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Brückentage: So verlängern Sie 2019 ihren Urlaub
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Fast alle Feiertage liegen 2019 in der Woche - Brückentage bieten Arbeitnehmern deshalb die Gelegenheit, ihren Urlaub zu strecken. Hier erfahren Sie, welche Varianten es gibt.

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Zaunsfeld 30.12.2018, 16:42
10.

Zitat von vincent991
Im Hauptberuf bin zeitweise auch mit Personalplanung beschäftigt. Es ist schon schwierig genug in der aktuellen Zeit überhaupt genug Personal zu finden. [...] Wir können zum Teil in den im Artikel genannten Zeiten kaum die Mindestbesetzung in den Produktions- und Verkaufsbereichen abdecken. Ebenso bekommen wir in den Zeiten so gut wie kein Servicepersonal bei Havariefällen geschickt. Das ist kein Lamentieren, das ist harte Realität! Wir mussten in der Vergangenheit schon oft Verkaufszweigstellen zeitweise schließen. Wir können aber nicht mehr Personal einstellen, weil es überhaupt keins gibt und weil wir sonst in den restlichen Zeiten zu viele sind.
Ich hab nen guten Tipp für Sie:
Zahlen Sie einfach Gehaltszuschläge für Arbeitszeiten zu unbeliebten Arbeitszeiten.
Sie wollen, dass jemand an den Wiehnachts- oder Osterfeiertagen in der Firma neben dem Teleon sitzt? Dann zahlen Sie 300% Gehaltsaufschlag für die Feiertagszeiten. Dann findet sich schon jemand.
Sie wollen, dass am Tag nach Himmelfahrt Leute in der Firma sind, statt ihren gesetzlich zustehenden Urlaub dafür zu verbraten? Dann zahlen Sie den Leuten für die Arbeit an diesen Brückentagen 200% Gehaltsaufschlag. Dann findet sich schon jemand.
Das steht Ihnen alles frei im Rahmen Ihrer unternehmerischen Gestaltungshoheit.
Übrigens sind Sie ja nicht gezwungen, den Urlaubsanträgen Ihrer Belegschaft für diese Tage zuzustimmen. Sie können die Urlaubsanträge auch aus betrieblichen Gründen ablehnen. Kann zwar sein, dass Ihnen dann früher oder später die Mitarbeiter weglaufen, aber wenn das so ist, dann sind Sie halt wahrscheinlich ein schlechter Arbeitgeber, wohl zumindest schlechter als die Arbeitgeber, zu denen Ihre Mitarbeiter dann gewechselt sind.

Ich höre nämlich ständig nur das Lamentieren und das Rumgeheule vieler Arbeitgeber, die sich darüber beklagen, dass ihnen die Leute weglaufen und dass ihnen die Mitarbeiter nicht mehr nach der Pfeife tanzen wollen. Es steht jedem Arbeitgeber frei, etwas dagegen zu unternehmen. Unser Arbeitsrecht bietet nämlich eine Menge Möglichkeiten, seinen Mitarbeitern finanzielle und sonstige Anreize zu setzen für freiwillige Mehrarbeit, Arbeit zu ungewöhnlichen Zeiten, Dienstreisen etc. Die meisten Arbeitgeber könnten sich das sogar locker leisten. Es fehlt meist einfach nur am Willen und an der nötigen Kreativität. Stattdessen heulen viele Arbeitgeber einfach nur rum. Die Firmen, die die Zeichen der Zeit erkannt haben, und einfach ihre Mitarbeiter nicht mehr wie den letzten Dreck oder wie Leibeigene behandeln, haben auch keine Probleme, fähige Fachkräfte zu finden. Die können sich auch heute in Zeiten des angeblichen Fachkräftemangels vor Bewerbungen nicht retten.

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Sibylle1969 30.12.2018, 18:50
11.

Ich habe 30 Urlaubstage, aber mein Mann hat leider nur 20 Urlaubstage. Daher ist für uns "Urlaubsoptimieren" mit Hilfe von Feiertagen sehr wichtig. Der Klassiker: die 2 Wochen nach Pfingsten: 8 Urlaubstage machen 16 freie Tage am Stück. Das funktioniert bekanntlich jedes Jahr. Ungewöhnlich ist aufgrund des späten Ostertermins, dass man die Osterfeiertage mit dem Maifeiertag kombinieren kann: Von Karfreitag (19. April) bis 5. Mai (So) braucht man nur 8 Urlaubstage, um insgesamt 17 Tage frei zu haben.

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kopi4 31.12.2018, 08:17
12.

Zitat:
Wer sich vier Tage vor Karfreitag sowie vier Tage nach Ostermontag freinimmt, verdoppelt seine freien Tage

Mit der Einführung des arbeitsfreien Samstags - irgendwann in den Fünfzigern- hat dieser "Tipp für 2019" jedes Jahr funktioniert....

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schriftsetzer 31.12.2018, 10:14
13. Da haben wir ja jetzt wirklich was gelernt.

Der Karfreitag fällt 2019 auf einen Freitag und der Ostermontag auf einen Montag. Das hätte ich so jetzt nicht vermutet; ebenso wenig, dass Christi Himmelfahrt und Fronleichnam auf einen Donnerstag fallen. ;-)

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querulant_99 31.12.2018, 11:30
14.

