Forum: Karriere
"Bufdis" verzweifelt gesucht: Der Zivi geht, die Arbeit bleibt

Aus Zivis werden "Bufdis", das war der Plan für den Bundesfreiwilligendienst. Einen Monat nach der Einführung zeigt sich: Der Start ist gründlich verkorkst. Abiturienten kennen das neue Angebot kaum, die Bewerberzahlen sind im Keller. Politik und Verbände streiten sich jetzt munter, wer schuld ist.

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Luscinia007 30.07.2011, 11:35
1. ???

Das war doch für alle abzusehen, nur nicht für die zuständigen Minister (ktvG, vdL, Schöder).
Herr, lass Hirn 'ra und sende es bitte direkt ins Berliner Regierungsviertel!

Ich will ja nicht unken, aber der Mangel an Budfis wird direkte Auswirkungen auf die Sozialgesetzgebung insbesondere Buch II haben.

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shokaku 30.07.2011, 11:38
2. General Custer hatte auch einen Plan

Gutes Geld für gute Arbeit, dann klappt das auch. Wer natürlich jetzt auf einen neuen Sklavendienst hofft, könnte Probleme mit der Realität bekommen. Aber die Kohle wird ja lieber in den Schweinestaaten versenkt.

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Hador 30.07.2011, 11:42
3.

Das der Bundesfreiwilligendienst eine Totgeburt wird haben die meisten Träger von vorneherein gesagt.

Praktisch alle Träger waren sich eigentlich einig, dass es besser wäre das Geld ins bekannte und etablierte FSJ zu stecken und dieses ggf. zu erweitern.

Aber die gute Frau Schröder interessiert das ja nicht, die macht ja sowieso was sie will. Der Bundesfreiwilligendienst ist genauso ein Unfug wie ihre 'Demokratieerklärung' und die zugehörigen Vorschriften.

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Wattläufer 30.07.2011, 11:51
4. Bufdi

Man wird nicht umhin kommen die Bufdi-Jobs sozialversicherungspflichtig zu gestalten und tarifgerecht zu bezahlen.
Auch müsste man H4-Empfänger härter rannehmen. Zur Zeit werden die Ein-Euro-Jobs ja tendenziell abgeschafft.
Da Frau Schröder aber zu dumm ist begreift sie sowas nicht.

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Hador 30.07.2011, 11:51
5. Nein, keinen Titel

Zitat von shokaku
Gutes Geld für gute Arbeit, dann klappt das auch. Wer natürlich jetzt auf einen neuen Sklavendienst hofft, könnte Probleme mit der Realität bekommen. Aber die Kohle wird ja lieber in den Schweinestaaten versenkt.
Geld ist nicht wirklich das Problem, denn das FSJ wird auch nicht besser bezahlt. Dafür gibts aber mehr Bewerber als Plätze.

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Teebeutelchen 30.07.2011, 12:09
6. Braucht kein Mensch!

Warum gibt es überhaupt den Bundesfreiwilligendienst?
Weil es das Bundesamt für den Zivildienst gibt.
Und einen gewaltigen Behördenapparat dahinter.
Dort sitzen Beamten, die weiterbeschäftigt werden müssen. Bis sie sich eines Tages in ihre wohlverdiente Pension verabschieden dürfen. Mit ihnen verschwindet dann auch der "Bufdi".

Ich arbeite in einer sozialen Einrichtung und kann nur soviel sagen: Wir brauchen keine "Bufdis"! Wir haben mehr Bewerber für das Freiwillige Soziale Jahr als wir annehmen können. Von denen redet übrigens niemand von "Lohndumping". Es sind junge Menschen, die sich orientieren wollen. Und viele entscheiden sich hinterher bewusst dafür, einen sozialen Beruf zu lernen. Wahrscheinlich deshalb, weil sie ja soooooo schlimm ausgebeutet worden sind...

