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Coaching-Kultur: "Menschen verwandeln sich in Schmalspur-Persönlichkeiten"
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Die sogenannte Coaching-Kultur verbreitet sich schneller als ein Grippe-Virus, findet unsere Autorin - und grübelt, welche Sätze sie am meisten nerven.

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scherzischerzissimi 21.04.2019, 21:06
1. Wie jetzt?

Ich kann doch selber denken, wozu hab ich denn das Dingsbums zwischen meinen Ohren? Da passiert sowieso in einer Minute mehr als bei den meisten Menschlein in deren ganzem Leben. Konstatiere ich.

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qintadapaz 21.04.2019, 21:25
2. coaching

nee, da stimmt noch ganz Vieles mehr nicht mehr... Wer coacht denn die Coaches?! So vor dreißig Jahren sagten wir mal: "Na Leute, geht mal an die Volkshochschule: Aufrechter Gang, zweiter Teil!"
Das Atmen bringen "uns" ja inzwischen auch die Yogi bei.
Was soll denn der ganze Quatsch - Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen? "Raus in die Natur, Glockenblumen gucken!" Und der Rest kommt dann schon...

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timtom2222 21.04.2019, 21:26
3.

Na das Problem ist doch, damit völlig ungeeignete Personen zu Führungskräften befördert werden. Da Sie zwischen menschlich völlig ungeeignet sind, meint die Geschäftsleitung (nach dem Coaching Geschäftsführung) ein Coaching würde alle Probleme lösen. Das Hauptproblem ist jede Führungskraft hört sich gleich an und stellt keine Persönlichkeit da!

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jacquesfischer 21.04.2019, 21:29
4.

Ich bin nach Expertenaussage weder „coachbar“ (was ein Wort..!) noch kann mich jemand hypnotisieren, weil mein Kopf so einen Blödsinn nicht akzeptiert.
Ich bin nicht perfekt, habe auch meine Probleme, aber die löse ich selbst. Auch einen Rat hole ich mir gerne ein, dazu brauche ich aber keinen Seelendoktor und keine Gruppendynamik.
Ich gebe der Autorin voll und ganz Recht.

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ernst b. 21.04.2019, 21:33
5. Couching ist besser

Coaching ist ein autopoietisches System. Ein Aus- und Fortbildungsmarkt, der sich selbst genügt. Coachies werden zu Coaches, die Coachies generieren - mit angeschlossener Zertifizierungsspirale. Dagegen und viel besser hilft Couching mit einem Glas Rotwein und Marc Aurel.

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ernstmoritzarndt 21.04.2019, 21:43
6. Coaching ist bisweilen ....

…... als Ausdruck des Tatbestandes zu sehen, daß der Gecoachte nicht bereit ist, sich mit einer Thematik eigenverantwortlich und autonom auseinanderzusetzen. Der Coach soll ihm eine Super - Starthilfe liefern, ohne, daß er selbst nachdenken muß.

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k-20 21.04.2019, 22:02
7. Danke

Definitiv... und es geht doch weiter.. alles und jeder wird in Schubladen gedrängt.. Individualität? Ist doch nicht wirklich mehr gewünscht ... unkontrollierbar..

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ontwoone 21.04.2019, 22:02
8. Rauchverkäufer

Sokrates hatte wirklich viel zu sagen. Er wäre auch gerne Coach gewesen. Da er aber damals der Einzige im Ort war, hat er am Ende alle anderen so sehr genervt (auch wenn er oft recht hatte), dass er den Schierling trinken musste. Heute sind die Coaches in Massen unter uns und wollen sich und ihre Zunft unanständig an uns bereichern. Und wir Opfer wissen nicht mal mehr wie man den Schierling anmischt.

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dr.joe.66 21.04.2019, 22:08
9. Lieber Ecken und Kanten...

Was Coaching eigentlich sein sollte, kann man bei einem guten Coach im Sport sehen. Er oder sie fördert die Stärken, hilft an den Schwächen zu arbeiten, analysiert nach Siegen oder Niederlagen die Ursachen, hilft bei Motivationsproblemen und hat immer das Ziel, die Schützlinge besser zu machen. Blabla und Phrasensprech ist im Sport nicht Bestandteil eines guten Coachings... Und ein einmaliges Gespräch oder ein 2-Tages-Seminar bringt sicherlich keinen erfolgreichen Sportler hervor.
Ich weiß sowieso nicht warum man coaches braucht, für sowas hat man doch Freunde! Im Job gehe ich bei Problemen zu zwei befreundeten Kollegen und hole mir dort Rat, oder zum Chef vom Chef, den ich seit 20 Jahren kenne und der mir schon oft geholfen hat, wenn ich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr gesehen habe. Im Privatleben habe ich auch zwei sehr gute Freunde für private Themen. Die haben auch ausdrücklich die Erlaubnis, dass sie mich aktiv ansprechen sollen, wenn bei mir was nicht passt.
Bei denen brauche ich keine Fassade, wir sind alle offen und ehrlich zueinander, ohne political correctness.
Das im Artikel beschriebene Coaching dient doch nur dem Ziel, vorhandene Fassaden besser zu tarnen und neue Fassaden aufzubauen. Am Ende sitzen sich dann stromlinienförmige Fassaden gegenüber.
Nee danke, da bleibe ich lieber Mensch mit Ecken und Kanten und Problemen. Ich selbst eben.

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