Zitat von schriftsetzer
Der Karfreitag fällt 2019 auf einen Freitag und der Ostermontag auf einen Montag. Das hätte ich so jetzt nicht vermutet; ebenso wenig, dass Christi Himmelfahrt und Fronleichnam auf einen Donnerstag fallen. ;-)
Jetzt müssen wir durch eine Kalenderreform nur noch hinkriegen, dass die Weinachtfeiertage immer auf die Wochenmitte fallen. Dann könnte sich der amtierende Papst vereweigen, indem er den Gregorianischen Kalender durch den Franziskanischen Kalender ersetzt

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suedniedersachse 31.12.2018, 12:00
15. Immer dieses Gewimmer der Arbeitgeber.

Meine Güte, die Arbeitnehmer wollen euch NICHTS wegnehmen! Sie haben einen gesetzlichen Anspruch auf ihren Urlaub. Und was spricht dagegen, diesen mit strategischer Planung zu verlängern? Nichts! Ich beschwere mich auch nicht über Hunderttausende oder Millionen Euro Jahresgehalt bei Geschäftsführern oder Aufsichtsräten. Wenn Arbeitnehmer etwas tun, ist das für Arbeitgeber immer böse. Ich arbeite, um zu leben, nicht umgekehrt! Ihr kauft meine Zeit, nicht meine Seele.

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thomas_rettenmund 31.12.2018, 12:34
16. Als Schweizer in D wunderte ich mich oft...

Zitat von ronmartin
Es muß endlich Schluss damit sein, Menschen vorschreiben zu wollen, wann sie arbeiten und wann nicht, wann sie etwas kaufen können und wann nicht. Die meisten Feiertage sind unverschämterweise auch noch kirchlicher Natur. Die gehören schon aus mehreren Gründen abgeschafft! Und mit Ihnen diese unsäglichen Brückentage. Wer seinen Job derart hasst, daß er verzweifelt jede Gelegenheit zum Blaumachen sucht, soll doch einfach ganz zu Hause bleiben!
über dieses Verhalten. Als wäre das Optimieren der Urlaubstage das einzige wichtige Ziel beim Arbeiten. Und die Arbeit selbst?
Die Kunden, die in der oft erwähnten "Serviewüste" Deutschlands oft vergebens versuchen eine Reklamation oder fehlendes Teil bearbeitet zu bekommen. "Die zuständige Person ist gerade im Urlaub, sorry ich kenne ihr Dossier nicht" war die oft gehörte Antwort auf Nachfragen. Auf ein Wochenende hin, waren schon ganze Abteilungen ab Mittagszeit schon nicht mehransprechbar oder anwesend. Was geht denn da eigentlich ab?

Ich weiss, der Urlaub ist ein Sakral in D.

Und ich finde es echt komisch, ja bedenklich, dass dann die Presse zu diesem Verhalten noch Ratschläge gibt.

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matzesalm 01.01.2019, 01:00
17. Work life Balance

Naja ich gehe sehr gerne arbeiten und verzichte auch mal auf meinen freien Tag. Oder komme wie vor Weihnachten jetzt, Mitten im Urlaub zu einem Meeting. Ja das würden schon viele nicht machen. Ich mache es aber gerne und letztendlich ist es nunmal so, wir arbeiten um zu Leben und nicht umgekehrt. Ausbeuten lassen würde ich mich nicht. Wir sind nicht mit dem Arbeitgeber verheiratet. Ich denke die jenigen die das anders sehen werden sich auf dem Sterbebett fragen "was habe ich überhaubt erlebt, wo ist die Zeit hin?"
Wenn es für den AN tatsächlich ein riesen Problem ist wenn Urlaub genommen wird dann hat er sowieso ein Problem mit seiner Personalstrategie.

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wolfabc 01.01.2019, 08:18
18.

Unglaublich, diese Ratschläge, wusste vorher vermutlich kein Mensch. Im Ernst gefragt, hält man Arbeitnehmer für so dämlich, dass sie solche billigen Hinweise brauchen? Wohl kaum, oder?
Mehr Urlaub und freie Tage hat man durch die Verbindung von Feier- und Urlaubstagen auch nicht. Und für Viele kommt das, was Sie anscheinend für äußerst geschickt und pfiffig halten, gar nicht infrage, weil sie für uns unverzichtbare Dienstleistungen erbringen. Man denke dabei z.B. nur einmal an die Pflegeberufe, in denen wird rund um die Uhr und auch an Sonn- und Feiertagen gearbeitet. Ansonsten verursacht diese Art der Urlaubsplanung vor allem Lücken, und so herrscht deshalb in vielen öffentlichen Verwaltungen zu diesen Zeiten tote Hose.

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hello_again 01.01.2019, 09:24
19. Langes Wochende

Die langen Wochenden sind ideal zum Wegfliegen.
Städte wie Barcelona und Venedig warten auf mich als Tourist. Und da der Flieger sowieso fliegt, kann es der Umwelt egal sein, ob ich drin bin oder nicht.
Yeah

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