Forum: Karriere
Bildungsurlaub: Sommer, Sonne, Lernen
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Weiterbildung kann so schön sein: Oft bieten Veranstalter eine Mischung aus Lernen und angenehmem Ambiente an. Viele Arbeitnehmer trauen sich aber kaum, ihren Anspruch auf Bildungsurlaub durchzusetzen. Wie Sie den Chef überzeugen.

Martin Franck 11.03.2012, 11:02
1. Wie weltfremd kann man sein?

Wer sagt, dass man danach motivierter sei und bessere Leistung bringe, sagt damit, dass man eben nicht hochmotiviert ist, und nicht die beste Leistung erbringt.
Der Arbeitgeber kann es als Erpressung auffassen, wenn man sagt, dass man nach dem Bildungsurlaub bessere Leistung verspricht.

"Der Betrieb trägt nur die Kosten für die ausgefallene Arbeitszeit, nicht die für die Weiterbildung."

Toll, zu sagen, dass man den Arbeitgeber so viel weniger kostet, als eine Bildungsveranstaltung, und dann hoffen dass er darauf reinfällt. Denn gar keine Veranstaltung kostet nämlich noch sehr viel weniger.

Bei Mitarbeitern mit guten Fremdsprachenkenntnissen habe ich noch niemals erlebt, dass dies in irgendeiner Weise auch nur einen Vorteil hatte. Eher im Gegenteil, man bekommt nur Zusatzarbeit aufgebrummt, weil man ja firm in der Sprache ist.

Mich wundert es, dass es immer noch ein bis zwei Prozent der Beschäftigten ihr Recht wahrnehmen, auf die Gefahr danach einen extrem langen Bildungsurlaub anzutreten.

Warum fragt sich der Autor nicht, ob die Mehrheit von 98 bis 99 Prozent in diesem Falle vielleicht doch weitsichtiger handelt?

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