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Bundesarbeitsgericht: Kündigung von katholischem Chefarzt nach Wiederheirat unwirksam
DPA

Sein Fall betrifft die Sonderrechte der Kirche als Arbeitgeber von 1,4 Millionen Menschen in Deutschland: Seit zehn Jahren wehrt sich ein geschiedener, katholischer Arzt gegen seine Kündigung - und hat nun Recht bekommen.

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helmud 20.02.2019, 16:15
90. Gut so!

Sonderrechte der Kirchen gehören endgültig abgeschafft. Nun fehlt noch die Abschaffung der steuerfinanzierten Bezahlung der kirchlichen "Würdenträger". Warum soll jemand der z.B. keiner Kirche angehört mit seinem Steuergeld einen Kardinal oder Bischof finanzieren? Da könnten die Gewerkschaften auch ihre Sekretäre vom Steuerzahler bezahlen lassen.

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Jusoka 20.02.2019, 16:17
91. Die Katholische Kirche das Original?

Zitat von mens
wird sich beim Original nix tun.
Sie haben aber Ahnung!
Die Katholische Kirche das Original?
Von der Entstehung des Christentums keine Ahnung?
Wäre die Katholische Kirche das Original, sähe die Welt anders aus.
Würden die Lehren Jesu noch so gelten wie von ihm verkündet, würden seine Anhänger, wenn es heute noch welche gäbe eine Minderheit auf diesem Planeten sein. Denn jeder der sich nicht an die wahren Lehren hält, muss aus der Glaubensgemeinde entfernt werden. Die wahre Lehre würde sich niemals dem Zeitgeist anpassen.
Lesen sie das Alte und Neue Testament.
Jesus maßregelte und verurteilte alle die sich nicht an die schriftlichen Überlieferungen hielten.
Und er gab seinen Jüngern den Auftrag die Glaubensgemeinden rein zu halten.
Der Gott des Alten Testaments schreckte nicht davor zurück ganze Städte zu verbrennen weil sich dort die Unmoral breit machte. Er lies sein Volk 40 Jahre in der Wüste umherirren weil sie sich versündigt hatten. Dieser Gott wird eines Tages Gericht halten.
Aber vielleicht gibt es diesen Gott gar nicht. Vielleicht gibt es gar keinen Gott. Alles ist von selbst entstanden. Ja. ja.
Aber wenn es einen Gott gibt dann gelten seine Gesetze ewig.
Ein Zeitgeist soll das ändern?
Ach Menschlein.

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peterpeterweise 20.02.2019, 16:17
92. Gleiches Recht für alle sollte 2019 selbstverständlich sein

Das gesamte Sonderrecht für Kirchen sollte ersatzlos gestrichen werden. Es ist unverständlich, warum im Jahr 2019 bei der Beurteilung einer Handlung unterschiedliches Recht gilt, welches sich nicht auf die Handlung, sondern auf den Glauben des Handelnden bezieht. Wir haben so weitgehende Reglungen zur Gleichbehandlung im Arbeitsrecht, dass Abmahnanwälte Geld verlangen, wenn man eine Burkaträgerin nicht zum Vorstellungsgespräch für eine Stelle als Barfrau/Mann/Divers einlädt. Da sind ganz offensichtlich diskriminierende Reglungen, die nicht einmal etwas mit der Arbeit zu tun haben, anachronistisch.

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Pickle__Rick 20.02.2019, 16:18
93.

Zitat von Obacht!!!
Es handelt sich um ein katholisches Krankenhaus... Finanziert aus den Steuereinnahmen der katholischen Gläubigen... Handelte es sich um ein staatliches Krankenhaus wäre ich mit ihnen völlig einer Meinung. Da hat die Kirche nichts zu suchen. Aber in ihrem ureigensten Bereich wird sie doch wohl noch selbst entscheiden können, welche Maßstäbe sie ansetzt. Gerade in Deutschland 2019...
Sorry aber da liegen Sie leider daneben. Wobei man nach dem gesunden Menschenverstand davon ausgehen müsste, dass die Kirchen tatsächlich mit Einnahmen aus der Kirchensteuer hier die Krankenhäuser tragen. Zumindest zu einem nennenswerten Anteil. Es ist aber schon lange nicht mehr so:

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/violettbuch-kirchenfinanzen-wie-die-kirche-sich-von-den-heiden-finanzieren-laesst-1613336.html

Man behauptet zwar gerne, dass man ja nur Träger sei aber dann müssen auch die gleichen Regeln gelten wie für freie Träger. Gerade in Deutschland 2019.

