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Denglish-Kolumne: Burnin' Down the White House
Corbis

Da steckt man das Weiße Haus in Brand, aber niemand findet's lustig: Treffen Briten auf Amerikaner, ist das oft schwierig, sie sprechen eine völlig andere Sprache. Wie soll man als Deutscher da durchblicken? Kolumnist Peter Littger hilft.

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Dette 29.08.2014, 09:18
10. Und was ist jetzt neu daran?

Brauchen wir Sprachwissenschaftler oder wunderlich Autoren um so etwas herauszufinden? Sprache ist Kultur und es reicht eben nicht eine Sprache im Klassenzimmer zu lernen. Mehr praktische Anwendung, Austausch oder Arbeit eroeffnet eben ueber die jeweilige Sprache eine ganz andere Welt. Wissen die Skandinavier schon lange.

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koshernostra 29.08.2014, 09:54
11. Korrekt ...

Zitat von Koda
Das Lied "Chumpawumpa" (einer britischen Band o.s.ä.) sollte in MTV-Germany einmal übersetzt werden. Der Hintergrund-Refrain "Pissing the night away" wurde wie folgt übersetzt: "Die ganze Nacht pissen" Allein aus dem Zusammenhang heraus und der Satzstellung war eigentlich zu merken, dass DIESE ÜBERSETZUNG falsch sein musste. Ich will mich da nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber "die ganze Nacht saufen" wird es wohl eher treffen.
auch wenn die Band Chumbawamba heißt, und der Song Tubthumping - auch begannt als "I Get Knocked Down".

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ancoats 29.08.2014, 09:55
12.

Zitat von zero36
Als Deutscher und Amerikaner finde ich diese Kolumne (sowie bereits die vorherige Einträge dazu) einfach nur peinlich. Der Witz bezüglich des Weißen Hauses kann schon verstanden werden, aber manche Dinge sind einfach auch nicht witzig (kulturell bedingt oder einfach weil man es geschmacklos findet.) Das British English sei also moderner, dabei hat es viel mehr Gemeinsamkeiten mit dem Australian English. Gerade das Beispiel "loo". Haben sich also die Britischen Inseln und Australien sprachlich nahezu identisch weiterentwickelt aber das American English ist stehen geblieben? Diese Schlussfolgerung ist einfach nicht nachzuvollziehen. Dass unnütze Buchstaben in Wörtern weggelassen werden ("behaviour" vs. "behavior") spricht sogar gegen diese These. Mit "I could care less" sage ich persönlich als Amerikaner auch genau das aus, was dort oben steht. Das es mich tatsächlich noch weniger interessieren könnte. Hier scheint ihr Kollege Robert wohl nicht die Amerikaner zu verstehen. Auch bin ich sehr oft mit dem Flugzeug in den USA unterwegs, weitaus geläufiger ist es, dass die Stewardess nun sagt "We will be landing shortly". "We will land" ergibt im Flugzeug weniger Sinn, da die Verlaufsform im Flugzeug selbst relevant ist (Tische hoch, Lehnen gerade...). Außerdem ist diese Aussage überflüssig nach dem Sinkflug dies kurz vor der Landung anzukündigen, dass man doch tatsächlich landet. Ich hoffe diese Kolumne wird möglichst bald eingestellt.
Mal nicht so "stiff-lippig": die Kolumne ist doch ganz unterhaltsam; man muss sie nicht gleich abwickeln, nur weil man mit dem Autor in Details nicht übereinstimmt, oder? Wie man trotzdem sehr hübsch und lustig über dieses Thema diskutieren kann, kann man im Guardian lesen:
http://www.theguardian.com/science/shortcuts/2014/aug/26/british-english-words-endangered-awesome-marvellous

Awesome. Sorry: marvellous.

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wywy 29.08.2014, 10:07
13. not amused

Ich würde bezweifeln, dass die Briten lachen würden, würde ein deutscher Repräsentant der Queen ein Eis am Stil in Form einer V2 überreichen - oder auch nur als Kuchen mit Wunderkerzen. Einige wenige vielleicht schon...

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kirstenschneider 29.08.2014, 10:34
14. Blimey

Es wäre doch nett,wenn man sich die Mühe macht etwas richtig zu übersetzen.
"Blimey" bedeutet nicht " God blame me" sondern kommt von
"May God blind me " was soviel heisst wie " möge Gott mich erblinden lassen wenn das nicht stimmt"
Genau genommen sollte man sagen " Cor blimey "
Also...wenn schon übersetzen, dann richtig....cor blimey.

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markenware 29.08.2014, 10:34
15. keep calm and learn foreign languages

Zitat von zero36
Als Deutscher und Amerikaner finde ich diese Kolumne (sowie bereits die vorherige Einträge dazu) einfach nur peinlich. ... Ich hoffe diese Kolumne wird möglichst bald eingestellt.
Ganz gleich, wie viele Detailfehler in diesen Kolumnen stecken mögen.

Bedenken Sie bitte, dass weltweit die überwältigende Mehrheit englischer native speaker NICHT in der Lage ist, sich in einer Fremdsprache zu verständigen. Alle anderen Muttersprachler sind darauf angewiesen, sich irgendwie mit den ca. 19 verschiedenen nationalen Englisch-Varianten und unterschiedlichen Bildungsniveaus ihrer Sprecher zu arrangieren.

