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Computernutzung auf der Arbeit: So privat darf es werden
Corbis

Ein Gerichtsurteil verwirrt viele Angestellte: Selbst wenn man den Dienstrechner privat nutzen darf, droht die Kündigung. Wie kann man seiner Sache sicher sein? Fachanwalt Philipp Byers erklärt, was erlaubt ist.

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mwroer 17.07.2015, 08:35
1. In den meisten Firmen

werden alle Verbindungen über einen Proxy aufgebaut. Benutzt jemand das WLAN ist sehr wohl nachzuvollziehen was er macht - zumal kein WLAN für jeden zugänglich sein sollte.

Ich verstehe die Diskussion auch nicht über 'das isschen surfen'. Kein Mensch der mal eben eine Stunde am tag privat versurft würde auf die Idee kommen mal eben so sein Auto zu waschen, zum Friseur zu gehen oder einzukaufen während der Arbeitszeit. Meinetwegen auch näher am Thema - sich an den Schreibtisch zu setzen und ein Buch zu lesen.

Wir kommt es das viele meinen surfen im Internet sei ein von Gott gegebenes Recht und zwar in der Arbeitszeit? Und das mit dem 'hole ich nach' sparen wir uns bitte, das glaubt eh keiner.

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WwdW 17.07.2015, 08:35
2. also was ist jetzt daran verwirrend?

Wer illegale DInge mit seinem Firmenrechner anstellt aus wenn er ihn für private Zwecke benutzen darf, macht sich ja strafbar und begeht diese Straftat mit dem Arbeitsmittel. Also ich sehe das auch so dass das ein Verstoss ist der zur Kündigung berechtigt.

Allerdings wenn ich auf der Toilette sitze (normale Dauer) und dabei surfe, dann rede mir mal einer von Arbeitszeitbetrug, dann bleibe ich zukünftig vor dem Rechner sitzen ... das wird ne Sauerei am Arbeitsplatz ...

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ckriddle 17.07.2015, 08:53
3. Völlig richtig!

Ein Angestellter, der während der Arbeitszeit Raubkopien auf dem Dienstrechner erstellt, darf sich nicht wundern, wenn er seinen Job verliert. Bei einem normalen Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitgeber und -nehmer sagt sicher niemand was gegen ein bisschen Surfen im Netz, aber eine Straftat ist ein No-Go - da hört der Spaß definitiv auf. Der Typ ist ganz einfach selbst schuld, Mitleid hab ich hier keines.

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aljoschu 17.07.2015, 08:59
4. Neue Klassengesellschaften

Es ist ziemlich klar, was Angestellte dürfen und was nicht und in den allermeisten Fällen ist das auch den Angestellten klar.
Offenbar ist das alles unseren Bundestagsabgeordneten ganz und gar nicht klar. Die glauben, sie dürfen alles mit ihren Rechnern anstellen - wenn's drauf ankommt sogar Kinderporno runterladen. Und die dürfen das - auch wenn das gesamte System dabei Schaden nimmt und für viele 10 Millionen mal eben ausgetauscht werden muss, natürlich auf Kosten des Steuerzahlers. Eine strafrechtliche Verfolgung für den entstandenen Schaden gibt es natürlich nicht. Denn unsere neue Möchte-gern-Aristokratie steht ja über dem Gesetz!

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napu 17.07.2015, 08:59
5. Luxusprobleme haben die Leute ...

... bei uns ist das klar geregelt: Jede private Internetnutzung ist verboten. Die Nutzung von Handys und Tablets am Arbeitsplatz ist auch verboten. Wer erwischt wird, muss sofort mit einer Abmahnung rechnen und im Wiederholungsfall mit einer Kündigung. Das wird auch so durchgezogen. In meiner Abteilung gab es deswegen bereits mehrere Abmahnungen und zwei Kündigungen.

Für mich liegt die Sache eindeutig: Ich komme zum Arbeiten ins Geschäft und nicht zum Privatsurfen. Wer privat Surft, konzentriert sich nicht auf seine Arbeit. Auch wenn es nur Sekunden sind, aber es ist nunmal Arbeitsverweigerung. Und überhaupt selbstmitgebrachte Datenträger, Sticks usw. in einen Dienstrechner stecken ist ein absolutes Unding. Jenachdem welche Viren und Malware damit eingeschleppt wird, kann man so ein ganzes Netzwerk lahmlegen - siehe z.B. Stuxnet. Damit hätte ein Kernkraftwerk hochgehen können, nur weil irgendjemand einen privaten USB-Stick an einem Dienstrechner genutzt hat.

