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Bürohunde: "Man kann sich nicht streiten, während man einen Hund streichelt"
Lara Jäkel/ SPIEGEL ONLINE

Eine Streicheleinheit am Schreibtisch, ein Spaziergang in der Mittagspause: Hunde am Arbeitsplatz sind längst keine Seltenheit mehr. Das Hamburger Unternehmen "Staffnet" hat sogar drei Bürohunde. Funktioniert das?

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grumpy53 27.06.2019, 08:18
1. und trotzdem eher dagegen

kleinere Büroeinheiten mögen das unproblematisch lösen und sich an den positiven Faktoren freuen. In größeren Firmen sehe ich das eher problematisch. Sind immer KollegInnen dabei, die sich vielleicht um der Harmonie willen nicht trauen, zu widersprechen. Und tun sie es doch, sind sie in der Minderheit oder bekommen Vorwürfe, man sei gegen Tiere per se oder würde dem "mainstream" nicht folgen wollen. Hat sich jemand gefragt, wie das für die Tiere ist (ja, sicher besser, als ganze Tage alleine zu Hause oder im Auto...), aber bittschön, das sollten sich die Hundebesitzer fragen, bevor sie ein Tier anschaffen. Mal eben in der Mittagspause mit dem Hund um den Block, ist ja nicht jedes Büro in Parknähe, schon hat der Rest der Passanten mit den Begleiterscheinungen zu tun, kann man ja nachlesen, wie viele Hundehaufen die Innenstädte zieren. Ist nicht lustig, auf schwierige KollegInnen Rücksicht nehmen zu müssen, die ihre Selbstverwirklichung ausleben - und auf deren Tiere, und schon gibt es neue Spielregeln zu beachten: laß dein Pausenbrot nicht unbeachtet, akzeptiere, dass der neugierige Hund durch deine Handtasche schnuffelt und sich auch mal wegen der Hitze ausgezogene Schuhe unter deinem Schreibtisch holt... ach ja, wegen Kundschaft müssen die Türen zubleiben und in der Teeküche dürfen für alle keine Kekse mehr stehen, dieser Versuchung kann das arme Tier nicht widerstehen. Übrigens: ich mag Tiere sehr, wenn Hunde und Besitzer das Signal geben, Streicheleinheiten sind erwünscht, wird das freundliche Tier gekrault und auch mal ein Spielzeug geworfen. Aber bitte außerhalb der Arbeitszeit. By the way, Therapiehunde sind ausdrücklich ausgenommen, das versteht sich von selbst. Nur der schlecht erzogene Kläffer des auch sonst unsympathischen Kollegen hat in meinem Büro nix zu suchen, und schon gar nicht als naß geregneter Stinker.

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ramsis77 27.06.2019, 08:47
2. jenseits von Gut und böse!

Nicht nur, dass das Thema für ein Nachrichtenmagazim ja wohl zum totlachen peinlich ist, so ist dessen Inhalt ja jenseits von Gut und böse! Haben Sie das aus einer Grundschülerzeitung?
Ich hab den Artikel gelesen, weil sich neulich eine Kollegin beschwert hat, dass man in unserem Großkonzern keine Hunde mit in Büro nehmen darf!
5.000 Angestellte in einem Büro- und Fabrikkomplex, in dem ein paar Bäume und Blumenkübel stehen. Die angrenzende Nachbarschaft wird sich freuen, wenn damnächst 50 Hunde des Mittags zum k... Vorbei schauen.
1 Hund in einem kleinen 5-Personen-Büro mag vielleicht lustig sein, aber spätestens mit dem 2. beschäftigen einen die Hunde doch wohl mehr als die Arbeit! Übrigens : eine gepflegte Streitkultur bringt wertvollere Ergebnisse, als ein Hundekuschelkurs!

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felimd 27.06.2019, 09:33
3.

In unserem Unternehmen gibt es inzwischen vier Bürohunde und das klappt prima. Selbstverständlich muss dies zuvor stets mit allen Beteiligten abgesprochen sein, doch auch das stellte bislang nuecein Problem dar. Und ich muss zugeben, obwohl ich zu Beginn selbst skeptisch war, das Arbeitsklima hat sich merklich gebessert.