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Firewing6 30.07.2011, 12:16
7. Sklaverei

Jahrzehntelang haben sich die Sozialverbände der staatlich verordneten Versklavung junger Männer erfreuen dürfen. Die kosteten fast nichts, hatten in der Regel keine Möglichkeit aus der Versklavung zu entkommen und wurden entsprechend schlecht behandelt. Das hat sich herumgesprochen. Jetzt wundert sich die Politik, dass das niemand machen will?

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Luscinia007 30.07.2011, 12:30
8. +++

Zitat von Teebeutelchen
Warum gibt es überhaupt den Bundesfreiwilligendienst? Weil es das Bundesamt für den Zivildienst gibt. Und einen gewaltigen Behördenapparat dahinter. Dort sitzen Beamten, die weiterbeschäftigt werden müssen. Bis sie sich eines Tages in ihre wohlverdiente Pension verabschieden dürfen. Mit ihnen verschwindet dann auch der "Bufdi".
Gut erkannt. Das ist wahrscheinlich eine neue, bundesdeutsche Ausprägung des Ersten Parkinsonschen Gesetzes.

“Work expands so as to fill the time available for its completion.”
„Arbeit dehnt sich in genau dem Maß aus, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht“

"Als motivierende Tendenz gibt Parkinson zwei weitere Lehrsätze an, die in vielen Büros der Welt Gültigkeit haben:

1. Jeder Angestellte wünscht die Zahl seiner Untergebenen, nicht jedoch die Zahl seiner Rivalen zu vergrößern.
2. Angestellte schaffen sich gegenseitig Arbeit."

(wikipedia s.v. Parkinsonsches Gesetz)


Möglicherweise ein neues Drittes Gesetz: "Sollte die Arbeit tatsächlich ausgehen, wird Arbeit eben erfunden".

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Transmitter 30.07.2011, 12:31
9. Brilliante Analyse!

Zitat von shokaku
Gutes Geld für gute Arbeit, dann klappt das auch. Wer natürlich jetzt auf einen neuen Sklavendienst hofft, könnte Probleme mit der Realität bekommen. Aber die Kohle wird ja lieber in den Schweinestaaten versenkt.
Sie bringen das Problem ja sowas von auf den Punkt. Glückwunsch! In der Tat: würde man den ganzen Nebel durchsichtig-verlogenen "ethischen" Sozialpolitik-Gesülzes wegwischen und Arbeit sozialpolitisch angemessen bezahlen, gäbe es hierzulande kaum Arbeitslose und Hartzis mehr. Heute leben sage und schreibe rd. 6,6 Mio. grundsätzlich leistungswillige und -fähige Menschen in diesem Land von sozial-finanziellen Transfers. Ein zum Himmel schreiender Skandal!

Wenn Hilfsarbeiter, Strassenreiniger, Handlanger, Klowärter, Pflegehilfskräfte usw. beispielsweise 3.000 Euro verdienen können, würden sie die Jobs doch sofort machen. Die Alternative Hartz IV zieht dann nicht mehr. Dieser verkommene Lügenstaat würde gewaltige Sozialleistungen einsparen, Verwaltungskosten (man denke an die ganze Wohlfahrts- und Sozialindustrie) einsparen, noch mehr Steuern kassieren, bräuchte keine "Facharbeiter-Zuwanderung" und könnte auch die Migrationsindustrie-Kosten einsparen. Die Politik müsste lediglich mit den Kosten, die pro Fall momentan für "soziale" Entehrungs- und Entmündigungsleistungen a la Hartz IV draufgehen, sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze subventionieren.

Macht die Politik aber nicht. Warum? Weil dann das verschmielte Konsenssystem aus Parteien und ihren Stiftungen, Politikern, Parteibuch-Funktionären, Sozial- und Wohlfahrtsindustrie, Migrationsindustrie, Bundes- und Landesbehörden aller Art, Gewerkschaften und Verbänden kollabieren würde. Zudem würden die verblödeten Wähler schnell aufwachen und merken, wohlhabend gewworden, wie perfide sie hierzulande hinter die Fichte geführt wurden und welche verluderte Clique sich auf ihrem Rücken in Wirklichkeit bereicherte.

Die obligatorischen "Reichen" sind es jedenfalls nicht.

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