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Bundesfamilienministerin Giffey: Angehende Erzieher sollen bezahlt werden
Bernd von Jutrczenka / DPA

Wer Erzieher werden will, muss seine Ausbildung teils aus der eigenen Tasche zahlen und bekommt keinen Lohn. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey will das ändern - und damit nicht nur den Azubis helfen.

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Frida_Gold 18.05.2019, 08:41
20.

Zitat von Objectives
Die angehenden Erzieher sollen sich mal nicht so anstellen. Als Student bekommt man während der Ausbildung auch kein Gehalt.
Komischerweise haben wir immer mehr Studenten, aber längst nicht genug Erzieher in Ausbildung. Woran das liegen könnte? Es ist in Mysterium!

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p-touch 18.05.2019, 08:46
21. Als ich die Überschrift

gelesen hatte glaube ich zu erst mich verlesen zu haben. Kein Wunder das in Deutschland viel zu wennig Erzieher gibt. Das unsere Politiker mal wieder erst dann handeln wenn das Kind im Brunnen ist überrascht mich nicht. Das vor sich her schieben von Problem bis akuter Handlungsbedarf besteht ist ja mittlerweile Tagesgeschäft im politischen Betrieb.

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cobaea 18.05.2019, 08:58
22.

Zitat von Luke1973
auf den ersten Blick denkt man, das sei überfällig. Schließlich wird jeder andere Azubi doch auch bezahlt. Der wird aber dafür bezahlt, dass er vom ersten Tag an auch produktiv mitarbeiten muss. Egal ob Friseur, Bäcker oder Betonbauer, der Lehrling schafft mit. Und wenn er nur am Ende des Tages die Halle kehrt. Wenn eine Ausbildung dagegen zu 100 Prozent in der Schule stattfindet, sehe ich keinen Anlass für eine Bezahlung. Schüler, die nach der Schulpflicht noch drei Jahre dran hängen um überhaupt den Zugang zu einer Unniversität zu bekommen, bezahlt ja auch keiner. Und Studenten schon gar nicht. Von daher sehe ich in der rein schulischen Zeit auch keinen Grund für eine Bezahlung. Das Schulgeld würde ich allerdings auch abschaffen.
Kein Azubi arbeitet vom ersten Tag an voll im Lehrbetrieb mit. Die meisten fallen entweder tage- oder ansonsten wochenweise (in mehrwöchigen Blöcken) aus für den Besuch der Berufsschulen. Das summiert sich ebenso, wie der schulische Ausbildungsteil der ErzieherInnen. Es ist nicht einzusehen, warum ErzieherInnen für die schulische Ausbildung zahlen sollen, während Berufsschulunterricht kostenlos ist. ErzieherInnen absolvieren entweder während der Schulzeit länger andauernde Praktika und anschliessend ein Anerkennungsjahr oder sie arbeiten erst in ein- bis zweijährigen Praktika Vollzeit, besuchen dann Vollzeit die Schule und absolvieren dann wieder das Anerkennungsjahr. Sie arbeiten also auch "mit" - genau wie Lehrlinge. Lehrlingen streicht man aber während ihrer Berufsschul-Blöcke auch nicht den Lehrlingslohn. Bei den ErzieherInnen würde allerdings mit der Bezahlung für den einen oder anderen Kindergarten bzw. Kita die Kosten steigen, weil man das Personal nicht mehr so einfach mit PraktikantInnen "aufstocken" könnte. (Das ist in der Altenpflege genauso)

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heinz k 18.05.2019, 10:14
23. Wann wurde das " Lehrgeld " abgeschafft , seit wann gibt es ......

Eine Vergütung vom Arbeitgeber in vielen Lehrberufen ? Tatsächlich mußte in grauer Vorzeit der Lehrling den Meuster für seine Ausbildung bezahlen ! Lass Dir Dein Lehrgeld wiedergeben war noch zu meiner Zeit ein Spruch wenn jemand schlechte Arbeit ablieferte .
Das jetzt in den " Mangelberufen ( haha ) Pflege und Erziehung das eingeführt werden soll , was in der Industrue seit Anfang des letzten Jahrhunderts völlig normal ist - besser spät als nie .
In der Politik gehts halt zu wie in der katholischen Kirche .Aber auch die sehen ja heute ein das die Welt keine Scheibe mehr isr ( wenigstens sehr Viele ) .

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mirage122 18.05.2019, 10:30
24. @labellen

Sie reden von "aufpassen"! Wenn es das nur wäre. Beschäftigen Sie mal Kinder im Kita-Alter. Das ist teilweise Schwerst-Arbeit (auch körperlich). Und nicht nur, weil man die Kleinen auch noch auf den Wickeltisch hieven muss. Es gehört schon eine wirklich gute Ausbildung dazu; denn Kinder sind unsere Zukunft. Allerdings ist es ein Unding, dass man dafür noch Geld mitbringen muss. Das ist wieder mal typische Ausbeutung. Es muss sofort geändert werden - und nicht wieder endlos debattieren und "sondieren" nach Merkel Manier!

