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Bundesrechnungshof : Arbeitsagenturen verschwenden Millionen für Bildungskurse
DPA

Der Bundesrechnungshof hat stichprobenhaft analysiert, in welche Kurse Arbeitslose von Jobcentern geschickt werden. Das Ergebnis: Die Vergabe erfolge "planlos". Rund 190 Millionen Euro würden pro Jahr verschwendet.

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felisconcolor 26.03.2018, 07:12
1. Ach

das pfeifen dicke fette Spatzen schon seit Jahren von den Dächern. Und jetzt kommt der Rechnungshof auch mal dahinter? Ändern wird sich nichts. aber wenn man mal einen Bleistift zuviel bestellt hat ist das Ende der Welt nahe. Reiner Kasperverein der Bundesrechnungshof

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GinaBe 26.03.2018, 07:17
2. autoritär

Dieser gewaltige Vorwurf wird zu einer farce, weil unser auf Arbeit beruhendes Gesellschaftssystem eben darauf beruht, daß jede(r) korrumpierbar sein muss und daher auch ist.
Wo keine Arbeitsplätze bestehen und geschaffen werden, sondern eher weiterer Abbau in Aussicht steht, bleibt den mitarbeitern der Agenturen wenig übrig, als die "Kunden" in sinnlose Maßnahmen zu stecken, um sich selbst wenigstens mit der Glorie des (Schein-Erfolgs zu krönen und finanziell dafür auch noch abzusahnen.
Natürlich wird das von den Kursteilnehmern als Schikane angesehen und ist es ja auch, weil keine Zielführung vorhanden ist und Zwang dahinter steht, da Verweigerung abermals zu Sanktionen führt.

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derblauebarbar 26.03.2018, 07:18
3. Falsches Belohnungssystem

Solange das Fortkommen der BA-Mitarbeiter und nicht das der Arbeitslosen prämiert wird, wird sich am System der Maßnahmelotterie nichts ändern. Die BA-Mitarbeiter sind selbst prekär beschäftigt und stehen unter großem Druck. Ist aber alles bekannt.

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Benjowi 26.03.2018, 07:29
4. Staatlich Mißwirtschaft

Bei diesen teils völlig unsinnigen und manchmal überteuerten Kursen geht es als Letztes um Fortbildung des Arbeitnehmers-das ist häufig nur ein Vorwand, den Betroffenen aus der Arbeitslosenstatistik zu entfernen. Das Ganze ist Teil einer gigantischen staatlichen Mißwirtschaft, die hier auf Kosten der Steuer- und Beitragszahler abläuft.

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Him 26.03.2018, 07:30
5. Abschaffen!

Ich frage mich immer, warum es die Arbeitsagenturen eigentlich gibt? Im Grunde braucht es die doch nur, um Arbeitslosengeld auszuzahlen, oder?
Hat mal jemand einen vernünftigen Job von denen erhalten? Es gibt JobPortale, wo man deutlich bessere Angebote findet. Dann noch diese demotivierten und arroganten Mitarbeiter, seltsame und unnötige/nichts-bringende Fortbildugen, langsame und ineffektive Arbeit....dann sollte man die Dinger doch besser alle dicht machen

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ste.reg 26.03.2018, 07:36
6. Zustimmung.

Ich spreche öfter mit einem Dozenten solcher Kurse und der kann die willkürliche Vergabe nur bestätigen...
Die Arbeitsämter haben halt ihre Standard-08/15-Kurse in die die Arbeitslosen gesteckt werden, um aus der Statistik zu verschwinden. Bewerbungen schreiben lernen oder Berufsorientierungen. Sowas kann man pauschal immer verteilen ohne die Akte des Betroffenen auch nur aufgeschlagen zu haben.

Sollten da tatsächlich auch noch Prämien dahinterstecken, ist das schlichtweg Betrug am Steuerzahler und viel schlimmer, vorsätzliche Vernachlässigung der eigentlichen Klienten.

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Spiegel-Genießer 26.03.2018, 07:37
7.

Das stimmt... seit der Harz Reform und der Umstrukturierung vom Arbeitsamt hin zur ARGE, ist man als Deutscher erstmals verpflichtet sich um Arbeit zu bemuehen. Wenn man sich nicht aktiv bewirbt, werden einem Jobs vorgeschlagen, wenn man zu wenige Qualifikationen hat, werden einem Kurse auferlegt. Ob die angebotenen Jobs oder die auferlegten Kurse dem Interesse des Arbeitslosen entsprechen spielt keine grosse Rolle. Es geht vielmehr darum aus einem Arbeitslosen keinen Langzeit-Arbeitslosen werden zu lassen. Die sind dann fast nicht mehr vermittelbar und haben sich oft damit abgefunden nicht mehr zu arbeiten. Das System der Kursvermittlungen erscheint erst mal als eine Methode die Arbeitslosenzahlen unter ihren realwert zu druecken, und dass ist meiner Meinung nach nicht sauber. Dann sehen die Kurse auch noch aus wie Geldverschwendung. Jedoch uebersieht man bei diesem Blickwinkel das groessere Problem der Langzeit-Arbeitslosigkeit. Mit den Kursen kann der Bewerber zumindest zeigen, dass er oder sie sich zumindest um Fort- und Weiterbildung bemueht hat. Die harten Faelle die bereits resignieren werden dazu gezwungen sich am wirtschaftlichen Leben zu beteiligen.

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hippie.jonny 26.03.2018, 07:38
8. eine ganze Dienstleistungsbranche hat profitiert...

...Coachings, Weiterbildungen, Dozenten...eine ganze Dienstlöeistungsbranche hat profitiert, es ginbt dabei einige sehr seltsame - fast esotersisdch anmutende, z.B, die für den Sprung in die Ich-AG, gefährliches, nicht mal Halbwissen inkl. Motivationsritual möchte nicht wissen, was das gekostet hat. Bewerbungstraining (inkl. Bewerbung Schreiben) für Akademiker, Coaches, die nur im Erfolgsfall Geld erhalten (das beheizte Büre des "Trägers" wird aber bezahlt von der Arge) usw.
Nur was ist daran neu? Die Hälfte der Leistungen der ARGE sind Weiterbildungen, die andere Harts IV.
So schaffen sich die Arge-Mitarbeiter auch ihren eigenen Arbeitsplatz, nur würde ich gerne mal diese belohnten Leistungsquoten sehen.

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goethestrasse 26.03.2018, 07:40
9. Kein Wunder diese Nachricht

Wer schon einmal in der Mühle des Arbeitsamtes ! war, der kennt das Giesskannenprinzip.

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