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Dax-Konzerne: Aufsichtsräte werden nicht internationaler
DPA

Jeder dritte Aufsichtsrat, den Aktionäre in die 30 Dax-Konzerne entsenden, hat keinen deutschen Pass. Ihr Anteil stagniert seit Jahren, obwohl viele Firmen immer internationaler agieren.

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haichen 14.06.2017, 09:43
1.

wie hoch ist denn der Ausländeranteil zB in den USA? China? Russland? Norwegen? Niederlande... Und gibt ein hoher Ausländeranteil wirklich Impulse? Ist das irgendwie verifiziert oder nur eine Meinung?

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Plasmabruzzler 14.06.2017, 10:03
2. Nächste Quote?

Werden wir nach den Frauenquote nun eine Ausländerquote bekommen? Sind Ausländer grundsätzlich die besseren Aufsichtsräte und warum hat man vor, in Vertragsangelegenheiten von Arbeitnehmer und Arbeitgeber einzugreifen?

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eigene_meinung 14.06.2017, 10:07
3.

Zitat aus dem Artikel: "Auf der Aktionärsseite schnitten die Deutsche Bank, Fresenius Medical Care, Volkswagen, die Deutsche Börse und Allianz am besten ab, mit einem Ausländeranteil von mindestens 50 Prozent."
Was soll denn bitte daran so gut sein, wenn im Aufsichtsrat deutscher Unternehmen viele Ausländer sitzen? Ist ein hoher Ausländeranteil (in Firmen, in Aufsichtsräten, in der Bevölkerung) erstrebenswert? Deutschland schafft sich ab und der Spiegel schreit Hurra.

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Knack5401 14.06.2017, 10:17
4. Der Bericht ist reines Marketing

Schließlich ist Russel Reynolds ein mieser Headhunter, der lebt von der Vermittlung ausländischer Manager hinein in deutsche Aufsichtsräte. Für das anschließende Chaos wiederum übernimmt Russell Reynolds keine Haftung...Lasst vor allem die US-Amerikaner mit ihren Footballdiplomen in Amerika, dort können sie gerne Trumple zu weiteren Triumphen verhelfen.

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genauerschauer 14.06.2017, 10:44
5.

Ein Aufsichtsrat ist ein Kontrollgremium. Welche operativen Impulse werden denn durch ausländische Aufsichtsräte gesetzt? Grundsätzlich werden diese Kontrollorgane durch Anteilseigner besetzt. Ein hoher inländischer Anteil lässt Rückschlüsse auf inländische Eigner zu. Und andersrum.

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kezia_BT 14.06.2017, 11:03
6. na und ?

können es die Deutschen nicht mehr gut genug ?

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Tante_Frieda 14.06.2017, 11:41
7. Schwäbische Hausfrau

Die berühmte schwäbische Hausfrau würde den Inhalt dieses Berichts wohl als dummes,interessengeleitetes Geschwätz bezeichnen.Macht sich der SPIEGEL jetzt schon zum Lobbyisten irgendwelcher Headhunter?Welche Vorteile bringt es denn,wenn ein Aufsichtsrat einen ausländischen Pass besitzt,nach der entsprechenden Sitzung schnell wieder ins Flugzeug steigt und in sein Land zurückfliegt?Dann kommt im Endeffekt dabei heraus,dass die Aufsicht Führenden keinerlei Bindung mehr zu den Beschäftigten einer Firma haben.Aber vielleicht wünschen sich das ja manche Interessenvertreter?!Man merkt das (überwiegend bei mittelgroßen Firmen außerhalb des DAX-Bereichs) immer wieder,wenn Firmen alle paar Jahre von einem Private-Equity-Investor zum anderen weitergereicht werden,nachdem man genug aus ihnen herausgepresst hat...

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StefanieTolop 14.06.2017, 11:49
8. So ein Schmarrn

Hier wird wieder einmal impliziert, dass Ausländer alles viel besser können als Deutsche. Entscheidend ist am Ende nur, dass die Person einen guten Job macht. Ob sie dann aus Deutschland kommt oder nicht ist im Grunde egal. Und wenn es gute Deutsche gibt, dann gibt es auch keinen Grund, nur wegen der political correctness, jemanden aus Timbuktu zu nehmen. Man sieht ja gerade an der Deutschen Bank was es bringt, wenn man eine durch und durch deutsche (und funktionierende) Institution mit Gewalt internationalisieren möchte. Das war im Grunde genommen der Beginn des Ablebens der Deutschen Bank auf ihrem langen Weg ins Jenseits. Ich kenne eine Firma in der man gedacht hat, man müsse international werden. Die Firma hat zwar nur lokale Kunden, aber man hat dennoch einen Engländer als Abteilungsleiter eingestellt. Da der Engländer auch nach 5 Jahren in Deutschland keine Lust hatte Deutsch zu lernen, musste die ganze Abteilung ihre Kommunikation auf Englisch umstellen. Nun wurden alle Texte, Berichte, Protokolle auf Englisch verfasst, die Besprechungen fanden auf Englisch statt. Die meisten Mitarbeiter waren aber keine begabten Sprachakrobaten, so dass sie sich den ganzen Arbeitstag in einer fremden Sprache abquälen mussten. Natürlich hat die Produktivität stark darunter gelitten, während die anderen Abteilungen nach wie vor gut liefen. Allerdings hatte auch keiner den Mut, dem Abteilungsleiter mal die Leviten zu lesen. Dann kam so ein depperter Praktikant, der sich das Ganze 4 Wochen angeschaut hat und - als es massive Schwierigkeiten im Arbeitsablauf gegeben hat - die tatsächlichen Probleme schonungslos auf den Tisch gelegt hat. Dieser Praktikant wurde daraufhin sofort gefeuert. Dumm nur, dass ich der Praktikant war...

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kritischerleser50 14.06.2017, 11:59
9. AUFSICHTSrat ?

Nach meiner Meinung geben Aufsichtsräte doch eher ein gemischtes Bild ab; die Zusammensetzung ist, auch hinsichtlich Qualität, sehr unterschiedlich. Nicht selten sitzen in Aufsichtsräten abgehalfterte ehemalige Vorstände, die hier ihr "Gnadenbrot" beziehen; quasi als Ausgleich dafür, dass sie "endlich" den Vorstandsposten räumen. Ok, diesen Mitgliedern kann man zumindest noch eine gewisse Kenntnis des Unternehmens zubilligen. So richtig schlimm wird es, wenn im "Aufsichtrat" dann Politiker hocken ! Nicht etwa wegen Fachkenntnissen, sondern wegen ihres Amtes in politischen Gremien oder beim Mehrheitsaktionär. Da enthalte ich mich nun jeglichen Kommentars. Generell frage ich mich: Wie kann eine "Aufsicht" sachgerecht sein, wenn die Mitglieder dieses Gremiums in einer Fülle von Aufsichtsräten sein dürfen (ist nach oben begrenzt, aber trotzdem). Etwas boshaft ausgedrückt: Aufsichtsrat ist ein toller Job: Man kann sich in Sitzungen wichtig machen, ist nie an etwas schuld, kann sich nie an was erinnern, kassiert (zumindest meistens) fürstliche Vergütungen für...ja für was eigentlich...???

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