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Coaching-Kultur: "Menschen verwandeln sich in Schmalspur-Persönlichkeiten"
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Die sogenannte Coaching-Kultur verbreitet sich schneller als ein Grippe-Virus, findet unsere Autorin - und grübelt, welche Sätze sie am meisten nerven.

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thomas.klingshirn 24.04.2019, 13:34
130. tut mir .....

"wenn in einer Gesellschaft Authentizität und Individualität als hohes Gut gelten" - hiervon haben wir uns verabschiedet. War es jemals wirklich da?! - Es hat sich immer mehr verloren. Ja - entschuldigen Sie - es werden diese Ideen zu betoniert. Sie geben auch schon die Antwort: "Optimerungsdruck". Ab der Kindergrippe wird gestartet. Natürlich dürfen Sie mich für eine Sparring, zu diesem Thema buchen.
Also "Schmalspur" gibt es vor dem Coaching schon und Sie haben auch recht, Coaching unterstütz dies. Gilt gleichfalls für Statistik, Psychologie und Digitalsierung. Auch wollen die Coachy und die anwendenen Unternehmen, das Gleiche. Somit kommt der "Coach" da nicht immer raus, wenn er Überleben/Leben will.
Für Sie - sind wir froh noch keine fertige DIN für "Artikel schreiben" zu haben. Herr Wulf hatte sowas ja schon einmal angedacht.
Grüße
TK

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DerAndereBarde 24.04.2019, 14:24
131. Rhetorisches Panoptikum

Wunderbar... Die Hälfte der Beiträge sind vom Typ "Früher war alles besser", die andere Hälfte vom Typ "Kein wahrer Schotte", äh, Coach. Dieses Forum wäre eine empirische Studie zu Wahrnehmungs- und Logikverzerrungen wert.

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vera gehlkiel 24.04.2019, 15:28
132.

Zitat von SoheilaMojtabaei
Hab Mut, sei du selbst, lebe deine inneren Werte und sei bereit, den Preis dafür zu zahlen - das kann mal sehr teuer sein, dafür schaust du im Spiegel und klopfst stolz auf deine Schulter. Das kostet auch Verlust und Verzicht auf manches, die dich von deinen inneren Werten entfremden. Das ist Authentizität.
Authentizität ist am Ende auch nur so ein Wort, das einem die ganze Zukunft verstellt. Ich habe in "meinem Zuständigkeitsbereich" den Leuten, die es je partout wissen wollten, immer dazu geraten, auf derartig extremistische Ueberstrapazierungen ihres Seelenlebens besser zu verzichten. Authentizität mag für den Papst wichtig sein oder für Elon Musk, für die Krankenschwester ist viel besser, dass sie ihre Rolle sorgfältig gelernt hat. Wozu erst mal pfundweise höchst dezidiertes Fachwissen vonnöten ist. Da hat Mister Musk und hat Papst Franziskus seine Kardinäle für, während die Krankenschwester nur eine dünne Kittelschuerze schützend zwischen sich und die Welt schieben kann. Die "Ästhetisierung" von Therapie führt zu ausgiebiger Therapiesucht, zu Dauerkrankschreibungen, total ueberstuerzten Trennungen und weiteren Disfunktionalitaeten, das ist leider alles.

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SimonaVaglieco 24.04.2019, 20:42
133. There is more to coaching

I read the article (unfortunately with a Google translation) and I felt compelled to contribute with a comment. I am a professional coach who works with people who are in transition. I found that this article paints a very limited picture of what coaching is about. In coaching there is no "fit all approach'. On the contrary. The process is entirely shaped by the client who identifies their goals and partners with the coach to find strategies on how better achieve them. As result clients experience more awareness, more clarity about their sense of direction
and a renewed perspective that encompasses all aspect of their lives. I would be happy to offer Claudia a complimentary session so she can experience first hand what coaching is about . If you want to know more about what I do you can find me on LinkedIn and at imaginecoaching.net

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Alex072 25.04.2019, 09:11
134. gut getroffen