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dasfred 27.06.2019, 09:54
4. Weniger Drama als unnütze Bedenken

Mein Hund kam immer mit zur Arbeit. Auch bei einem Jobwechsel. Ich hatte ihn schon beim Vorstellungsgespräch dabei und den Chef, selbst Hundehalter sofort überzeugt. Das Tier bringt tatsächlich Ruhe in den Ablauf, muss allerdings auch sehr gut erzogen sein. Anspringen oder kläffen geht gar nicht. Auch auf die Kunden hat ein Hund einen positiven Einfluss. Allergien sind extrem selten und Hunde-Angst ist meist nur auf bestimmte Tiere beschränkt.

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Koda 27.06.2019, 10:34
5. Dann schauen wiir doch mal in den Artikel

Zitat von ramsis77
Übrigens : eine gepflegte Streitkultur bringt wertvollere Ergebnisse, als ein Hundekuschelkurs!
Und lesen:" Mehr als 90 Prozent der Teilnehmer, die in einem Unternehmen mit Bürohund arbeiten, nehmen demnach eine Verbesserung des Arbeitsklimas durch die Tiere wahr. "

Da stehen Sie dann wohl mit Ihrer Meinung alleine da.

Was meinen Sie denn genau mit " gepflegte Streitkultur"?
Wie schnellkann man denn da die Grenze zu "un gepflegte Streitkultur" überschreiten?
Und wie schnell und wie leicht kommt man wieder zurück?

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mens 27.06.2019, 12:31
6. Stresspotential

Wenn alle einverstanden sind, kein Problem. Die eigentlich schöne Bürohunde-Welt kann aber auch zu Unfrieden im Betrieb und Stress für einzelne Mitarbeiter führen. z.B. wenn alle einem Hund zustimmen, und damit auch noch mehr Tieren wegen des Gleichbehandlungsgesetzes, und nur ein Mitarbeiter zum Spielverderber wird. Selbst erlebt. Alle haben dann versucht auf die Mitarbeiterin einzuwirken, die Angst vor Hunden hat. SIE musste sich plötzlich vor den Kollegen erklären. Ihre Angst wurde kleingeredet und sie nicht ernst genommen. Und war zudem als Störfaktor bei allen unten durch.

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widower+2 27.06.2019, 13:09
7. Na und?

Zitat von mens
Wenn alle einverstanden sind, kein Problem. Die eigentlich schöne Bürohunde-Welt kann aber auch zu Unfrieden im Betrieb und Stress für einzelne Mitarbeiter führen. z.B. wenn alle einem Hund zustimmen, und damit auch noch mehr Tieren wegen des Gleichbehandlungsgesetzes, und nur ein Mitarbeiter zum Spielverderber wird. Selbst erlebt. Alle haben dann versucht auf die Mitarbeiterin einzuwirken, die Angst vor Hunden hat. SIE musste sich plötzlich vor den Kollegen erklären. Ihre Angst wurde kleingeredet und sie nicht ernst genommen. Und war zudem als Störfaktor bei allen unten durch.
Da wiegt dann wohl das Wohlbefinden der überwältigenden Mehrheit der Mitarbeiter schwerer als das irrationale Unbehagen einer einzigen Mitarbeiterin. Diese passt dann einfach nicht ins Team und sollte sich entweder in Therapie begeben oder einen anderen Job suchen, da sie sonst in Bezug auf dieses bestimmte Team nicht teamfähig ist.

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AttaTroll 27.06.2019, 14:29
8.

Hab unseren Hund gefragt, was er von dieser Initiative hält. Er hat lässig mit der Pfote abgewunken - da er dreimal am Tag mit einem von uns "auf Streife geht" und zudem in Haus und Garten immer etwas für ihn zu maggeln ist, hat er keinerlei Bedarf, unsere Arbeitsplätze zu inspizieren. Zumal er inzwischen ein alter felliger Hundemann ist, sehr rüstig und agil, aber eben etwas eigen und nicht mehr für jeden Quatsch zu haben.

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sok1950 27.06.2019, 15:49
9. ganz einfach, wenn der Staffordshire-Bullterrier

es sich vor dem Schreibtisch des Herrchens bequem gemacht hat traut sich keiner mehr den anzusprechen oder auch nur schief anzugucken - wenn dass nicht eine Verbesserung des Arbeitsklimas ist...
Besonders mag ich Hundeliebhaber/-besitzer mit den Sprüchen: "Der will doch nur spielen" oder "Der hat noch niemanden etwas getan".

Das ich nicht spielen und mich besabbern lassen will ist dabei uninteressant und jeder Hund "hat noch nie gebissen" - bis er denn mal kräftig zuschnappt...

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