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Debatte um Acht-Stunden-Tag: Das ist Arbeit - und das nicht
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Schluss mit dem Acht-Stunden-Tag: Politik und Wirtschaft wollen Regeln aus dem Arbeitszeitgesetz abschaffen. Dabei ist jetzt schon erstaunlich viel erlaubt.

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heidi.kasch 14.11.2017, 01:59
50. Naja

Der Rahmen lässt ja schon immer viele Spielräume bsp, dass ein Job im Westen der Republik mit einer 13 besoldet wird im Osten die Gehaltsstufe im selben Tätigkeitsbereich eher ganz weit weg ist. Trotz Tarifvertrag... Am Ende ist die Art und Weise dessen Aushandlung und Umsetzung das Problem. Digitalisierung und Auswirkungen für Arbeitnehmerinnen: Wichtiges Thema, aber funktioniert nicht ohne Blick auf Details über die Änderung der Arbeitsverhältnisse in den letzten Jahrzehnten. Schöner Anfang, liebe Spiegel Redaktion, aber falscher Anfang. Mut zur Lücke!

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Grundrechte 14.11.2017, 03:56
51. ichIchIch

Operation Gegenseitigkeit, ever heard of? Verantwortungsbewusstsein auf beiden Seiten kann die Veränderung bewirken. Beide Seiten, literally!

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Guerilla_77 14.11.2017, 04:15
52. ...

Zitat von joomee
Pure Behauptungen bzw. böse Unterstellungen. Wie kommen Sie darauf? Gibt es dafür irgendwelche Hinweise oder ist das nur Ihrem Arbeitgeber-feindlichen Weltbild entsprungen?
Nun, mit "bösen Unterstellungen" liegt man bei "der Wirtschaft" und ihren Papageien heutzutage eigentlich immer richtig...

Um es aber sachlicher zu machen.
Man arbeitet ja sukzzessive auf einen neuen Manchesterkapitalismus, neudeutsch neoliberalismus, hin.
Bei den Zeiten, also Uhrzeittechnisch, gibt es so-oder-so schon keine beschränkungen mehr.
Bei den Tagen parktisch auch keine mehr, da klassische Wochenende bzw. Feiertage gibt es nicht mehr und die Stunden sind, zumindest nach unten völlig irrelevant(offen).

Die "Ausgleichstage" für Sonn- und Feiertage sind längst ausgehebelt, die "feiert" man, wenn man nicht gerade die Mehrarbeitsstunden abfeiert an sowieso arbeitsfreien Samstagen ab...es gilt ja in Deutschland pauschal die 6Tage Woche, ne...

An und für sich ist das einzige was man mit dem Arbeitszeitgesetz noch machen kann - mit Butter einschmieren und an die Wand klatschen...

Die einzigen "hemmnisse" die es noch zu beseitigen gilt sind die 11Stunden Ruhezeiten(ein beliebter Hebel bei PR und BR und so ziemlich der einzige effektive noch um AN zu schützen...), die Pausen, Urlaub(wird meist schon unterlaufen, leider häufig mit PR/BR zusammen...)und der "Arbeitsblock".

An diese "hemmnisse" möchte man mit der angeblichen flexibilisierung dran gehen(ausnahme Urlaub).

Herr Dulger schwadroniert in dem Artikel was von Pausen, ich halte ihn ja für einen kleinen Lügner weil völlig zusammenhanglos, die Pausenregelung im Gesetz ist ein 4Zeiler der in etwa besagt - 30min(2x 15min), spätestens nach 6Stunden, nicht am Anfang oder Ende - das war es schon, mehr regelungen gibt es dafür nicht.
Was will er denn da noch haben???
Wenn er sogut wie nichts "flexibilisieren" will kann er defacto nur die abschaffung meinen.

Den "zusammenhang" gäbe es wenn er von Ruhezeiten sprechen würde, dann meint er das wenn jemand früher geht, jemand anderes länger belieben muss und somit sind ihm die 11Stunden Ruhezeiten im Weg - entweder hat der Artikelschreiber nicht aufgepasst und Pausenzeiten mit Ruhezeiten verwechselt(kommt vor...) oder Herr Dulger sitzt wahlweise am falschen Platz oder veräppelt die Leute...

