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Bundesarbeitsgericht: Grapscher wird nicht gefeuert
DPA

Sexuelle Belästigung ist ein erstklassiger Entlassungsgrund. Aber nicht in jedem Einzelfall: Ein Automechaniker, der einer Reinigungsfrau an den Busen griff, darf seinen Job behalten, entschied das Bundesarbeitsgericht.

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matzehier 10.02.2015, 07:34
1. Ich verstehe das Prinzip nicht

Da werden Leute entlassen, die ihr Handy an einer Firmensteckdose aufladen.

Aber hier sollte eine Abmahnung genügen?

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Dengar 10.02.2015, 07:35
2. Grapscher

Grabschen schreibt sich mit "b". Birnboom-b statt Floomboom-b.

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WernerT 10.02.2015, 07:35
3. Erste Fall

Reinigungskraft ist im Umkleideraum, Mechaniker kommt rein, fragt ob es sie stört, wenn er sich umzieht, zieht sich um, macht ihr ein Kompliment und greift ihr an die Brust, zieht sich sofort zurück, als sie sich beschwert und entschuldigt sich.
Zweiter Fall Vorgesetzter wird für sexuelle Belästigung abgemahnt und wiederholt sein Verhalten. Und die beiden Fälle sollen vergleichbar sein?

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powerranger 10.02.2015, 07:41
4. Das BAG

ist ja richtig 'weise'....kaum zu glauben.

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dolledern 10.02.2015, 07:45
5. es ist sexuelle belästigung

oder steht etwa man darf einmal sexuell belästigen im Gesetz? UD wie Gottes willen flirtet dieser Mann. da greift man doch nicht zu. es ist etwas irritierend. darf jetzt jeder einmal jemanden sexuell belästigen? frei nach dem Motto eial ist keinmal.

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lenaddorf 10.02.2015, 07:54
6.

Also nur weil meine Brüste da sind und mitunter vielleicht wirklich auch schön sind, darf mir ein Mann ungefragt daran rungrapschen? Frauenfeindlichkeit erster Klasse! In was für einem Rechtsstaat leben wir eigentlich?

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Hans Klopek 10.02.2015, 07:57
7.

Am Ende des Artikels wird suggeriert, das Bundesarbeitsgericht hätte zuvor in einem ähnlichen Fall anders entschieden und sich widersprochen ("Eine ganz andere Entscheidung hatte das selbe Gericht ...").
Dabei deckt sich die damalige Entscheidung zu 100% mit dem jetzigen Urteil, da in der Urteilsbegründung erläutert wird, wann eine fristlose Kündigung gerechtfertigt ist und wann nicht.
Demnach müssten "die Arbeitsgerichte neben der Schwere eines Vorfalls stets auch berücksichtigen, ob ein Mitarbeiter zuvor schon aufgefallen ist, ... und ob eine Wiederholungsgefahr besteht."

Im Gegensatz zum jetzigen Fall bestand bei dem Fall aus 2011 nicht nur Wiederholungsgefahr, sondern der damalige Täter war auch wiederholt auffälig geworden.

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renatedietrich 10.02.2015, 08:26
8. Kopf schüttel

die Frau hätte dem eine Ohrfeige verpassen sollen, das hätte ich gemacht! Auf solche Richter bzw. Gericht kann man auch verzichten.

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heikoprasse 10.02.2015, 08:31
9. Nein, darf er nicht, @Kommentar01

Aus dem Artikel geht klar hervor, dass der Mann das nicht durfte. Dass er bereits eine Entschädigung gezahlt hatte, eingesehen hat, dass er das nicht hätte tun dürfen - und dass für die Frau der Fall erledigt war.

Es ging nur um die Frage, ob dieses Vergehen auch noch zusätzlich mit einer Entlassung zu bestrafen sei, nicht darum, ob es rechtens war, dass der Mann die Frau belästigt hat.

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