Wer überhaupt Raubkopien anfertigt lässt an Zuverlässigkeit und Integrität vermissen. Das wäre ja dasselbe, als würde man Taschendiebe, Einbrecher und Ladendiebe als Justizangestellte beschäftigen. Allein die Chuzpe dann noch gegen eine Kündigung zu klagen würde hier eine psychologische Untersuchen der Person rechtfertigen. Offenbar kann sie nicht von Recht und Unrecht unterscheiden und es wäre zu prüfen, ob diese Person ihren Alltag ohne fremde Hilfe in dieser Richtung überhaupt bewältigen kann.

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Susi Sorglos 17.07.2015, 09:11
6.

Der Herr Byers ist offensichtlich einer dieser Juristen, die den despotischen Arbeitgebern das Wassere für ihre Mühlen liefert. Mit DER Schärfe, wie er hier die Apokalypse für Surfer beschreibt, war es vor 20 Jahren. Heute sind die meisten Arbeitgeber entspannter.
Offen gesagt hätte ich solch einen Artikel eher in einem Boulevardblatt erwartet.

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berndasbrot 17.07.2015, 09:18
7. Natürlich...

Zitat von napu
... bei uns ist das klar geregelt: Jede private Internetnutzung ist verboten. Die Nutzung von Handys und Tablets am Arbeitsplatz ist auch verboten. Wer erwischt wird, muss sofort mit einer Abmahnung rechnen und im Wiederholungsfall mit einer Kündigung. Das wird auch so durchgezogen. In meiner Abteilung gab es deswegen bereits mehrere Abmahnungen und zwei Kündigungen. Für mich liegt die Sache eindeutig: Ich komme zum Arbeiten ins Geschäft und nicht zum Privatsurfen. Wer privat Surft, konzentriert sich nicht auf seine Arbeit. Auch wenn es nur Sekunden sind, aber es ist nunmal Arbeitsverweigerung. Und überhaupt selbstmitgebrachte Datenträger, Sticks usw. in einen Dienstrechner stecken ist ein absolutes Unding. Jenachdem welche Viren und Malware damit eingeschleppt wird, kann man so ein ganzes Netzwerk lahmlegen - siehe z.B. Stuxnet. Damit hätte ein Kernkraftwerk hochgehen können, nur weil irgendjemand einen privaten USB-Stick an einem Dienstrechner genutzt hat. Wer überhaupt Raubkopien anfertigt lässt an Zuverlässigkeit und Integrität vermissen. Das wäre ja dasselbe, als würde man Taschendiebe, Einbrecher und Ladendiebe als Justizangestellte beschäftigen. Allein die Chuzpe dann noch gegen eine Kündigung zu klagen würde hier eine psychologische Untersuchen der Person rechtfertigen. Offenbar kann sie nicht von Recht und Unrecht unterscheiden und es wäre zu prüfen, ob diese Person ihren Alltag ohne fremde Hilfe in dieser Richtung überhaupt bewältigen kann.
...und Sie arbeiten natürlich die 7.5 oder 8 h am Tag vollständig konzentriert durch. Nee, is klar.
Vielleicht kennen Sie das nicht mehr, aber frühr war es üblich, mit den Kollegen mal auf einen Kaffee zu gehen, oder mal eine Zigarette zu rauchen, oder mal kurz vor die Tür zu gehen. Heute gucken die Büromitarbeiter halt mal kurz ins Internet. Wichtig ist doch, dass die Arbeit gemacht wird. Wie man sich das über den Tag einteilt, ist bei guten Unternehmen zum Glück in Maßen jedem selbst überlassen. Mir persönlich sind glückliche Mitarbeiter lieber, die 4-5 h gute Arbeit leisten und den Rest des Tages sich die Zeit vertreiben, als Mitarbeiter, die 8h verbissen vor dem Bildschirm hängen und auch nicht mehr / besser liefern.

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cor 17.07.2015, 09:20
8. Der Admin hat komplett versagt

Wer hat denn diese Benutzer-Richtlinien eingestellt? Für das erstellen von Raubkopien brauche ich ein entsprechendes Programm.

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3-plus-1 17.07.2015, 09:22
9.

Zitat von napu
Auch wenn es nur Sekunden sind, aber es ist nunmal Arbeitsverweigerung.
Genau und in Ihrem Arbeitslager, äh Unternehmen, müssen die Mitarbeiter bestimmt auch einen Tag Urlaub nehmen, nur um mit dem Arzt während dessen Praxiszeit einen Termin per Telefon für die eigentliche Untersuchung abzustimmen.

Denn einfach so privat Telefonieren - mit dem eigenen Cell Phone - das ist ja ARBEITSVERWEIGERUNG!!!!eins1elf!!

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