Und der "Arbeitsblock" ist sowieso Sünde...
da hat man Leute auf der Arbeit die da sind wenn gerade nichts zu tun ist, wo gerade die Aufgaben/Aufträge/Kunden fehlen, die könnten doch viel besser da sein wenn die Kunden kommen oder?
Pure Gewinnmaximierung bzw. das was Schröder auch schon gemacht hat - die Geschäftsrisiken auf die Arbeitnehmer abwälzen...

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Garum 14.11.2017, 04:33
53.

Zitat von joomee
Pure Behauptungen bzw. böse Unterstellungen. Wie kommen Sie darauf? Gibt es dafür irgendwelche Hinweise oder ist das nur Ihrem Arbeitgeber-feindlichen Weltbild entsprungen?
Wurde hier schon erwähnt, Pflegedienste machen das gerne. Auch in der Gastronomie wird der Teildienst gerne eingesetzt. Weder pure Behauptung noch böse Unterstellung.

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na-bravo 14.11.2017, 07:01
54. So is et!

Et jit kei jrößer Leid als wat der Minsch sich selvs andeit.
=
Es gibt kein größeres Leid, als was der Mensch sich selbst antut.
Diese Erkenntnis kommt bei vielen meistens zu spät.

Fragen sie mal z.B H & M Mitarbeiter wie toll Flexibilität ist,
oder googeln Sie mal nach,
fünf Dinge, die Sterbende am meisten bedauern.

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joke61 14.11.2017, 07:11
55.

Zitat von joomee
Pure Behauptungen bzw. böse Unterstellungen. Wie kommen Sie darauf? Gibt es dafür irgendwelche Hinweise oder ist das nur Ihrem Arbeitgeber-feindlichen Weltbild entsprungen?
So weit ich weiß, wird das sogar schon praktiziert. Bin also nicht mal sicher ob das arbeitsrechtlich relevant ist. es gibt Arztpraxen, die verordnen Ihren Mitarbeitern ca. 2 - 3 STD Mittagspause. Mit Sicherheit gibt es auch noch andere Gewerbe, die so agieren. Also zumindest zum teil keine böse Unterstellung! Ein Arbeitgeber feindliches Weltbild, erzeugen Arbeitgeber selber. Leider gibt es zu viele asoziale Arbeitgeber, die jegliche Möglichkeit nutzen, alles aus Ihren Arbeitnehmern raus zu pressen. Tun Sie nicht so, als wüssten Sie das nicht! Umsonst gibt es keine Mindestlohn Debatte bzw. Scheinselbstständigkeit, etc!

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hexenbesen.65 14.11.2017, 07:12
56. Die Leidtragenden sind dann die Verkäuferinen / Fiseusen

die dann gerne in der Einkaufsschwachen Zeit in Pause geschickt werden. Somit hat eine Verkäuferin / Fiseuse generell einen 12-Stunden-Job / Tag. Wo soll die sich dann erholen ? Was kann sie in der "Pause" denn großartiges machen ? Einkaufen hetzen ? Kochen ?
Die Leute aus der Politik und die "Wirtschaftsweisen" machen es sich sehr leicht. Es ist ein Unterschied, ob man nach Feierabend mal für 5 Minuten auf sein Handy glotzt, was der Kollege denn geschrieben hat (zuhause auf der Couch) oder ob man PERMANENT VOR ORT sein muss, um abzukassieren oder zu bedienen !

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aktiverbeobachter 14.11.2017, 07:30
57. Neocons ???

