsommerlich warm ist sondern nur ein wenig die Sonne scheint draußen. Fenster öffnen kann man aber auch je nach Windrichtung nur sehr beschränkt auf der Wind abgewandten Seite. Auch bei leichtem Wind oder nahezu Windstille erzeugt der große Temperaturunterschied zwischen der tatsächlichen Außentemperatur und der Temperatur im aufgeheizten Glaskasten durch den Austausch permanent Zug.
Kann man mal das Fenster öffnen, ohne dass der Wind alles im Büro wegbläst oder einfach nur sau kalt ist (auch im Sommer meistens), wird man vergast vom Schiffsdiesel der direkt vor unserem Büro liegenden Schleppern oder den vorbeifahrenden Ozeanriesen.
Jeder Besucher bei uns im Büro ist immer hin und weg vom Ausblick und ich freue mich ab der ersten Arbeitsminute morgens schon darauf, das Gebäude schnellstmöglich wieder abends zu verlassen.
Der Blick entschädigt für gar nichts, was die sonstigen Umgebungsumstände so mitsich bringen. Es ist einfach nur gruselig. Erstrecht wenn man noch in einem Großraumbüro sitzt und nicht Herr über seine eigenen klimatischen Wohlfühlbedingungen ist und Tag für Tag entweder mit Kopfschmerzen durch stickige, schlechte Luft, oder mit Nacken- Rücken und / oder Hals- und Ohrenschmerzen aus dem Haus geht, weil man den ganzen Tag einem viel zu kalten Windzug ausgesetzt war.

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