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Chance digitales Arbeiten: Die neue Landlust
Brunnerhof/ Landvergnügen/ TMN

Immer mehr Städter verlassen die Großstadt und ziehen raus in die Provinz. Wissenschaftler haben untersucht, was die Stadtflüchtigen antreibt - und wie der Neuanfang im Grünen am besten gelingt.

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solynieve 12.08.2019, 12:58
10.

Doch genau da ziehen sie hin, in die Pampa. Stadtrand und Schlafstädte zählen nicht. Ich habe das Gefühl, dass die Flucht auf das Land an Dynamik zu genommen hat. In manche Teilen der Uckermark ist das schon Realität. In den Kitas kommt die Hälfte aller Kinder aus der Stadt,

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Thomasvon Bröckel 12.08.2019, 13:09
11. Was denn nun?

Ständig wird von SPON der Run auf die Ballungsgebiete beschrieben, demnach ziehe es vor allem jüngere Menschen in die Städte. Nun der gegenläufige Trend? Im Freundes- und Bekanntenkreis mache ich seit Jahren die Beobachtung, dass insbesondere junge Familien mit Kindern in Scharen die Großstädte verlassen. Offiziell, damit die Kinder mehr Platz zum Toben haben und im Grünen groß werden. Hinter vorgehaltener Hand werden dann noch andere Gründe genannt: Lärm, Dreck, steigendes Unsicherheitsgefühl und Multikulti.
Als ich vor Jahren vom Land in die Großstadt zog, kommentierte die Mitarbeiterin im Einwohnermeldeamt dies mit den Worten:"Das ist ja ungewöhnlich, sonst flüchten alle aus der Stadt"...

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HeisseLuft 12.08.2019, 13:14
12. Das Bild zum Artikel

Zitat von Schartin Mulz
dieses Bild zum Artikel. Vielleicht sollte man eine Umfrage machen;: Wer, der "aufs Land" gezogen ist, hat denn schon mal Kontakt mit Schweinen gehabt? Deises Bild vermittelt soch einen völlig falschen Eindruck. "Auf dem LAnd", d.h. in sauberen,ordentlichen Wohnsiedlungen zu leben. Nicht im Schweinestall.
Ich habe auch nicht den Eindruck, dass die Kinder auf dem Bild im Schweinestall wohnen. Ich habe eher den Eindruck, dass es sich um Kinder handelt, die nicht alltäglich mit Schweinen umgehen. Würde also zum Artikel passen.

Tja, so können Eindrücke divergieren, nicht?

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pritt 12.08.2019, 13:18
13. Digital ungleich Homeoffice

Leider müssen sich aber auch bei vielen Unternehmen auch noch Erwartungshaltungen und Abläufe ändern, wie digitale Arbeit letztlich zu verrichten ist. Ich stelle z.B. immer wieder fest, dass Führungskräfte nach wie vor nur anwesenden Mitarbeiter trauen. Sonst ziehen die Leute doch wieder zurück in die Stadt spätestens, wenn die CO2 Steuer die Pendelei noch teurer macht. Ich denke der Gesetzgeber sollte/muss parallel zu den Maßnahmen zum Klimaschutz auch verpflichtende Standards für das Homeoffice erarbeiten.

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Schartin Mulz 12.08.2019, 14:49
14. Dass das

Zitat von HeisseLuft
Ich habe auch nicht den Eindruck, dass die Kinder auf dem Bild im Schweinestall wohnen. Ich habe eher den Eindruck, dass es sich um Kinder handelt, die nicht alltäglich mit Schweinen umgehen. Würde also zum Artikel passen. Tja, so können Eindrücke divergieren, nicht?
Bild ein völlig verkehrtes Bild vom Leben "auf dem Land" bietet, wollen Sie aber nicht bestreiten.

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audioexil 12.08.2019, 17:27
15. Kein Netz auf dem Land?

Ich möchte mal mit dem Mythos aufräumen, dass es auf dem Land grundsätzlich kein Internet gibt. Wir haben auch vor 4 Jahren ein Haus in einem 200-Seelen-Nest ein Haus gekauft und ich habe überhaupt keine Problem mit dem Internet. Keine Ahnung ob da ein Glasfaser oder Kupferkabel liegt aber ich kann ganz normal itunes, netflix, amazon prime, spotify usw. laufen lassen ohne dass irgendwas hakt. Ich hatte noch nie Probleme damit. Allerdings hat das auch nichts mit 4G zu tun, wie weiter oben beschrieben. Ist ja ein festes Kabel. Die mobilfunkverbindung ist allerdings ziemlich mies. Das gilt aber für fast jeden Bereich in Deutschland. Ich bin beruflich viel unterwegs und hab idR ein Dienst-Iphone und ein Privat-Iphone dabei (vodafone und congstar) und die Verbindung ist so oft beschissen, dass man es fast nicht glauben kann. Das ist aber m.E. ein politisches Problem, weil man das viele Jahre (und aktuell immer noch) verschlafen hat. In allen europäischen Nachbarländern (inkl. Ostblock) hat man besseres Netz als hier. Wenn man über die Grenze nach Hause fährt, weiss man gleich, dass man in Deutschland ist, weil das Netz weg ist. Katastrophe. Aber wie gesagt, Festnetz-Internet ist auf dem Land häufig vorhanden (es gibt Ausnahmen, klar). Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich vor dem Hauskauf das Netz getestet habe und dass ich ohne stabiles Internet das Haus nicht gekauft hätte. Das vielleicht mal als Hinweis für die aussterbenden Gemeinden - eines der wichtigsten Kriterien für Entscheidung ein Haus in einem bestimmten Region zu bauen/kaufen ist zügiges Internet. Ich glaube, dass unterschätzen viele immer noch.