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lagartixa 20.02.2019, 16:21
94. Und es geht doch

Zitat von principezinho
Ein zweites Mal kirchlich heiraten geht sowieso nicht.
z.B.: Die österreichische Politikerin Benita Ferrero-Waldner hat ihre erste Heirat für nichtig erklären lassen und ein zweites Mal kirchlich geheiratet. Ebenso Caroline von Monaco. Das heisst natürlich nicht, dass dies für Kreti und Pleti auch möglich ist, man muss schon ein auserwählter Katholik sein.

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hohnspiegel 20.02.2019, 16:22
95. Säkularisierung

und Aufkündigung des Reichskonkordats sind längst überfällig, wie kann man der Kirche in der Demokratie soviel Macht geben , Frankreich hat es richtig gemacht und die damalige Säkularisierung nie zurückgenommen.

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hman2 20.02.2019, 16:23
96.

Zitat von veritas31
Jaja die böse Kirche...nur Steuergelder einheimsen und weiter nix. Ich will Sie Superschlauchen mal sehen, wenn die katholische und evangelische Kirche plötzlich "weg" wär. Wenn der Staat dann plötzlich die Aufgaben der Wohlfahrt übernehmen müsste. Sie wären der erste, der dann rumplärrt, dass die Steuern um mindestens 10% steigen.
Au weia. Weshalb sollten die Steuern steigen? Die "kirchliche" Wohlfahrt ist heute schon in Wahrheit eine staatliche. Das Attribut "kirchlich" wird nur benutzt, um Tarifverträge unterlaufen zu dürfen, oder die Angestellten in ihrem Privatleben zu gängeln. Aber bezahlt wird das fast alles heute schon vom Steuerzahler!

Und nicht nur dieses. Alle höheren Kirchenämter sind staatliche Stellen. Bischof aufwärts. Der wird NICHT aus der Kirchensteuer bezahlt.

Sind Sie schon einmal um den Regensburger Dom herum gelaufen? An seiner Rückseite finden Sie die STAATLICHE Dombauhütte...

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Overseasreader 20.02.2019, 16:23
97. Grundsaetzlich ist es eine moralische Frage

fuer die Kirche und keine rechtliche. Eine Organisation wie die katholische Kirche ist und soll nicht in die Dreigewaltenteilung eingreifen duerfen, da dieser Pfeiler nicht exzistiert. Wenn der Staat entscheidet hat sie sich unterzuordnen. Das diese Frage 10 Jahre dauerte sagt viel ueber die katholische Kirche.

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im_ernst_56 20.02.2019, 16:25
98.

Zitat von Frietjoff
Das gilt natürlich nur für Chefärzte! Bei einer Schwester, einer Kindergärtnerin oder einer Reinigungskraft wäre das Urteil ganz anders ausgegangen. Und ja, natürlich sind alle kirchlichen Privilegien mit einer Demokratie inkompatibel und müssen schleunigst abgeschafft werden.
Wie kommen Sie darauf? Das Urteil wäre bei einer Schwester nicht anders ausgegangen (für die Kindergärtnerin siehe oben Nr. 66, Stichwort: Teilnahme am Verkündigungsauftrag der Kirche), aber wahrscheinlich hätte eine Schwester oder Kindergärtnerin nicht die Nerven und - soweit nicht rechtsschutzversichert oder gewerkschaftlich organisiert - auch nicht das Geld gehabt, so einen langen Arbeitsrechtsstreit durchzustehen. Häufig endet ein Kündigungsschutzrechtsstreit durch einen Vergleich, bei dem der Arbeitgeber eine Abfindung zahlt. Bei dem Chefarzt dürfte es aber nicht so einfach gewesen sein, ortsnah eine gleichwertige Position in anderen Krankenhaus zu finden, weshalb er den Rechtsstreit eben durchgezogen hat. Vielleicht wollte aber auch die Kirche keine Abfindung zahlen, weil sie sich im Recht fühlte. Darüber kann ich aber nur spekulieren.

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HanzWachner 20.02.2019, 16:26
99. Der Anachonismus...

...eines eigenen Kirchenrechts muss durchgängig komplett abgeschaftt werden. Wie kann es heute noch sein, dass Kirchenleute über Arbeitsverhältnisse, Privatlebensverhältnisse, Kindermissbrauch und andere zivil- und strafrechtliche Vorgänge urteilen dürfen, ohne jegliche juristische Vorbildung und Kompetenz zu besitzen? Machtmissbrauch und Verschleierungstaktik sind nur durch die mittelalterliche Machtausübung der Kirche(n) möglich.

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