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Bürohunde: "Man kann sich nicht streiten, während man einen Hund streichelt"
Lara Jäkel/ SPIEGEL ONLINE

Eine Streicheleinheit am Schreibtisch, ein Spaziergang in der Mittagspause: Hunde am Arbeitsplatz sind längst keine Seltenheit mehr. Das Hamburger Unternehmen "Staffnet" hat sogar drei Bürohunde. Funktioniert das?

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M.W. aus A. 27.06.2019, 16:28
10. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll...

Zitat von grumpy53
kleinere Büroeinheiten mögen das unproblematisch lösen und sich an den positiven Faktoren freuen. In größeren Firmen sehe ich das eher problematisch. Sind immer KollegInnen dabei, die sich vielleicht um der Harmonie willen nicht trauen, zu widersprechen. Und tun sie es doch, sind sie in der Minderheit oder bekommen Vorwürfe, man sei gegen Tiere per se oder würde dem "mainstream" nicht folgen wollen. Hat sich jemand gefragt, wie das für die Tiere ist (ja, sicher besser, als ganze Tage alleine zu Hause oder im Auto...), aber bittschön, das sollten sich die Hundebesitzer fragen, bevor sie ein Tier anschaffen. Mal eben in der Mittagspause mit dem Hund um den Block, ist ja nicht jedes Büro in Parknähe, schon hat der Rest der Passanten mit den Begleiterscheinungen zu tun, kann man ja nachlesen, wie viele Hundehaufen die Innenstädte zieren. Ist nicht lustig, auf schwierige KollegInnen Rücksicht nehmen zu müssen, die ihre Selbstverwirklichung ausleben - und auf deren Tiere, und schon gibt es neue Spielregeln zu beachten: laß dein Pausenbrot nicht unbeachtet, akzeptiere, dass der neugierige Hund durch deine Handtasche schnuffelt und sich auch mal wegen der Hitze ausgezogene Schuhe unter deinem Schreibtisch holt... ach ja, wegen Kundschaft müssen die Türen zubleiben und in der Teeküche dürfen für alle keine Kekse mehr stehen, dieser Versuchung kann das arme Tier nicht widerstehen. Übrigens: ich mag Tiere sehr, wenn Hunde und Besitzer das Signal geben, Streicheleinheiten sind erwünscht, wird das freundliche Tier gekrault und auch mal ein Spielzeug geworfen. Aber bitte außerhalb der Arbeitszeit. By the way, Therapiehunde sind ausdrücklich ausgenommen, das versteht sich von selbst. Nur der schlecht erzogene Kläffer des auch sonst unsympathischen Kollegen hat in meinem Büro nix zu suchen, und schon gar nicht als naß geregneter Stinker.
Sie schreiben, daß Sie Tiere lieben. Will ich nicht in Abrede stellen. Aber von Hundeerziehung haben sie nullkommanix Ahnung. Wenn ich in der Mittagspause mit dem Hund Gassi gehe, habe ich immer eine Tüte dabei. Was die neuen Spielregeln betrifft, bei der entsprechenden Erziehung, und die ist bei den geschilderten Fällen, nicht oder nur rudimentär vorhanden, habe ich noch NIE Probleme gehabt. Vielleicht sollte man nicht einen Welpen mit ins Büro nehmen. Und die kleine Ablenkung durch das Kraulen oder das Spielen mit dem Hund kann sehr förderlich sein. Was den Zeitaufwand betriftt - einfach mal mit den berüchtigten Rauchern vergleichen. Übrigens ist mir ein nasser Hund lieber, als ein "stinkender" Kollege, dem man mal was Wasser wünscht.

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urmel_99 27.06.2019, 17:23
11.

Zitat von widower+2
Da wiegt dann wohl das Wohlbefinden der überwältigenden Mehrheit der Mitarbeiter schwerer als das irrationale Unbehagen einer einzigen Mitarbeiterin. Diese passt dann einfach nicht ins Team und sollte sich entweder in Therapie begeben oder einen anderen Job suchen, da sie sonst in Bezug auf dieses bestimmte Team nicht teamfähig ist.
Sehe ich genauso... Natürlich kann man schon mal wegen eines stinkenden Flohsacks eine Mitarbeiterin 'rausmobben! - Verbesserung des Arbeitsklimas in jeder Hinsicht...

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wiegesagt 27.06.2019, 18:05
12. Und hier, liebe Damen und Herren,

sieht man sehr deutlich, dass Menschen, die Hunde nicht ausstehen können, außer ihrer Abneigung kein sachliches Argument gegen Hunde im Büro haben.

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larslindemann 27.06.2019, 19:05
13.