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m.w.r. 12.08.2019, 18:36
16. Homeoffice = Spinnerei

Zitat von pritt
Leider müssen sich aber auch bei vielen Unternehmen auch noch Erwartungshaltungen und Abläufe ändern, wie digitale Arbeit letztlich zu verrichten ist. Ich stelle z.B. immer wieder fest, dass Führungskräfte nach wie vor nur anwesenden Mitarbeiter trauen. Sonst ziehen die Leute doch wieder zurück in die Stadt spätestens, wenn die CO2 Steuer die Pendelei noch teurer macht. Ich denke der Gesetzgeber sollte/muss parallel zu den Maßnahmen zum Klimaschutz auch verpflichtende Standards für das Homeoffice erarbeiten.
Homeoffice ist überbewertet wie Elektroscooter und so Sinnlos wie eine Hipsterpalme. Fragen sie mal Menschen im produzierenden Gewerbe, Schornsteinfeger Krankenschwestern, Lehrer, Polizisten Tierärzte, Bestatter. wie sie die Idee Homeoffice für sich umsetzbar halten. Homeoffice ist eine Luxusspinnerei. Einen Dreck muss sich der Gesetzgeber darum kümmern. Er muss ja nicht für jedes Minderheitenproblem eine Lösung parat haben die dann doch der Hälfte derer die das in Anspruch nehmen möchten nicht passt.

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yehoudin 12.08.2019, 20:20
17. Norddeutsches Phänomen

In Brandenburg, Schleswig-Holstein oder meinetwegen auf der Lüneburger Heide. Hat jemand schon mal südlich der Mittelgebirge irgendein Dorf gesehen? Einheitlich verputzt, sehr ordentlich, an der Hauptstraße bis zum Hochparterre gefliest damit es einfach abzuwaschen ist und in der Ortsmitte steht ein achtziger Jahre Betonbunker der Volksbank oder Sparkasse mit ein paar Arztpraxen oben drin. Bei dieser städtebaulichen Vollkatastrophe des ländlichen Raums ziehen wir hier im Rhein-Main-Gebiet natürlich lieber nach Offenbach als nach Rödermark oder Maintal. Wo ich derletzt Stadtflüchtige besucht habe. Im Neubaugebiet. Ohne Bahnanschluss oder anderen sinnvollen ÖPNV Zugang. Mit dem CarSharing hingefahren, eng bebautet Spielstraße, im Gegensatz zur Frankfurter Innenstadt gibt es dort keinen legalen Parkplatz. Nicht einmal kostenpflichtig.
Die Landliebe auf der Lüneburger Heide verstehe ich voll und ganz, sonst existiert sie schlicht nicht.

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pirre 15.08.2019, 12:04
18. Berlin mal wieder

Es ist ja ein bekanntes Phänomen, dass Berlin sich für den Nabel der Welt hält. Das bestätigt dieser Artikel mal wieder. Sei's drum.
In anderen Regionen Deutschlands ist dieser Trend schon lange zu beobachten. Wir sind vor mittlerweile 6 Jahren auf's Land gezogen und haben es nie bereut. Gerade bauen wir in unserem 7500 Einwohner zählenden Ort einen Coworking Space für Selbständige und Homeoffice'ler auf. Es gibt sogar Fördermittel für derartige Projekte. Sehr begrüßenswert.

Die Geschichte der Digitalisierung ist in den Städten auserzählt. Das Potential liegt auf dem Land.

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mazzmazz 22.08.2019, 14:51
19. Klischees

Wir wohnen auf dem Land. Definitiv. Gut 50 Km von der Großstadt entfernt.
Bauernhöfe, Alteingesessene und zahlreiche Zuzügler aus verschiedenen Städten Europas.
Das Dorf hat 2.500 EW, viele davon mit MiGraHi. Allerdings sind das Amerikaner und Europäer.
In 35 min. ist man in der Stadt, aus der allein die Hälfte der in den letzten 8 Jahren Zugezogenen geflohen ist.
Die Gründe: Kriminalität, Kindergartenplätze, Qualität der Schulen, Wohnqualität. Dann erst kommen die Immopreise. Diese haben sich in den letzten 5 Jahren verdoppelt und sind nun nahe am Stadtniveau. Trotzdem haben die umliegenden Makler "Wartelisten" mit hunderten Familien, die gerne hier wohnen möchten.
Natürlich gibt es bei den "Eingeborenen" ab und an kritische Stimmen, denn das Dorf hat sich verändert. Die große Mehrheit schätzt das jedoch, arbeitet selbst in der Stadt und wir leben hier super zusammen.
Glasfaser-Web haben wir. In meinem Büro zu Hause habe ich meist über 100 Mbit.
In "meine" frühere Stadt bringt mich im Leben niemand mehr. Dort arbeite ich und das war´s.
Allerdings kann ich mir gut vorstellen, später wieder in eine kleinere Stadt mit mehr Infrastruktur zu ziehen. Diese müsste dann allerdings am Meer liegen und eine vernünftige Bevölkerungsstruktur aufweisen.
Dass es natürlich große Unterschiede zwischen "Land" und "Land" gibt, ist klar. Ebenso wie zwischen "Stadt" und "Stadt". Wer in Hamburg wohnt und sich nur ein Stadtleben vorstellen kann, wird auch nicht mit wehenden Fahnen wegen der günstigeren Mieten nach Herne ziehen.
Es gilt hier zu differenzieren.
Wie es viele Menschen ja auch machen, die ihre Lebensqualität durch einen Umzug raus aus der Stadt massiv verbessern und trotzdem nicht gleich in ein Dorf nach Ostbrandenburg gehen.
Jeder der uns hier besucht, beneidet uns. Auch die meisten Städter.

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