Zitat von Guerilla_77
Die "debatte" um die flexibilisierung ist sowas von verlogen... Ich(also Ex-BR und interessierter) kann dem Autor und Foristen verraten was damit gemeint ist, dann dürfte auch klar werden warum die Neocons insbesondere die FDP und Arbeitgeber das so gerne hätten - aber natürlich nichtmals die halbe wahrheit erzählen. Mit der "flexibilisierung" ist NICHT gemeint den 8Stundentag zu verkleinern, vergrößern oder Monatags so, Dienstags so.... sondern die Zeiten aufzuspalten - 4 Stunden morgens und 4 Stunden abends zb. Das ist nämlich aktuell in Deutschland verboten, also mehrfach seinen Dienst anzutreten. Der "Traum" der Neocons dabei ist es natürlich die Belegschaft in Arbeitsschwachen Zeiten wieder nach Hause zu schicken bzw. ohne zusatzkosten auf Abruf zu halten(aktuell wäre das Bereitschaft). Vielleicht dämmert es ja jetzt dem ein oder anderen was das bedeutet...
Mir dämmert es eher, dass Sie einen ausgeprägten Hass auf Andersdenkende haben. Und darüberhinaus sehr dazu neigen zu dramatiseren und stigmatisieren. Und Was meinen Sie eigentlich genau mit dem Wort Neocons ? Das ist doch nicht etwa ihr selbst gebildetes dogmatisches Wort für Ihr Feindbild, welches Sie dadurch versuchen zu entpersonifizieren, oder ? ich finde eine grundsätzliche Flexibiliserung von Arbeitsort und zeit kann jedem (Arbeitnehmer und Arbeitgeber) sehr wohl nutzen. Wie immer sollten alle Beteiligten hier mitsprechen und dann werden wir auch vernünftige Lösungen finden.

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Aquifex 14.11.2017, 07:46
58.

Zitat von moev
Es bezweifelt keiner das es einige AN mit diesem Wunsch gibt. Ihn zu erfüllen würde aber die Situation für den Großteil der AN verschlechtern und sie neuen harten Zwängen aussetzen. Genauso wie es sicher einen klitzekleinen Anteil an freiwilligen Prostituierten gibt, die durch das Prostituiertenschutzgesetz jetzt Nachteile im selbst-gewählten Beruf haben. Das ändert aber nichts an der Situation der 99,x% der anderen
Naja, die Frage wird ja sein, wie das gesetzlich verankert ist. Man könnte z.B. das ganze nur für Schreibtischtätigkeiten definieren, oder trotz Flexibilisierung nur eine Erscheinen pro Tag am Arbeitsplatz in der Firma erlauben, oder was auch immer.
Ich kenne so einige Kollegen, die heilfroh wären, wenn sie ihre Arbeitszeit flexibler gestalten dürften.

Und, wo alle auf die bösen Arbeitgeber kloppen, die hier neues "Ausbeutungspotential" sehen, was meinen Sie denn, wie gut sich solche Flexiregelungen durch den Arbeitnehmer ausnutzen lassen? "Ich habe gestern Abend zu Hause noch bis 0100h gearbeitet". Wer prüft das nach? Darf keiner.....

Man könnte das z.B. auch nur für die AN erlauben, die eh keine Überstunden aufschreiben dürfen, da gar keine echte Arbeitszeit vereinbart ist, also im AT-Bereich. Für den wäre das aber tatsächlich ein Gewinn, vor allem, wenn Kinder im Spiel sind.

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joomee 14.11.2017, 07:54
59. Asozial?

Zitat von Newspeak
Wie wäre es, wenn man statt die Arbeitszeiten zu verlängern, die Löhne erhöhen würde. Wenn die Arbeitgeber in Deutschland nicht so asozial wären, und die Arbeitnehmer am Produktivitätszuwachs teilhaben könnten, müsste man sich auch nicht ständig das Gejammer über zuwenig Flexibilität anhören.
Wenn Sie für einen asozialen Arbeitgeber arbeiten, sollten Sie die Firma wechseln.

Alternativ würde ich Ihnen empfehlen, selber ein Unternehmen zu gründen und tolle Löhne und all das andere zu bieten, was Sie sich gerne wünschen. Dann ist es aber höchstwahrscheinlich leider vorbei mit Ihrem 8-Stunden Tag...

Jammern tun übrigens Sie am meisten - lesen Sie mal Ihre Beiträge durch.

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