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Bundesarbeitsgericht: Kündigung von katholischem Chefarzt nach Wiederheirat unwirksam
DPA

Sein Fall betrifft die Sonderrechte der Kirche als Arbeitgeber von 1,4 Millionen Menschen in Deutschland: Seit zehn Jahren wehrt sich ein geschiedener, katholischer Arzt gegen seine Kündigung - und hat nun Recht bekommen.

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lyoner 20.02.2019, 13:59
1.

Schade! Bei der Überschrift dachte ich, das Urteil sei von grundsätzlicherer Natur und hätte weiterreichendere Folgen.

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stevens-82 20.02.2019, 14:05
2.

Ein gutes Urteil wie ich finde. Sonderregelungen für Religionsgemeinschaften sind einfach nicht mehr zeitgemäß. Jetzt bitte noch die üppige Steuerfinanzierung der Kirchen abschaffen!

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kmgeo 20.02.2019, 14:06
3. Sinn und Unsinn kirchlicher Einrichtungen

Vielleicht sollte man in diesem Kontext mal den Sinn und Unsinn kirchlicher Einrichtungen untersuchen, die auch öffentlich finfnaziert werden (und das ist bei Krankenhäusern ja den Fall). Warum müssen kirchliche Einrichtungen Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser etc. betreiben, wenn ihre Institution nur wenig Geld hinzugibt, aber volle Kontrolle haben möchte? Wieso darf eine Organisation mit einem bekannten Problem im Umgang mit Schutzbefohlenen überhaupt Einrichtungen mit Schutzbefohlenen leiten bzw. betreiben?

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isi-dor 20.02.2019, 14:07
4. Ich verstehe die Kirche nicht.

Der Arzt hat sich gerichtlich scheiden lassen und hat standesamtlich nochmals geheiratet. Beides erkennt die Kirche ja bekanntlich nicht an, denn für die Kirche ist er noch immer mit seiner ersten Frau verheiratet und zwar bis zum Tod.
Da der Arzt aber nicht ein zweites Mal kirchlich geheiratet hat, liegt dem zufolge auch niemals ein Loyalitätskonflikt vor. Er kann also nach Kirchenrecht gar nicht gemaßregelt werden, da er keinen kirchlichen Verstoß begangen hat.

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Cannonier 20.02.2019, 14:10
5. Das muss man sich mal vorstellen

da liebt ein Mensch einen anderen Menschen so sehr, dass er ihn heiratet. Dummerweise war er bereits mal verheiratet. Nur deswegen wirft ihn der Arbeitgeber raus.
Nicht weil er Geld veruntreut hat, nicht weil er seinen Arbeitgeber schlecht macht, nicht weil er im Job unfähig ist. Nicht weil er sich eines Verbrechens schuldig gemacht hat.

Nein, bloss weil er sein Leben mit einem anderen Menschen als bisher teilen will.

Deutschland im 21. Jahrhundert.

Mich wundert, dass die üblichen Verdächtigen nicht wieder Religionsfreiheit in allen absurden Auswüchsen bis aufs Messer verteidigen.

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jung&jang 20.02.2019, 14:11
6. massenhaft Kiechenaustritte und jetzt

so eine schöne Niederlage mit der den Kirchen eigenwilligen Rechtsauffassung!
Ein schöner Tag!
Und nie wieder konfessionelle Arbeitgeber und das Leben ist einfach leichter.
Weiter so, wehren wir uns gegen alte Zöpfe!

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vogelskipper 20.02.2019, 14:13
7. Ein guter Katholik heiratet eben nur 1x;-)

Es ist wirklich absurd, dass der Kirche im Jahr 2019 noch solche Sonderrechte genießt! Die gehören allesamt ersatzlos gestrichen!

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andycool 20.02.2019, 14:16
8. Ich Dummerchen

hielt unser Land doch tatsächlich immer für einen laizistischen Staat - und das trotz Parteien mit einem christlichen Element im Namen, das allerdings nur Show ist und rein gar nichts mit dem Urchristentum zu tun hat.
Deshalb ist das Urteil keine freudige Überraschung, sondern eine Selbstverständlichkeit. Ich finde es schlimm, in diesem Zusammenhang lesen zu müssen, wie groß der Einfluss der Kirchen immer noch ist. Von wegen Laizismus! Wir sollten nie wieder ein Wort der Kritik über islamische Staaten verlieren, solange wir selbst nicht besser sind.

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Korken 20.02.2019, 14:17
9. 10 Jahre

Warum hat man für dieses völlig logische Urteil 10 Jahre (ZEHN!) gebraucht? Muss die Kirche wenigstens den Lohn für diese Zeit nachzahlen, er wollte ja arbeiten, wurde aber daran durch den Arbeitgeber selbst behindert.

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