Solange man beispielsweise einen US-Highschool Abschluss, der zumindest in den ländlichen Regionen kaum einer dt. Mittleren Reife entspricht, ohne jegliche Fremdsprachenkenntnisse erwerben kann, sollten Sie sich gerade als US-Bürger mit jeglicher Kritik an der Sprachkompetenz anderer Nationen bescheiden zurückhalten.
Und immer daran denken: immerhin sind wir in der Lage, uns Ihnen gegenüber verständlich zu machen, umgekehrt geht das in aller Regel überhaupt nicht.

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ajo069 29.08.2014, 10:56
16. Jetzt kommt meine Deutsch Kolumne.....

Warum in andere Sprachen schaun, gibt es doch bei uns auch:
Die erste Beziehungskrise beginnt wenn der Freiburger seine Freundin aus Hamburg bittet "Heb mal mein Fahrrad" (was er als festhalten und sie als hochheben versteht). Meine Nachbarin im Schwabenland bietet mir beim Grillen einen Teppich an, weils mir kalt ist (das ist hier eine Decke, bei mir wäre es der Teppich zur Bodenbedeckung). Während die einen in Bredla ein verniedliches Brötchen interpretieren ist es woanders das Weihnachtsgebäck. Gestern meinte eine Kollegin dass der Drücker "schällt", was ich aus meiner Herkunft mit "schellt" verstanden habe (es bedeutet aber, dass etwas schaltet, oder geschaltet hat und nicht, dass etwas läutet oder klingelt). Der Seckel ist im einen Teil Deutschlands der "freche Typ" in Rheinhessen die Hosentasche und woanders sogar der Hodensack. Wenn ich sage "den Ball aufdotzen" schauen mich alle Kinder fragend an was ich denn schon wieder meine. Die Aussage "Der sieht aus wie der gekotzte Vater...." überlasse ich dem Leser! Es seih nur erwähnt, dass es überhaupt nichts schlimmes bedeutet (dort wo ich herkomme).

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zero36 29.08.2014, 11:42
17.

Zitat von markenware
Ganz gleich, wie viele Detailfehler in diesen Kolumnen stecken mögen. Bedenken Sie bitte, dass weltweit die überwältigende Mehrheit englischer native speaker NICHT in der Lage ist, sich in einer Fremdsprache zu verständigen. Alle anderen Muttersprachler sind darauf angewiesen, sich irgendwie mit den ca. 19 verschiedenen nationalen Englisch-Varianten und unterschiedlichen Bildungsniveaus ihrer Sprecher zu arrangieren. Solange man beispielsweise einen US-Highschool Abschluss, der zumindest in den ländlichen Regionen kaum einer dt. Mittleren Reife entspricht, ohne jegliche Fremdsprachenkenntnisse erwerben kann, sollten Sie sich gerade als US-Bürger mit jeglicher Kritik an der Sprachkompetenz anderer Nationen bescheiden zurückhalten. Und immer daran denken: immerhin sind wir in der Lage, uns Ihnen gegenüber verständlich zu machen, umgekehrt geht das in aller Regel überhaupt nicht.
Sorry, ich habe nicht die Sprachkompetenz von ganzen Nationen in Frage gestellt. Ich weiß gar nicht wieso Sie darauf kommen. Meine Kritik bezog sich auf die Punkte im Artikel, keinesfalls auf ganze Nationen.

Übrigens habe ich auch ein deutsches Abitur und ebenfalls in D. studiert, dabei ein paar weitere Fremdsprachen gelernt. Ich gehe davon aus, dass Sie "Sie" bewusst groß geschrieben haben. In meinem Fall trifft dies nicht zu, allerdings gebe ich Ihnen recht, dass der durchschnittliche Amerikaner eher weniger Fremdsprachen spricht, aber zumeist das Spanische ganz gut verstehen und teilweise auch sprechen kann (denke da an die Süd-West Regionen).

Und Sie scheinen meinen Kommentar ja verstanden zu haben, daher kann ich auch nicht nachvollziehen wieso ich ("Ihnen" wieder groß) mich nicht in der Lage befunden haben soll, mich Ihnen verständlich zu machen.

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Peter Littger 29.08.2014, 11:57
18. Blimey!

Zitat von kirstenschneider
Es wäre doch nett,wenn man sich die Mühe macht etwas richtig zu übersetzen. "Blimey" bedeutet nicht " God blame me" sondern kommt von "May God blind me " was soviel heisst wie " möge Gott mich erblinden lassen wenn das nicht stimmt" Genau genommen sollte man sagen " Cor blimey " Also...wenn schon übersetzen, dann richtig....cor blimey.
Liebe Kirstenschneider,
es gibt beide Varianten laut Oxford Dictionary:
www.oxforddictionaries.com/definition/english/blimey

blimey |ˈblʌɪmi| (also cor blimey |kɔː| )
exclamationBrit. informal
used to express surprise, excitement, or alarm.
ORIGIN late 19th cent.: altered form of ( God) blind (or blame) me!

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denkmal! 29.08.2014, 12:41
19. .

Hübsch ist auch die tumorartig sich verbreitende Redewendung "...at the end of the day...". Zeigt sich gut der Zeithorizont von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, etc. Kaum ein Interview, das nicht mit der Konklusion "at the end of the day..." endet. Muss man sich mal auf Deutsch übersetzen! Zum Brüllen! So weit reicht die Denkperspektive heute (!) im englischen Sprachraum. Was kommt morgen? At the end of the hour...?

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