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Datenretter: Wenn der Hund die SIM-Karte frisst
Corbis

Urlaubsfotos, Telefonnummern, die Semesterarbeit: Wenn die Festplatte den Geist aufgibt, ist die Not groß. Aber manchmal ist nicht alles verloren - ein Besuch bei den Datenrettern.

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flaxom 08.05.2015, 07:56
1. Gute Datenretter und schlechte...

Es gibt gute und schlechte Datenretter. Ich kann an dieser stelle nur Kroll Ontrack aus Böblingen empfehlen, da funktioniert sowas immer reibungslos!

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firenafirena 08.05.2015, 08:19
2. Kein Mitleid

Von jedem, aber auch absolut jedem gängigen Gerät mit Speicher lässt sich heutzutage selbstständig, ohne Aufwand und mit minimalen Kosten ein Backup erstellen. Einfach eine externe Festplatte kaufen, bzw. den Umweg über den eigenen PC und fertig.

Wer ernsthaft wichtige Unterlagen auf nur einem einzigen Datenträger sichert und das gerade bei so verhältnismäßig kleinen Dateien wie Semesterarbeiten, etc. hat es wohl verdient, nochmal von vorne zu beginnen.

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kickmeto 08.05.2015, 09:20
3. Richtig, Backups, je nach Daten sogar mehrfach...

Und notfalls auch mal in die Cloud. Ich hörte von einer Diplomarbeit auf einem Notebook, der dann samt fast fertiger Arbeit bei einem Einbruch aus der Wohnung gestohlen wurde. Das ist schon echt bitter, aber eben auch leicht vermeidbar, Speichermedien kosten doch kaum noch was.

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Alkyone 08.05.2015, 09:22
4. Thema

Zitat von firenafirena
Festplatten müssen im Reinraum geöffnet werden, denn schon ein winziges Staubkörnchen kann die Daten unlesbar machen.
Bild Nr6 sieht aber überhaupt nicht nach Reinraum aus.
Geöffnete Festplatte in einem normalen Raum

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archback 08.05.2015, 09:29
5. Vanitas, vanitas

Meine Fotos sind dreimal auf drei verschiedenen Festplatten gesichert. Erst dann wird der Kamerachip neu formatiert.
Ich habe es schon zweimal erlebt, dass eine Festplatte ohne erkennbaren Grund ihren Geist aufgibt, einmal sofort alles weg, bei der anderen konnten nach und nach mehrere Ordner nicht mehr gelesen werden. Ich frage mich, ob sowas den Unbedarften, die ihre Fotos nur auf dem Laptop haben, nie passiert?
Zukünftige Archäologen werden übrigens kaum noch Informationen aus unserer finden. Ich habe Papierotos von meinem Großvater aus dem ersten Welkrieg. Meine Nachkommen werden in 100 Jahren bestimmt keine Jpgs mehr finden.

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Alkyone 08.05.2015, 09:32
6. Thema

Zitat von Alkyone
Bild Nr6 sieht aber überhaupt nicht nach Reinraum aus. Geöffnete Festplatte in einem normalen Raum
Spätestens bei Bild Nr.11 wird klar, daß hier mit Überdruck gearbeitet wird.

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regelrecht 08.05.2015, 09:39
7. Datenrettung geglückt

SD-Card wurde bei Flughafenpassage beschädigt. Die ersten 120 Bilder aus Karibik waren nicht mehr lesbar. Datenrettungssoftware brachte keinen Erfolg. Habe guten Service bei Recoverfab gefunden. Dieser Service konnte mir 109 Bilder wieder herstellen.

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hman2 08.05.2015, 09:53
8. Hemmungslose PR für die Hersteller!

Ich bin entsetzt über die vollkommen hemmungslose, kritiklose (Selbst-?)Beweihräucherung weniger, gutverdienender Datenrettungsfirmen hier.

Die Realität sieht GANZ anders aus.

Vor ein paar Jahren hatte ein Kunde von mir ein Problem mit einer defekten Platte. Nachdem mit Umbau in einen anderen Rechner, Analyse über ein gesondertes Linux und einigen Tricks klar war: Ohne Profis geht da nichts mehr, und die Daten (Datev-Daten eine Kunden des Kunden, und aufgrund der Arbeitsleistung für das Abtippen der Papierausdrucke durchaus einigermaßen wertvoll) rechtfertigten es.

Also eingeschickt zum großen Marktführer. Eine Woche nichts mehr gehört, dann kam aber kein Kostenvoranschlag, sondern die lapidare Auskunft per Telefon "gesamter Nutzdatenbereich unrettbar hin". Allenfalls Bruchstücke seien rekonstruierbar, das würde aber viele tausend Euro kosten.

Kunde lehnt ab, war aber bereit für eine zweite Meinung. Also nach Rücksendung Platte an die Nummer zwei eingeschickt. Nach zwei Wochen telefonische Auskunft: Kostet mindestens 4000 Euro, da fast alles kaputt.

Also freundete sich der Kunde damit an, dass es sein Azubi halt abtippen muss. Die Platte sollte ich entsorgen.

Wenn die aber eh verschrottet wird, dachte ich mir, kann ich sie doch auch aufmachen. Und was sehe ich im Inneren?

Ein einzelner Kratzer von gerade 1 Millimeter Länge, tangential. Selbst wenn dadurch alle Sektoren dieser und der zwei Nachbarspuren hinüber gewesen wären, sollten eigentlich 98% aller Sektoren wiederherstellbar sein, auf der supertollen Spezialhardware, mit der die Datenretter immer werben. Und das sollte ausreichen, um zumindest einiger der Dateien, auf die es ankam, nicht mehr abtippen zu müssen.

Ich fragte daraufhin beide Datenretter, wieso ein Kratzer von nur 1 Millimeter als "alle Sektoren sind hin" eingestuft wird, während sie sich brüsten mit Platten aus Vollbränden, angeblichen 9/11-Relikten und anderen angeblichen Erfolgsgeschichten.

Antwort von beiden "kein Kommentar". Die waren wohl sauer, dass mein Kunde nicht einfach mal eben 4 KEUR auf den Tresen geblättert hat!

Ich glaube diesen Datenrettern kein Wort mehr.

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Inselbewohner 08.05.2015, 10:32
9. Datenrettung

Meine Erfahrung. Wenn ein Datenspeicher physisch beschädigt ist ist meißt nichts mehr zu machen. Jedenfalls nicht für den Laien. Aber es gibt etliche Beschädigungen die durch das Benutzersystem, egal ob PC, Laptop, Camcorder, Kammera uä., hervor gerufen werden. Ich hatte auch schon das "Vergnügen". Aber mit sehr viel Zeitaufwand und einigem Wissen gelang es mir immer die Daten zu retten.
Mir wurde früher, in der Steinzeit der Computer, eingebläut Datensicherung, Datensicherung, Datensicherung!
Bei mir erste Sicherung Backup auf Parition D: regelmäßig, zweite Backup auf kleiner transpotablen FP die ich aber nicht nur dazu benutze, dritte eine große externe FP die ich NUR für Backup nutze und diese wohl verwahrt im Schrank liegt.
Ab und zu eine ISO auf eine DVD zu brennen ist auch nicht die Welt.
Wer wichtige Daten nicht ausreichend sichert bekommt von mir ein müdes Lächeln. Ich bin kein PC Spezialist aber grundlegende Dinge sollte jeder wissen.
Aber solange andere Geld damit verdienen können? So what!
Gruß HP

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