Endlich mal ein Artikel. der die Negativseiten des Coaching-Wahns anspricht. Ich habe das Gefühl, dass gerade bei Menschen, die ohnehin schon eine narzisstische Tendenz haben (solche Leute werden – wie wir wissen – Ja auch gerne befördert), ein Coaching diese Twndenz nur noch mehr über Gebühr verstärkt. Ich kenne zwei Mädels, beide auf mittlerer Führungsebene, die beide unabhängig von einander ein längeres Coaching gemacht haben zur Zeit als sie befördert wurden. Und man merkt wirklich, genau wie es im Artikel beschrieben wird, dass das was man dort offenbar mitgenommen wird, ständig ins Privatleben mit hineingetragen wird. Gerade wenn’s darum geht, andere mit den banalsten Platitüden zu belehren oder auf Teufel komm raus recht haben zu wollen – selbst wenn die Erde danach völlig verbrannt ist. Das mag im Geschäftsleben (mitunter) von Vorteil sein, im Privatleben meidet man dann halt irgendwann solche „Persönlichkeiten“. Müßig zu sagen, dass beide seit Jahren Singles und jetzt in einem Alter sind, wo der große Zug definitiv abgefahren ist und beide nicht sonderlich glücklich darüber sind. Da hat das Coaching dann tatsächlich seine Kinder gefressen - als dass es die Persönlichkeiten lieber etwas „alltagstauglicher“ gemacht hätte.

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qlcasa 02.05.2019, 07:26
135. Das mag bei Finanzprodukten funktionieren

Zitat von catcargerry
Im Vertrieb haben wir das doch schon lange, besonders bei Finanzprodukten. Am schönsten die Gummistempeltexte der Banker aller Institutsformen, wenn sie einen einseifen wollen.
Es funktioniert aber nicht beim Verkauf von Industriegüter. Menschen haben einen sehr ausfeilten Sinn dafür wenn der/die Gegenüber nicht authentisch ist. Kunden in der Industrie wissen meistens sehr genau was sie wollen und brauchen Verkäufer für Sachinformationen, Konditionen und Preise und diese dann vergleichen zu können und einen Entscheidung zu treffen. Verkäufer müssen da die gleiche Sprache sprechen wie der Chef der Firma, den Meister oder den Facharbeiter dem er das Produkt vorstellt, da kann man mit Floskeln nichts machen. Die wollen mit Leuten reden die aus ihrer Welt kommen und sie auch verstehen. Verkäufer können da Ecken und Kanten haben, solange sie ihr Produkt kennen und ein Ohr für die Nöte ihrer Kunden haben.
Bei uns in der Firma sind die Verkäufer alle vom Fach und sind gestandene Techniker, sie brauchen zuweilen nur Produktschulung, aber sicher kein Coaching.

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geertje_tutschka 06.05.2019, 23:07
136. Coachingkultur

Liebe Frau Voigt -
schade, dass Sie hier alles in einen Topf werfen, ihre Erfahrungen, Hören-Sagen und Unkenntnis und kräftig umrühren.
Sie schreiben über "Coachingkultur" und amüsieren sich dann ausschließlich über Coachee´s. Coachingkultur impliziert einen respektvollen und reflektierten Umgang miteinander - darüber wollte ich lesen. Und das wünsche ich Ihnen ebenso wie mir. Als Leser erwarte ich, dass die Autorin zumindest die Bezeichnung derjenigen kennt, über die sie schreibt - und sich lustig macht. Nur damit wir uns nicht falsch verstehen: ich lese gern launige Artikel mit einer Prise Bissigkeit. Polemik mag ich aber nicht, ebensowenig wie Respektlosigkeit und Intoleranz.
Gerade ist die #InternationaleCoachingWeek zum 20. Mal weltweit mit tausenden Teilnehmern über die Bühne gegangen - auch in Deutschland mit 25 Events in 13 Städten - um über Qualitätscoaching aufzuklären und zukünftig solche Artikel in Geschichtsbücher zu verbannen. Sind wir nicht schon ein Stück weiter? Wie ausgezeichnete Coachingkultur in Unternehmen aussehen kann, erfahren Sie bei der Verleihung des Prism Awards auf dem Coachingtag.com im November in München - wozu ich Sie herzlich einlade. Welche 10 Punkte einen guten Coach ausmachen, können Sie übrigens in meinem aktuellen Artikel nachlesen: https://www.consultingforlegals.com/blog/detail/news/woran-erkenne-ich-einen-guten-coach/
In diesem Sinne - Mit besten Grüßen, Dr. Geertje Tutschka
PS: Vielleicht hilft eine Coachingausbildung :-)

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