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CEO of the Future: So bauen wir ein deutsches Silicon Valley
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Digitale Innovation, made in Germany? Doch, das geht, sagen viele Teilnehmer des Managerwettbewerbs "CEO of the Future". Hier verraten sie, wie sie das anstellen wollen.

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Sixpack, Joe 21.06.2015, 10:14
1. English als Amtssprache?

Fangen Sie bitte an bei den Dinosauriern in den Kultusministerien. Die jungen Leute die in Deutschland auf der Uni kommen sprechen noch nicht mal English.

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Markus Landgraf 21.06.2015, 10:15
2. Das echte Valley

Das echte Valley wurde durch den Enthusiasmus einer Ingenieurgeneration geschaffen, die von den Mondlandungen inspiriert wurden. Ein Silicon Valley in Deutschland ist also ganz einfach zu schaffen: Setzen wir endlich ein substantielles Raumfahrtprogramm auf die Schiene und inspirieren damit die nächste Generation von Ingenieuren! Ihr werdet überrascht sein, was die alles erreichen.

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LJA 21.06.2015, 10:51
3. Vieles richtig

in diesem Beitrag. Wobei ich ein deutsches S.V. eher im Südwesten des Landes verorten würde und nicht unbedingt in Berlin. Ob die Zukunft unserer Volkswirtschaft in immer neuen Web-Shops liegt, wage ich zu bezweifeln.
Was die Firmengründer/-inhaber betrifft, so muß man natürlich sagen, dass diese in den USA auch in einer ganz eigenen abgeschotteten Welt leben. Mit Personenschutz rund um die Uhr und abgeriegelten Wohngebieten, Restaurants und Clubs zu denen die Habenichtse grundsätzlich keinen Zugang haben. Wollen wir das ?
Und Englisch als zweite Amtssprache, seriously ? Für mich wär das ja O.K., aber hui... Fenster zu, der Shitstorm zieht auf.

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americanangel 21.06.2015, 10:55
4. Wo lassen sich denn in

Deutschland effektiv Risikokapitalgeber finden außer durch Crowdfunding oder persönliche Kontakte?

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Newspeak 21.06.2015, 11:43
5. ...

Das ist wie in der DDR. "Lasst uns den größten Mikrochip der Welt bauen".

Man kann ein Silicon Valley nicht planen. Man kann Exzellenz nicht kaufen. Man kann allenfalls die Rahmenbedingungen schaffen, aber selbst da ist ungewiß, ob sich Erfolge wiederholen lassen. Vielleicht kennt man ja gar nicht alle Voraussetzungen.

Die Geburt des Silicon Valley hat jahrzehntelange Vorläufer, in der Art, wie die Amerikaner wirtschaften, was sie von Bildung, speziell naturwissenschaftlicher Bildung hielten, was sie für Ziele als Nation hatten, die Mentalität der Gründer, die Gesetzgebung, die weniger stark reguliert, wer wann was machen darf. Das Spontane, Zufällige, das nicht gleich wieder runtergedrückt wird. Das alles (und noch viel mehr) hat zu diesem Erfolg beigetragen. Wer als Jung-Manager glaubt, er können sowas planen, zeigt vor allem seine Ignoranz und Dummheit.

Zugegeben, damit ist nichts darüber gesagt, ob er nicht als Manager "Erfolg" haben kann, leider.

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klaus0813 21.06.2015, 11:54
6. zum Beitrag: Englisch muss Amtssprache werden

meiner Meinung nach kann Deutschland niemals eine Verbesserung der gelebten englischen Sprache erzielen ohne vorher die uns quasi aufgezwungene Synchronisation von Medien in die deutsche Sprache aufzubrechen.

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großwolke 21.06.2015, 12:01
7.

Die Geschichte mit der deutschen Monokultur in den Ausländerbehörden ist in der Tat ein Unding. Als ich vor drei Jahren davon erfahren habe, habe ich mich ehrlich geschämt für unser Land. Bin als Dolmetscher mit einer Freundin mitgegangen und hatte dann zu allem Überfluss noch mit der überaus übellaunigen Sachbearbeiterin zu kämpfen. Wenn ich raten müsste, würde ich vermuten, dass die schlechte Laune der Dame ihre Hauptursache darin hatte, dass sie sich so schlecht mit ihren Kunden verständigen konnte...

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chiefseattle 21.06.2015, 12:21
8. Englisch

Intelligenz ist nicht abhängig von der Sprache. Und ein ausländischer CEO sollte durchaus die Landessprache beherrschen. Nicht nur auf Englisch wird Wissenschaft betrieben, auch auf Chinesisch, Japanisch, Russisch und, ja, auch Deutsch. Ob zukünftige Silikonvalleys ausgerechnet in Industrieländern installiert werden müssen, ist sehr fraglich. Besser Brasilien, Senegal, Indien, Indonesien. Risikokapital: amerikanische Zocker brauchen wir nun wirklich nicht!

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Kaygeebee 21.06.2015, 12:35
9.

In den USA sitzen die meisten Spieleentwickler und fast alle großen Publisher. Deutschland hat zwar auch welche, aber nur zwei oder drei von Weltrang und praktisch keine international agierende Publisher. Warum? Weil man in den USA erkannt hat, dass man mit der Branche Milliardensummen verdienen kann. Die Branche setzt schon seit Jahren mehr um als die Musik-, Film- und TV Industrie. Entwickler haben kaum Probleme an Geld zu kommen. Versucht mal in Deutschland von einer Bank einen Kredit für die Entwicklung eines Spiels zu bekommen. Die gucken einen nur komisch an. Unser Staat ist nicht bereit mitzuhelfen. Es gibt zwar einen Preis für Spiele, welcher aber meistens nur an Kinderspiele wie "Bibis Ponyhof" vergeben wird.

Wir müssen uns eingestehen, dass Deutschland den Zug zur Industrie 3.0 bzw. 4.0 verschlafen hat. Für die Rettung eines Autowerks werden Milliarden lockergemacht, für den Breitbandausbau wird um jeden Cent gefeilscht. Und es sitzen noch zu viele alte Knacker in den wichtigen Positionen, welche sich nur um den Erhalt ihres Erbes kümmern. Innovativ ist da kaum jemand.
Vor über 100 Jahren war Deutschland mal ein technologisches und wissenschaftliches powerhouse! Deutsche Wissenschaftler räumten einen Nobelpreis nach dem anderen ab, die Chemieindustrie war von Weltrang, ebenso Konzerne wie Siemens oder Krupp. Das verdammte Auto wurde hier erfunden!

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