Zitat von wiegesagt
sieht man sehr deutlich, dass Menschen, die Hunde nicht ausstehen können, außer ihrer Abneigung kein sachliches Argument gegen Hunde im Büro haben.
Brauchen wir gar nicht, denn es gibt ja auch kein sachliches Argument dafür. Klar, wenn Sabrina aus der Buchhaltung morgen ihr Klavier mit auf die Arbeit bringen darf, hat sie natürlich allerbeste Laune. Aber wie soll das langfristig funktionieren?

Vielleicht müssen wir alle mal über Grenzen reden. Ich sehe jedenfalls eine fatale Tendenz dazu, dass viele Menschen tatsächlich denken, ihr Privatvergnügen hätte irgendeine allgemeine Relevanz.
Meine Abneigung würde sich also nicht gegen das Tier richten, sondern gegen die Rücksichtslosigkeit meiner Kollegen, sollte ich z.B. in einem Mehrheitsentscheid unterliegen.

Ich würde es wirklich sehr begrüssen, wenn wir unser Privatleben mal wieder ins jeweilige Wohnzimmer verlagern würden. Neulich hat sich jemand im Zug die Fussnägel geschnitten und bei uns im Haus pinkelt ständig jemand (bitte lass es einen Hund sein...) in die Waschküche. Was fällt euch eigentlich noch alles ein, häh?

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Bakturs 27.06.2019, 19:33
14. Warum Hund

Warum eigentlich nur Hund? Eine Katze wäre m. E. fürs Büro viel geeigneter.

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charly05061945 27.06.2019, 19:57
15. Bürohund

Man kann aber auch nicht arbeiten während man einen Hund streichelt - und dafür ist das Büro doch wohl in erster Linie gedacht.....

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octagon87 27.06.2019, 20:39
16.

Zitat von wiegesagt
sieht man sehr deutlich, dass Menschen, die Hunde nicht ausstehen können, außer ihrer Abneigung kein sachliches Argument gegen Hunde im Büro haben.
Das ist als Begründung auch völlig ausreichend.
Als nächstes bringt die Azubine dann ihr Pferd mit ins Büro.
Das Büro ist zum Arbeiten da. Wem das nicht passt, der kann ja im Tierheim, im Zoo oder auf einem Bauernhof arbeiten.
Es muss doch erlaubt sein Hunde zu hassen.

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widower+2 27.06.2019, 20:47
17. Von Hunden haben Sie keine Ahnung, oder?

Zitat von larslindemann
Ich würde es wirklich sehr begrüssen, wenn wir unser Privatleben mal wieder ins jeweilige Wohnzimmer verlagern würden. Neulich hat sich jemand im Zug die Fussnägel geschnitten und bei uns im Haus pinkelt ständig jemand (bitte lass es einen Hund sein...) in die Waschküche. Was fällt euch eigentlich noch alles ein, häh?
Ich nehme mal an, dass es sich um die Waschküche in einem Mehrfamilienhaus (im Keller) handelt. Die haben in der Regel so schwere Türen, dass selbst begabte Hunde die nicht selbst öffnen können.

Und wenn Sie regelmäßig Urin dort finden, ein kleiner Tipp: Wenn Sie es riechen können, war es wahrscheinlich ein Mensch oder eine Katze, aber mit Sicherheit kein Hund, da Hundeurin für menschliche Nasen quasi geruchlos ist.

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widower+2 27.06.2019, 20:55
18. Echt?

Zitat von charly05061945
Man kann aber auch nicht arbeiten während man einen Hund streichelt - und dafür ist das Büro doch wohl in erster Linie gedacht.....
Meiner Erfahrung nach ist das Büro in erster Linie für Kaffee trinken, kleinliche Kleinkriege, Klatsch und Tratsch und Intrigen gedacht. Zumindest wird es so genutzt.

In den Pausen dazwischen soll es tatsächlich Büromenschen geben, die mal ein wenig nachdenken. Und das kann man ganz hervorragend, während man einen Hund streichelt. Wirkliche Argumente jenseits von Hundehass gegen die durch viele Studien und Umfragen belegte positive Wirkung von Bürohunden sind in diesem Thread bisher jedenfalls nicht zu lesen.

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widower+2 27.06.2019, 21:00
19. Eher nicht!

Zitat von Bakturs
Warum eigentlich nur Hund? Eine Katze wäre m. E. fürs Büro viel geeigneter.
Dann müssten Sie die Katze samt Katzenklo fest im Büro ansiedeln, da die allermeisten Katzen viel mehr an ihr Heim und Revier gebunden sind als an den Menschen, der da gerade rumläuft und als Dosenöffner fungiert. Deshalb ist es schon schwierig, mit Katzen umzuziehen. Sie in Ihrer neuen Wohnung sind der Katze dann zunächst herzlich egal und die Katze wird bei der erstbesten Gelegenheit versuchen, in ihr altes Revier zurückzukehren. Ausnahmen bestätigen natürlich nur die Regel.

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