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isar56 18.05.2019, 10:38
25. Zu kurz gegriffen

Ich bin im Erstberuf Erzieherin und habe anschließend soziale Arbeit studiert. Eine bessere Bezahlung für Erzieher ist überfällig. Kindergärten und Horte sind keine Verwahranstalten für Kinder. Da ist schon mehr gefordert, als ein bisschen spielen und aufpassen.
Wenn jedoch die Erziehergehälter steigen und irgendwann auf dem Niveau des Pädagogen ankommen, haben wir das nächste Problem, Sozialarbeitermangel. Warum sollte Jemand studieren, wenn er für eine Fachschulausbildung fast gleich entlohnt wird? Fangt mal damit an statt Schulgeld zu verlangen, Ausbildungsvergütungen zu löhnen , verdammt.
Soziale Berufe müssen rundum aufgewertet werden. Für ein Anfangsgehalt von 1600,—. netto lockt Ihr keinen Sozialarbeiter aus dem Haus. Auch im öD Mangelware, es gibt Behörden, die mehr als ein Jahr nach geeigneten Sozialarbeitern suchen , ohne Erfolg.

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AxelSchudak 18.05.2019, 11:04
26.

Zitat von Objectives
Die angehenden Erzieher sollen sich mal nicht so anstellen. Als Student bekommt man während der Ausbildung auch kein Gehalt.
Studenten gehen auch nicht mehrere Tage die Woche zur Arbeit. Kommt hinzu, das Studenten bei Bedürftigkeit Bafög zusteht - auch das ist nur für einen Teil der Erzieherausbildung verfügbar (da diese als zwei seperate Ausbildungen gilt).

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deplaziertedelikatesse 18.05.2019, 11:27
27. Überschrift

Egal ob PharmazeutIn, PhilosophIn, BürokratIn, BierbrauerIn, ErzieherIn, AltenpflegerIn, KackestaubsaugerIn. Und alle Berufzweige die ich vergaß.Alle diese Menschen die täglich in irgendeiner Weise fürs Wohlergehen der Menschheit sorgen, sollten darauf gut vorbereitet sein und ihre Ausbildung sollte lehrreich,motivierend und entlohnt sein, Jobgarantie, Skillzuwachs hart und weich. Meines Erachtens nach ist eine Ausbildung eine Reise zu sich selbst. Geld/Gehalt/Lohn spielt natürlich ein Rolle. Auf finanziellen Grund lässt sich was aufbauen.Ob Giffey den Zaster rüber wachsen lässt, oder Mutti und Vatti, oder jemand aus Luxemburg sei erstmal dahin gestellt. Aber wir können auch aus drei aufgerauchten Kippen eine halbe brauchbare drehen. Schaden tut uns das nicht, ausser gesundheitlich.
Aber von höherer Bedeutung ist das mit sich selbst auskommen. Warum möchte ich Pilot werden, schmecken Wolken wirklich nicht nach Zuckerwatte. Warum habe ich so große Kartoffeln auf meinem Feld, bin ich wirklich dumm. Ich werde Erzieher, vielleicht gewinn ich dann mal beim Spielen.
Wir müssen uns klar werden was wir wollen. Das funktioniert in vielen Fällen nicht mit 18 und auch nicht mit 25. Aber auf dem Weg dahin(Ausbildung, Studium, hoffentlich bald wieder der Zivildienst für alle) sieht man panoramaeske Hügel, Seen, Pinienwälder, Müllberge, verendete Tiere, zerstörte Menschen. Und das alles ist gut und gehört dazu.
Wir können die Politik beschimpfen(ohne das wir Gefahr laufen eingesperrt zu werden) wir können coca cola boykottieren, weil sie an allem Schuld sind, wir können Gott die kalte Schulter zeigen. Aber hilft das.
Oder wir beweisen das wir Eier und Pferdeschwänze oder Beides haben und suchen unseren Weg und gehen ihn bis zur nächsten Kreuzung, verpfänden dort unseren Fernseher, gehen weiter bis zur nächsten Brücke und dann ab ins Kino.
Vielleicht bin ich zu romantisch, aber das hilft auch, sehr oft.

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imlattig 18.05.2019, 13:52
28. eine ausbildung...

die zwischen 8 und 10 semester dauert sollte auch nach dem abschluss genauso
bezahlt werden wie ein vergkeichbarer bachelorabschluss in sozialer arbeit. d7e einstufung in z.b. s8a ist viel zu gering.

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p-touch 18.05.2019, 21:00
29. Erstens

Zitat von Objectives
Die angehenden Erzieher sollen sich mal nicht so anstellen. Als Student bekommt man während der Ausbildung auch kein Gehalt.
verdienen sie anschließend weit mehr als eine Erzieherin und Zweitens, Studenten haben mir mehr als genug. Hingegen Erzieher sind Mangelware, deshalb muß man diesen Beruf förderen.

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