Forum: Karriere
Bis zu 100.000 Euro: Lufthansa-Piloten zahlen Ausbildung künftig allein
DPA

Neue Regeln für angehende Piloten bei der Lufthansa: Die hohen Kosten für ihre Ausbildung tragen sie künftig allein - und starten unter Umständen mit bis zu 100.000 Euro Schulden in den Beruf.

Seite 1 von 7
ItchyDE 31.05.2016, 18:58
1.

Fassen wir zusammen. Aktuell kostet die Ausbildung 150k und 'mehr als ein Drittel' zahlt die Lufthansa, bleiben also wohl knapp 100k für den Azubi zu bezahlen. In Zukunft kostet die Ausbildung knapp 100k und der Azubi zahlt es allein. Ändert sich also nichts.

Oder der Artikel gibt nicht alle Infos wider.

Beitrag melden
Newspeak 31.05.2016, 19:07
2. ...

Irgendwann wird ein besonders schlauer Kapitalist noch auf die Idee kommen, daß auch Arbeitnehmer ihren Lohn am Besten selbst mitbringen. Ist doch viel billiger so.

Mal ehrlich, was ist an der Ausbildung 100.000 Euro teuer? Ein bereits teures MINT-Studium kostet nicht mal die Hälfte.

Und dann, warum nicht mal Totalboykott? Lasst die Lufthansa doch zappeln. Es muß dieses Unternehmen ja nicht geben. Piloten wird es aber immer geben (zumindest noch eine Weile, bevor man Flugzeuge vollautomatisch betreibt).

Beitrag melden
dwg 31.05.2016, 19:16
3.

Auch ein schnödes Studium kann zügig sechsstellig werden. Irgend jemand bezahlt immer - man selber, Bafög als (Teil-) Darlehen oder zahlungskräftigen Eltern.In dem Kontext finde ich dann die unabhängige, selbst finanzierte Pilotenausbildung völlig in Ordnung.

Beitrag melden
ferdi111 31.05.2016, 19:25
4. Richtig so...

Gerade in Berufe, die sehr viel Prestige haben (Piloten, Ärzte etc.) sollte die Bezahlung Privatsache sein. Wenn ich auf meine letzte Arztrechnung (privat) so schaue...dann fliegen mir die Ohren ab! Im nächsten Leben will ich Pilot oder Arzt werden....PS: Die Ausbildung kostet nicht viel, wenn man hinterher 10000 pro Monat kassieren kann! Ausserdem würden viele sogar für weniger Geld ihren Job machen, weil es einfach "geil ist! Hört sich komisch an, ist aber so!

Beitrag melden
divStar 31.05.2016, 19:37
5. Tja..

wäre ich nun in der Position von Piloten, würde ich idealerweise einen Protest organisieren, damit sie wesentlich mehr verdienen - und somit die 100k Schulden quasi in einem Jahr einfach abstottern können. Mitgefühl und Mitleid für Unternehmen sind absolut unangebracht - man sollte diese bis auf den letzten Cent ausnehmen wie nur irgendmöglich, denn das tun selbige auch mit ihrem Personal.

Beitrag melden
observerlbg 31.05.2016, 19:45
6. Für so ein previlegierten Job...

kann man auch mal was springen lassen. Ansonsten könnte man ja zuvor bei der Bundesluftwaffe anklopfen. Selbst eine Meisterausbildung kostet oft aber Tausende. Übrigens in den USA bei sehr vielen Berufen üblich: erst hoch verschulden, dann hoch verdienen. Wir Akademiker in Deutschland vergessen gerne, wie günstig wir an unserer Ausbildung gekommen sind. Statt dessen wird hier auf aller höchsten Niveau rumgejammert.

Beitrag melden
i.a. 31.05.2016, 19:57
7. Viele Piloten zahlen Ausbildung selbst

Ich bin keine Flug-Expertin, aber soweit ich das aus dem Bekanntenkreis gehört habe, bildet die Lufthansa / Germanwings sowieso weit unter ihrem Bedarf aus. D.h. sie nimmt relativ wenige Leute für die eigene Ausbildung auf und stellt dann Leute ein, die ihre Ausbildung eh schon an privaten Flugschule gemacht haben. Falls das stimmt, dürfte sich also für die meisten Piloten nichts ändern. (Vielleicht die Ausbildung bei der Lufthansa dann vielleicht sogar günstiger als woanders?!)

Beitrag melden
bernd.stromberg 31.05.2016, 20:24
8.

Zitat von Newspeak
Und dann, warum nicht mal Totalboykott? Lasst die Lufthansa doch zappeln. Es muß dieses Unternehmen ja nicht geben. Piloten wird es aber immer geben (zumindest noch eine Weile, bevor man Flugzeuge vollautomatisch betreibt).
Totalboykott durch die Kunden? Das geschieht ja schon.

Oder durch die Piloten? Ja, wird Zeit, dass die Piloten die ausbeuterische pilotenversklavende Lufthansa boykottieren und sich diese grausamen Arbeitsumstände dort nicht mehr antun müssen.

Man munkelt RyanAir expandiert und schafft stetig neue Arbeitsplätze für Piloten. Gut, die Ausbildung muss dort allerdings der Pilot selbst zahlen. Das Bruttogehalt entspricht je nach Rang und Diensterfahrung eher so ein Viertel bis ein Drittel des Lufthansa-Gehalts. Und eine nennenswerte Betriebsrente gibt es auch nicht.
Aber hey, immerhin müssen die Piloten bei der Lufthansa dann nicht mehr ihre Pfründe aufgeben.

Beitrag melden
xvxxx 31.05.2016, 20:46
9.

Zitat von Newspeak
[...] Mal ehrlich, was ist an der Ausbildung 100.000 Euro teuer? Ein bereits teures MINT-Studium kostet nicht mal die Hälfte. [...]
Könnte es sein dass es daran liegt, dass man in echten Flugzeugen flieg, die mehrere zig Millionen € kosten und schon ein bisserl Sprit verbrennen in so einer gemütlichen Flugstunde, und man dabei vielleicht auch, bisserl anders wie im Mint-Studium, seinen privaten Lehrer dabei hat? Sowie in Simulatoren trainiert, in denen eine Betriebsstunde auch gerne gehoben dreistellig bis vierstellig ist?

Beitrag melden
Seite 1 von 7
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!